Fliegen: Probleme beim Druckausgleich vermeiden
Wer schon mal mit Schnupfen geflogen ist oder ohnehin Probleme mit dem Druckausgleich hat, kennt das Problem: Bei Start und Landung des Flugzeugs fallen die Ohren zu und es entsteht ein unangenehmes Druckgefühl. Dieses Gefühl kann sich zu einem richtigen Schmerz auswachsen.
Das Druckgefühl entsteht, weil sich der Luftdruck im Mittelohr nicht dem Umgebungsdruck anpasst. Dadurch kann es auch zu Schwindelgefühlen und Übelkeit kommen, da sich das Gleichgewichtsorgan im Mittelohr befindet. Normalerweise passt sich der Druck im Mittelohr über die Ohrtrompete, die das Ohr mit der Mundhöhle verbindet, dem Druck der Umgebung an.
Klappt dieser Ausgleich nicht von alleine, gibt es ein paar Tricks, mit denen Sie nachhelfen können. Der wohl bekannteste ist Gähnen. Beim Gähnen werden die Schleimhäute im Mund gedehnt und der Zugang zur Ohrtrompete vergrößert. Das kann beim Druckausgleich helfen.
Ähnlich funktioniert der Trick mit Kaugummi oder einem Bonbon. Kauen Sie bei Start und Ladung Kaugummi oder lutschen Sie ein Bonbon. Durch die Bewegungen der Kaumuskeln wird auch die Ohrtrompete bewegt. Das erleichtert den Druckausgleich.
Sind die Ohren zugefallen und der Druck löst sich durch Gähnen und Kauen nicht, können Sie vorsichtig diesen bei Tauchern weit verbreiteten Trick anwenden: Atmen Sie tief ein, halten Sie sich dann die Nase zu und schließen Sie den Mund. Versuchen Sie nun durch die Nase auszuatmen. Dadurch entsteht im Mund und Rachenraum ein erhöhter Druck. Das kann die Blockade in den Ohrtrompeten lösen und den Druckausgleich ermöglichen. Aber Achtung: Nicht zu viel Druck aufbauen, da das zu Übelkeit und Schwindel führen kann.
Wissen Sie schon im voraus, dass Sie Probleme mit dem Druckausgleich haben oder haben Sie gerade Schnupfen, besorgen Sie sich ein abschwellendes Nasenspray. Das sprühen Sie etwa eine halbe Stunde vor dem Start in beide Nasenlöcher. Der Wirkstoff in diesen Sprays bewirkt, dass die Nasenschleimhäute abschwellen. Dadurch werden auch die Ohrtrompeten weiter und der Druckausgleich fällt leichter. Die Wirkung solcher Sprays hält etwa drei bis vier Stunden an. Ist der Flug länger, sollten Sie vor der Landung noch einmal nachsprühen.
Bleibt der Druck auf dem Ohr nach dem Flug bestehen oder Sie haben schon bei kleinen Höhenunterschieden, etwa bei Autofahrten in den Bergen, Probleme mit dem Druckausgleich, sollten Sie einen Hals-Nasen-Ohrenarzt aufsuchen. Der kann testen, ob ein organisches Problem besteht.
Flugreisen: Mit niedriger Luftfeuchtigkeit umgehen
Flugreisen: Bester Sitzplatz für Reisekranke
Thrombose beim Fliegen: Langes Sitzen im Flugzeug begünstigt Entstehung von Thrombosen
hallo
ich finde die seite sehr sehr gut!
Respekt!
[Ronja | 21.04.2009]
hi,
ja ich habe wahnsinnige probleme mit dem druckausgleich.
autofahrten in den bergen oder kurze liftfahrten verursachen bei mir
schon schmerzen. werde demnächst mal einen arzt aufsuchen
[Alexander | 26.05.2009]
bekommt man durch das nasenspray gar KEIN druck auf den ohren?
und kennt jemand von ecuh SANOHRA fly, bekommt man da druck auf den
ohren? oder gar kein druck?
[patrick | 23.06.2009]
Bedingungen für die Kommentareingabe
Hinweis
Aktualisiert am: 2006-05-02 17:20:01

Werden Sie Tippscout-Fan: