Mit diesen 22 Tipps fahren Sie sicher durch den Auto-Winter

Der Winter ist die härteste Jahreszeit für Autofahrer und Autos. Die Straßen sind glatt, überall Schnee, die Sicht schlecht und dennoch hat man es eilig, voranzukommen. Wir haben 22 Tipps, die Ihnen helfen, sich auf die Gefahren im Winter besser einzustellen.

9 Tipps: So kommen Sie sicher durch den Winter

Überfrierende Nässe, Schnee- und Eisglätte – mit den ersten Minusgraden beginnt für Autofahrer wieder die Zeit der schwierigen Straßenverhältnisse.

Da bei Wintereinbrüchen auch Winterreifen und Schneeketten nur bedingt helfen, haben wir einige erste Tipps zusammengestellt:

  1. Verfolgen Sie den Wetterbericht. Besonders tückisch wird es bei Temperaturen um null Grad. Dann sollten Sie mit glatten Fahrbahnen rechnen.
  2. Entfernen Sie sorgfältig den Schnee von Ihrem Auto und kratzen Sie das Eis ab. Achten Sie auf freie Sicht!
  3. Kurz nach dem Losfahren eine Bremsprobe machen, um die Beschaffenheit der Straße zu testen. (Achtung: sehen Sie vorher in den Rückspiegel und stellen Sie sicher, dass Sie keinen anderen Verkehrsteilnehmer gefährden!)
  4. Besonders großen Sicherheitsabstand einhalten. Defensiv fahren. Vor Kreuzungen noch mehr Platz lassen. Denn oft führt hier fest gefahrener Schnee zu besonderer Glätte.
  5. Schleichwege sind im Winter keine gute Alternative. Besonders ruhige Wohnstraßen werden häufig nicht gestreut und meist zuletzt oder manchmal gar nicht geräumt.
  6. Gefriert Regen plötzlich auf der Fahrbahn, sollte man eine Möglichkeit suchen, das Fahrzeug abzustellen und auf den Streudienst warten. Wer trotz vereister Straße glaubt, unbedingt weiterfahren zu müssen, sollte dies mit äußerster Vorsicht tun.
  7. Dicke Wintermäntel, flauschige Anoraks und wattierte Babyanzüge können im Auto die Wirksamkeit des Sicherheitsgurtsystems beeinträchtigen. Durch die zentimeterdicke Kleidungsschicht liegt der Gurt nicht stramm und korrekt am Körper an. Der Gurtstraffer kann seine Schutzfunktion nicht voll erfüllen. Besonders problematisch ist dies bei Kleinkindern.  Hier kann der Gurt zusätzlich an der meist glatten Oberfläche des Anzugs von der Schulter abrutschen und das Kind wird dann unkontrolliert nach vorne oder zur Seite geschleudert. Der ADAC appelliert deshalb an die Autofahrer, dicke Wintermäntel und Thermojacken vor Fahrtantritt abzulegen.
  8. Kinder im Kindersitz sollten mit einer mitgeführten Decke oder einem Anorak im Kindersitz zugedeckt werden. Dies reicht in der Regel als Wärmeschutz aus, bis die Fahrzeugheizung für angenehme Temperaturen im Auto sorgt. Auf jeden Fall müssen die Gurte immer möglichst stramm am Körper anliegen.
  9. Schneewehen sind gefährlich – auch bei klarem Himmel und guter Sicht. Ausserhalb geschlossener Ortschaften ist Vorsicht angebracht, wenn es sich um einen windreichen Tag handelt. Schon nach der nächsten Kurve kann die  Straße von einem dicken Schneebelag bedeckt sein, der Sie ins Schlingern bringt: einer Schneewehe. Schneeverwehungen entstehen dadurch, dass Wind Schneekristalle mitnimmt und wegen der Verwirblung hinter einem Hindernis oder einer Kante wieder ablagert. Zum Schutz vor Verwehungen stellen zwar viele Gemeinden vor der Winterperiode Schneefangzäune auf, aber das ist keine Garantie gegen Verwehungen auf der Fahrbahn. Seien Sie also trotz scheinbar günstiger Umstände bremsbereit, wenn im Winter Wind herrscht und Schnee liegt. Stoßen Sie dennoch auf eine Verwehung, vermeiden Sie abrupte Lenkbewegungen. Bremsen Sie soweit wie möglich vor dem Hindernis ab und fahren dann möglichst geradlinig durch.

8 Tipps zum Fahren bei Schnee

Beim Abbiegen in eine verschneite Straße ist besondere Vorsicht geboten. – (Foto: Martin Goldmann)
  1. Fahren Sie gefühlvoll an. Lassen Sie die Kupplung langsam kommen, geben Sie vorsichtig Gas und achten Sie darauf, dass die Räder nicht durchdrehen. Ansonsten kann Ihnen der Wagen schon beim Start aus der Spur brechen. Benutzen Sie zum Anfahren gleich den zweiten Gang, um ein Durchdrehen der Räder zu verhindern.
  2. Schalten Sie möglichst früh in einen höheren Gang. Fahren Sie den Wagen bei Schnee lieber untertourig. Denn auch im zweiten oder dritten Gang neigen die Räder bei einer höheren Umdrehungszahl noch zum Durchdrehen.
  3. Vermeiden Sie abruptes Bremsen oder heftige Lenkbewegungen. Fahren Sie besonders gefühlvoll und vorsichtig. Speziell in einer Kurve könnte Ihr Wagen sonst rasch ausbrechen und im Graben landen.
  4. Fahren Sie vorausschauend, insbesondere wenn Sie sich Ampeln oder Kreuzungen nähern. Diese Stellen sind wegen der Vielzahl an Bremsvorgängen oftmals besonders glatt.
  5. Lassen Sie besondere Vorsicht walten an Orten, die feucht, schattig oder ungeschützt dem kalten Wind ausgesetzt sind. Hier bildet sich im Winter bei entsprechenden Temperaturen besonders leicht Glatteis. Dazu zählen Brücken, Straßenkuppen, lichtarme Waldstücke sowie Straßen entlang von Flüssen und Bächen.
  6. Eine Faustregel besagt: Um auf schneebedeckter Fahrbahn einen vergleichbar kurzen Bremsweg wie auf trockener Strecke zu haben, darf man nur halb so schnell unterwegs sein. Auf vereister Fahrbahn muss man diese Geschwindigkeit sogar auf ein Drittel drosseln.
  7. Halten Sie einen Sicherheitsabstand zum Vordermann, der rund dreimal so groß ist wie unter normalen Witterungsbedingungen. Rechnen Sie immer damit, dass auch der Wagen vor Ihnen ganz plötzlich und unerwartet ausbrechen kann.
  8. Überholen Sie vorsichtig. Beim Spurwechsel neigt der Wagen besonders leicht zum Ausbrechen, weil zum einen den Rädern die Haftung in der Fahrspur abhanden kommt. Zum anderen bilden sich zwischen den Fahrspuren häufiger kleine Schneehaufen, die für weniger Halt sorgen.

5 Tipps zum Fahren bei Eisglätte

Das Fahren bei Eis stellt selbst für erfahrene Autofahrer immer eine große Herausforderung dar. Durch das Eis verliert das Fahrzeug an Bodenhaftung und kann dadurch sehr schnell außer Kontrolle geraten.

  1. Beim Anfahren auf eisglatten Straßen ist höchste Vorsicht geboten. Es empfiehlt sich, zum Anfahren den zweiten Gang einzulegen. Dadurch wird das Drehmoment, das auf die Antriebsräder wirkt, reduziert. Das heißt, die Kraftübertragung erfolgt viel sanfter. Dadurch wird die Haftung der Reifen erhöht.
  2. Während der Fahrt sollten Sie nur sehr vorsichtig Gas geben. Heftiges Gas geben kann nämlich zum Durchdrehen der Antriebsräder führen. Dadurch kann das Auto unkontrollierbar werden. Auf jeden Fall sollten Sie auch heftige Lenkbewegungen vermeiden.
  3. Bei Fahrten auf Eis gilt es insbesondere vorausschauend zu fahren, damit keine hektischen Aktionen notwendig werden. Dazu gehört auch, dass Sie einen größeren Sicherheitsabstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen halten.
  4. Beim Bremsen ist darauf zu achten, dass nicht zu scharf gebremst wird. Das Bremspedal ist mit äußerster Vorsicht zu betätigen. Am Besten ist es, wenn Sie den Wagen mit dem Motor bremsen, also das Gaspedal langsam zurücknehmen.
  5. Das Halten an einer Steigung sollten Sie möglichst vermeiden, weil das Anfahren dort besonders schwierig ist. Wenn gar nichts mehr geht und Sie nicht von der Stelle kommen, können Sie als Notbehelf die Fußmatten aus dem Auto direkt vor die Antriebsräder legen. Das kann das Anfahren erleichtern.
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