Daten auslagern und mitnehmen? Kein Problem, wenn Sie eine externe Festplatte kaufen. Die gibt es in vielen Variationen. Und sie sind richtig preiswert. Aktuell bekommen Sie externe Festplatten mit einem Terabyte Speicher schon ab rund 75 bis 80 Euro, etwa die Western Digital WDE1UBK10000E Elements (81 Euro bei Amazon).
(Diese und die folgenden Preisangaben: Stand Oktober 2009, in Klammern die Händler, bei denen die Preise gefunden wurden.)
Wer weniger Platz auf der Platte braucht, zahlt auch weniger. Platten mit rund 500 GByte Kapazität liegen bei unter 60 Euro, zum Beispiel die Seagate Expansion 500GB (56,80 bei Amazon).
Die Größe
Erstes Kriterium beim Kauf einer externen Platte ist die Größe. Gängig sind die Formate 3,5 Zoll und 2,5 Zoll. Die 2,5 Zoll Festplatte sind kleiner und handlicher und damit auch ideal für Unterwegs oder das schnelle Backup zum Mitnehmen. Allerdings gibt es die Kleinen üblicherweise nur bis zu einer Kapazität von bis zu 500 GByte. Eine solche Festplatte mit 500 GByte Speicher kostet etwa 70 Euro, zum Beispiel die Seagate FreeAgent Go ST903203FGD2E1-RK 320 (68 Euro bei Amazon).
Wenn es noch kleiner sein darf, greifen Sie zu Modellen mit 1,8 Zoll. Diese Hemdtaschengroßen Platten fassen 20 bis 120 GByte. Aktuell auf Amazon waren aber nur Modelle mit 20 oder 30 GByte zu finden, zum Beispiel die IC-Drive18 1.8" (43 Euro bei Amazon).
Für den portablen Betrieb jedoch reichen externe Festplatten mit 2,5 Zoll aus. Kleiner muss es nicht sein, zumal dann die Kapazität der Platten doch enorm sinkt.
USB oder Firewire
Zweites Kriterium ist die Verbindung zum Rechner. Die meisten Platten haben hierfür einen USB oder einen Firewire-Anschluss. Hat Ihr PC USB 2.0, ist das die schnellste Lösung. USB 2.0 überträgt Daten mit nominell 480 MBit pro Sekunde. Verfügt Ihr PC nicht über die schnelle Schnittstelle, sollten Sie eine USB-2-Karte nachrüsten oder auf Firewire umsteigen. Schließen Sie die Festplatte nicht über USB 1.1 an den PC. Die Datenübertragung ist in diesem Fall mit 12 MBit pro Sekunde äußerst zäh.
Firewire verschickt die Daten mit einer theoretischen Geschwindigkeit von 400 MBit pro Sekunde. Das ist fast so schnell wie bei USB 2.0. Firewire ist in der PC-Welt allerdings nicht sehr verbreitet. Er wird hauptsächlich von Apple und für Videoanwendungen verwendet. Hat Ihr PC keinen solchen Anschluss, ist dieser nachrüstbar (siehe unten).
Sowohl USB als auch Firewire übertragen über das Datenkabel auch Strom und versorgen sparsame externe Festplatten mit Energie. Es gibt einige Produkte, die diese Möglichkeit nutzen und auf ein Netzteil verzichten. Solche Platten sind vor allem dann interessant, wenn Sie die für unterwegs kaufen. Dann müssen Sie kein Extra-Netzteil mit sich herum schleppen.
Firewire 800
Relativ neu ist Firewire 800. Der Standard überträgt nominell 800 MBit pro Sekunde - umgerechnet also 100 MByte. Solche Geschwindigkeiten sind ideal, um auf große Datenmengen schnell zuzugreifen, beispielsweise bei der Videobearbeitung.
Viele der aktuellen Platten haben bereits einen Firewire-800-Anschluss. Achten Sie beim Kauf darauf.
USB 3.0
Ganz neu kommen im Herbst 2009 externe Platten mit USB-3-Anschluss auf den Markt. USB 3.0 liefert laut Spezifikation Übertragungsraten bis zu 5 GBit pro Sekunde. Inwiefern die Platten auch diese Höchstgeschwindigkeit ausnutzen, bleibt noch abzuwarten. Freecom hat mit der "Hard Drive XS 3.0" eine Platte vorgestellt, die Daten mit 130 MByte pro Sekunde auslesen kann.
Musik auf der Festplatte
Externe Festplatten müssen nicht immer nur ein tragbares Speichermedium sein. Einige haben zusätzliche Funktionen, etwa einen MP3-Player, einen integrierten Kartenleser oder einen eigenen Netzwerkanschluss.
Wer nicht ganz so viel Speicherplatz braucht und gerne nebenbei Musik hört, kann einen MP3-Player als externe Festplatte nutzen. Neben den Daten speichert das Gerät dann ihre Musiksammlung und spielt diese unterwegs auf Wunsch ab. Allerdings hängt die Nutzung von der Software auf dem Gerät ab. Der Apple iPod zum Bespiel ist nicht ohne weiteres als externer Datenspeicher zu gebrauchen.
Wer viele Multimediadateien hat und diese auf dem Fernseher betrachten will, verwendet eine externe Festplatte mit Video- und Soundausgang. Diese Platten übertragen Filme, Bilder und Musik ohne PC direkt an den Fernseher. Ein solches Modell ist die "Iomega 34388 Multimedia Screenplay 1000GB", die mit einem Terabyte Speicher rund 160 Euro kostet (Amazon).
Wer im Urlaub gerne und viel fotografiert, für den ist eine externe Festplatte mit integriertem Kartenleser praktisch. Sichern Sie die Bilder von der Speicherkarte der Kamera schnell und einfach ohne PC auf die Festplatte. Die Karte wird so frei für neue Bilder. Eine solche Festplatte, die vier Kartenformate liest, ist die Memup MediaDisk SX 320GB. Sie kostet etwa 150 Euro (Amazon).
NAS: Festplatten für das Netzwerk
Wer viel im Netzwerk arbeitet und die auf der externen Festplatte gespeicherten Daten für mehrere Computer zugänglich machen will, wählt eine Platte mit LAN-Anschluss. Zum Beispiel die "Western Digital WDH1NC10000E My Book World Edition" für rund 150 Euro (Amazon). Diese Festplatte hat einen Ethernet Anschluss und ist über das Netzwerk ansprechbar. Zusätzlich lässt sich per USB eine zweite externe Platte anschließen.
Solche Festplatten mit Netzwerkanschluss sind inzwischen als NAS - Network Attached Storage - populär.
Gehen Sie lieber per Funk ins Netzwerk? Dann ist ein NAS mit integriertem Wireless LAN interessant, etwa die das NAS Aspire Easystore 2x640GB. Kostenpunkt: rund 260 Euro (Amazon). Allerdings ist die Kombination einer großen Platte mit WLAN-Verbindung nicht unbedingt optimal. Wer die Kapazität nutzen möchte, wird auch große Datenmengen übertragen wollen - und das ist per WLAN eine recht zähe Angelegenheit.
Stapelbare externe Festplatten
Sind die Datenmengen so groß, dass eine externe Festplatte alleine nicht ausreicht, sollten Sie darauf achten, dass sich die Gehäuse der einzelnen Platten gut stapeln lassen. Denken Sie auch daran, dass die Platten im Betrieb einige Wärme entwickeltn. Stehen mehrere Platten übereinander, so muss es eine Möglichkeit geben, dass die Wärme abzieht.
Noch ein Tipp für alle, die es ruhig möchten: Achten Sie darauf, dass die Platte keinen Lüfter hat, der macht zusätzlichen Lärm.
So schließen Sie eine externe Festplatte an Ihren Computer an
Kaufberatung Gigabit-Netzwerk: Sind USB 2.0 und Firewire brauchbare Gigabit-Alternativen?
Videos bearbeiten: Was tun, wenn Video zu langsam ist
Mittlerweile gibt es externe Festplatten mit eSATA-Schnittstelle.
Damit ist die externe Platte genauso schnell bedient wie eine
SATA-Plate intern. Was so ziemlich das Otimum zur Zeit ist.
Mehr Dampf geben intern und extern SSD-Platten, leider mit
D-Zug-Zuschlag.
[Werner Müller | 09.03.2011]
Antworten
Ist korrigiert. Danke.
[Martin Goldmann | 13.12.2010]
Antworten
Noch ein Tipp für alle, die es ruhig möchen:
Rechtschreibfehler: möchen / möchten
[Jan Willhauk | 13.12.2010]
Antworten
Es gibt auch hochwertige Festplattengehäuse, die einen Lüfter haben,
wie das Antec MX-1 EC. Dieser Lüfter ist wirklich kaum zu hören. Das
MX-1 EC gibt es z.B. hier:
http://www.amazon.de/Antec-MX-1-EC-Unterstützt-Karbonfaserverstärkter/
dp/B000QJDPKM/
[Klaus | 28.01.2010]
Antworten
Ja - weil wenn eine Platte abschmiert hast Du immerhin die Daten von
der anderen Festplatte noch.
[Florian F. | 22.10.2009]
Antworten
Ist es besser sich 2 kleinere externe Festplatten zu kaufen oder eine
mit einer großen Speicherkapazität. Auf
http://www.festplatte-intern.de hab ich glaub ich gelesen, dass es für
die Sicherheit besser ist 2 kleine zu kaufen. Sind die Daten so echt
sicherer?
[mine | 10.10.2009]
Antworten
Oh, klassischer Bezugsfehler. Das "Dieser Anschluss ist in der PC-Welt
nicht weit verbreitet" bezieht sich auf Firewire und nicht auf USB
2.0. Wir werden das mal korrigieren.
[Martin Goldmann | 08.08.2007]
Antworten
"USB ist nicht verbreitet." dieser "Tipp" sollte mal überarbeitet
werden, dann kann man vielleicht was damit anfangen.
[Harry | 08.08.2007]
Antworten
