Beim Fotografieren gibt es kein „richtig“ oder „falsch“. Aber es gibt Bilder, die einen Betrachter mehr ansprechen und Bilder, die das nicht so gut schaffen. Eine Menge Regeln helfen, bessere Fotos zu machen. Wir haben hier eine Reihe von Tipps zusammengestellt, die Ihnen helfen, besser zu fotografieren.

Die Schärfentiefe

Die Schärfentiefe bestimmt, welche Abschnitte eines Fotos scharf sind. Wählen Sie eine geringe Schärfentiefe, sind nur die Gegenstände in einer bestimmten Bildebene scharf. Alles was davor oder dahinter liegt ist unscharf und verschwimmt umso stärker, je weiter es von der scharfen Ebene entfernt ist.

Eine geringe Schärfentiefe eignet sich zum Beispiel für Detailaufnahmen. Fotografieren Sie eine farbenprächtige Blüte, wirkt das Bild besser, wenn die Wiese dahinter zu einer grünen Fläche verschwimmt. Störende Bildelemente im Hintergrund vermeiden Sie so elegant.

Fotografieren Sie bei einer großen Sportveranstaltung, haben Sie immer Zuschauer im Hintergrund. Sind die Zuschauer gestochen scharf, stören die unruhigen Farben und Formen den Bildaufbau. Geschickter ist es in diesem Fall, die Schärfentiefe relativ gering zu wählen. Der Sportler im Vordergrund ist dann scharf und die Zuschauer dahinter verschwimmen zu einem bunten Teppich.

Eine große Tiefenschärfe ist zum Beispiel bei Landschaftsaufnahmen sinnvoll. Hier soll der erste Hügel genauso scharf sein, wie der letzte im Hintergrund. Fotografieren Sie ein gestaffeltes Objekt, wie eine Reihe von Liegestühlen oder Personen, sollten Sie ebenfalls eine große Schärfentiefe wählen. Eine hohe Tiefenschärfe erreichen Sie mit einer kleinen Blende, eine geringe Tiefenschärfe mit einer großen Blende.

Ist Ihnen das zu kompliziert bieten Ihnen der Makro- und der Portraitmodus Ihrer Kamera meist automatisch eine geringe Schärfentiefe. Wollen Sie eine große Schärfentiefe, wählen Sie den Landschafts-Modus.

Tipp: Falls Sie mit einer geringen Schärfentiefe arbeiten, achten Sie darauf, mit dem Autofokus das richtige Objekt im Bild anzupeilen. Meist richtet sich der Autofokus nach der Bildmitte. Was an dieser Stelle liegt, ist scharf.

Wollen Sie das scharfe Objekt nicht in der Mitte platzieren, hilft ein kleiner Trick. Halten Sie die Kamera so, dass das Hauptmotiv in der Bildmitte ist. Jetzt drücken Sie den Auslöser halb herunter. So legen Sie die Einstellungen der Kamera fest.

Halten Sie den Auslöser halb gedrückt und arrangieren Sie Ihr Bild. Drücken Sie danach den Auslöser ganz hinunter. So wird der zuvor angepeilte Gegenstand scharf, obwohl er nicht mehr in der Bildmitte liegt.

Weniger Schärfentiefe für Portraits

Für manche Aufnahmen mit der Digitalkamera ist eine geringe Schärfentiefe vorteilhaft. Beispielsweise bei Portraits oder bei allen anderen Aufnahmen, in denen die volle Konzentration auf dem Objekt liegen soll.

Mit kompakten Digitalkameras ist es gar nicht so einfach, eine geringe Schärfentiefe zu bekommen.

Um es dennoch zu schaffen, stellen Sie die größtmögliche Blende ein. Das bedeutet, dass Sie die Blende mit der niedrigsten Zahlenangabe wählen, etwa 3,5 oder 2,8.

Außerdem fahren Sie das Zoom möglichst weit aus, so dass Sie die größtmögliche optische Zoomstufe erreichen. Denn je weiter die Brennweite ist, desto geringer wird die Schärfentiefe Da müssen Sie zwar etwas weiter weg vom Objekt, aber so haben Sie die geringste Schärfentiefe. Nun nur noch scharf stellen und abdrücken.

Portraitmodus funktioniert nicht nur beim Portrait

Viele Digitalkameras haben einen so genannten Portrait-Modus. Der eignet sich gut für Aufnahmen von Gesichtern und Personen. Die Kamera dreht dabei die Blende möglichst weit auf, um eine geringe Schärfentiefe zu erzielen. Das Resultat: Das Portrait ist scharf, der Hintergrund verschwimmt.

Das beste an diesem Modus: Er ist vielseitig einsetzbar. Beispielsweise bei der Aufnahme einer Blüte oder eines Zweigs. Sie schalten den Portrait-Modus ein, stellen auf das Objekt scharf und drücken ab. Das Objekt bleibt scharf, der Hintergrund verschwimmt.

Mit Blickfang arbeiten

Eine Landschaftsaufnahme oder ein Stillleben sind erst dann interessant, wenn mindestens ein Blickfang im Bild ist. Dieses Element muss sich in Farbe oder Struktur deutlich vom Rest des Bildes abheben.

Bei einer Landschaftsaufnahme eignet sich zum Beispiel ein weit entferntes Haus. Schafe oder eine Person mit bunter Jacke ziehen das Auge des Betrachters aber genauso gut auf sich.

Witzige Effekte entstehen, wenn Sie statt nur einem solchen Blickfang, zwei oder drei in Ihr Bild integrieren. Zwischen diesen Punkten entsteht eine Blickachse die das Bild strukturiert. So entsteht eine reizvolle Spannung im Bild. Besonders gut eignen sich diagonale Blickachsen oder bei drei Blickfängen eine pyramidenförmige Anordnung.

Ein unabsichtlich ins Bild geratener Blickfang, kann allerdings auch genau den umgekehrten Effekt haben. Er lenkt das Auge des Betrachters ab und zerstört so die gewollte Stimmung.

Steht zum Beispiel in einer nebligen Landschaft bei Sonnenaufgang plötzlich ein knallrotes Auto, wirkt das Bild nur noch halb so romantisch. Wollen Sie diesen Effekt vermeiden, achten Sie besonders auf Objekte in Signalfarben, wie Rot, Orange und Gelb.

Schiefe Linien vermeiden

In der Natur stören uns schiefe Linien kaum. Auf einem Foto zerstören sie aber das ganze Bild. Das gilt ganz besonders dann, wenn etwas plötzlich schief ist, von dem man erwartet, dass es gerade ist, zum Beispiel ein Haus.

Ist ein Haus auf dem Foto auch nur minimal schief, wirkt es schnell so, als ob es gleich umfällt. Daher sollten Sie beim Fotografieren unbedingt darauf achten, die Kamera gerade zu halten.

Eine weitere Falle sind so genannte stürzende Linien. Gemeint ist damit der Effekt, dass die Linien eines Gebäudes nach obenhin zusammenlaufen. Das Gebäude wirkt dann so, als ob es nach hinten überfallen würde.

Diesen Effekt vermeiden Sie, in dem Sie das Bauwerk von einem erhöhten Standpunkt aus aufnehmen. Geht das nicht, ist es besser das Objekt nicht von vorne, sondern von einer Ecke aus zu fotografieren. Aus dieser Perspektive fallen die stürzenden Linien nicht so auf.

Für Profis gibt es spezielle Shift-Objektive, die diesen Effekt ausgleichen.

Ein weiterer unangenehmer Effekt, der auf Fotos auftaucht ist der Fischaugen-Effekt. Dabei erscheinen eigentlich gerade Kanten nach außen gewölbt. Dieses Phänomen entsteht, wenn Sie das Bild mit einer Brennweite unter 50 mm aufnehmen. Man spricht dann von einer Weitwinkelaufnahme, die das Bild verzerrt. Dagegen hilft nur eine größere Brennweite.

Probieren Sie es einmal, im Gegenlicht zu fotografieren

Gegenlicht verhilft Ihnen zu ganz anderen, besonders schönen Fotos, wenn Sie es bewusst einsetzen. Probieren Sie es mal aus. Pflanzen zum Beispiel wirken ganz anders im Gegenlicht.

Am besten lässt sich das Gegenlicht für das Fotografieren von Pflanzen nutzen. Denn im Gegenlicht sehen Sie nicht nur das satte Grün von Blättern oder das zarte Weiß der Apfelblüte.

Sie sehen noch mehr, nämlich die Struktur der Blätter und die feine Maserung der Blüten.

Natürlich ist es nicht zwingend notwendig, das Objekt direkt zwischen Sonne und Linse zu platzieren. Oft reicht es auch schon wenn das Licht schräg von vorne kommt. Es schafft dann auf Pflanzen und anderen Motiven eine schöne Lichtkante, die Ihrem Bild Tiefe und Plastizität gibt.

Probieren Sie es einfach mal aus. Allerdings werden Sie in der Regel die automatische Belichtung ausschalten müssen und das Motiv manuell belichten. Mit etwas Übung klappt das aber. Auch hier sind Pflanzen zum Ausprobieren prima - die halten nämlich längere Zeit still.


Apfelblüten im Gegenlicht mit kompakter Kamera aufgenommen


Pflanzen im Herbst, aufgenommen mit dem iPhone 4


Seitliches Licht auf eine Pflanze, aufgenommen mit der Canon 7D

Lassen Sie die Füße dran

Bilder von Freunden und Verwandten sind wertvolle Erinnerungen. Doch warum sind bei allen Personen- und Gruppenaufnahmen die Füße abgeschnitten?

Das Problem liegt darin: Viele zielen mit der Kamera auf das Gesicht des Menschen, den Sie ablichten wollen. Das Resultat: Das Gesicht liegt in der Bildmitte. Darüber befindet sich eine Menge unnützer Himmel oder irgend ein anderer Hintergrund.

Besser ist: Achten Sie darauf, dass Sie den gesamten Menschen aufnehmen. Stellen Sie das Bild deshalb erst auf das Gesicht scharf, und verschieben dann den Kameraausschnitt so, dass die Person oder Personen komplett im Sucher sind. Erst dann drücken Sie ab.

Die Ausnahme sind natürlich Portraits -- aber auf der nächsten Familienfeier bekommen Sie auf jeden Fall bessere Bilder, wenn Sie die Füße dran lassen.

So sehen Portrait-Bilder besser aus

Portraits gelingen meist nicht auf Anhieb. Denn damit ein Portrait wirklich ausdrucksstark ist und dem Modell schmeichelt, ist eine ganze Reihe von Faktoren zu beachten.

Lichten Sie Ihr Modell zum Beispiel nie direkt von vorne ab. Denn aus diesem Blickwinkel wirkt die Nase sehr groß und das Gesicht teigig.

Besser ist es, Personen leicht schräg von der Seite aufzunehmen. Dann wirkt das Gesicht strukturierter und ausdrucksstärker. Natürlich kann man es auch einmal im Profil versuchen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Licht. Das sieht man auch beim Beispielbild. Hier steht die Sonne so, dass das linke Ohr des Hundes einen deutlichen Schatten wirft. Fotografieren Sie nicht in der vollen Mittagssonne. Da ist das Licht zu hart und Sie bekommen viel zu starke Schatten.

Nutzen Sie die Abendsonne

Besser geeignet ist Abendlicht. Durch die goldene Lichtfarbe wirkt die Haut leicht gebräunt und rosig. Geht das nicht, ist Glühlampenlicht ganz gut um natürliche Hautfarben zu erreichen.

Vermeiden Sie es die Person direkt von oben auszuleuchten. Das führt zu unschönen Schatten unter Nase und Augen. Besser ist eine indirekte Ausleuchtung. Lebendiger wirkt ein Bild, wenn Sie es mit einem indirekten Blitz zusätzlich aufhellen.

Positionieren Sie sich mit der Kamera auf Augenhöhe des Modells, um Verzerrungen zu vermeiden. Für Portraits empfehlen wir Objektive mit Normalbrennweite oder ein ganz leichtes Teleobjektiv. Falls Sie ein Weitwinkel-Objektiv verwenden, sollten Sie ausreichend weit vom Motiv weg - wenn Sie zu nah heran gehen, verwandelt sich jeder Kopf in einen unschönen Balllon.

Außerdem sollten Sie mit einer geringen Tiefenschärfe arbeiten und auf die Augen Ihres Modells scharf stellen. So verschwimmt der Hintergrund und das Modell wirkt besser. Achten Sie auf die Farbe des Hintergrunds. Haare und Gesicht sollten sich deutlich davon abheben.

So bekommen Sie tolle Detail-Fotos mit Makro-Effekt

Es hat seinen Reiz, Objekten mit dem Makromodus des Objektivs ganz nahe zu sein. Dabei müssen Sie aber zwei Punkten besondere Beachtung schenken.

Geringe Schärfentiefe

Zum einen ist die Schärfentiefe dabei sehr gering. Das bedeutet einerseits, dass Sie das Objekt sehr genau scharf stellen müssen und andererseits eine besonders kleine Blende (also hohe Blendenzahl) wählen müssen, um den Schärfebereich zu erhöhen.

Weil durch die kleine Blende die Belichtungszeit länger wird, ist es generell anzuraten, ein Stativ für Nahaufnahmen zu nutzen.

Der zweite wichtige Aspekt ist, dass Sie bei Makroaufnahmen mit dem Objektiv dem aufgenommenen Objekt besonders nahe kommen. Darum besteht die Gefahr, dass Sie mit dem Objektiv Schatten werfen. Achten Sie darauf, sich oder die Lichtquelle so zu positionieren, dass das Bild dadurch nicht gestört wird.

Makro-Fotografie: Zwischenringe sind preiswerter als ein Makro-Objektiv

Wer sich in die Makro-Fotografie einarbeiten möchte, muss nicht gleich ein teures Makroobjektiv kaufen. Die haben zwar eine tolle Qualität, reißen aber ein ordentliches Loch ins Budget.

Ein preiswerter Einstieg in die Makro-Fotografie sind Zwischenringe, die es für 50 bis 70 Euro im Fachhandel oder im Web zu kaufen gibt.

Diese Ringe kaufen Sie passend zu Ihrem Objektiv-Typ und können sie dann zwischen Objektiv und Gehäuse schrauben. Das hier im Tipp vorgestellte Set besteht aus drei unterschiedlich dicken Zwischenringen, die sich einzeln oder in Kombination nutzen lassen.

Nachteil der Ringe: Das Objektiv und die Elektronik sind nicht darauf abgestimmt. Sie werden also höchst wahrscheinlich von Hand scharf stellen müssen - und auf Blenden- oder Zeitautomatik können Sie sich auch nicht verlassen.

Bei unseren Versuchen war auch das Scharfstellen schwierig. Es ließ sich über die Entfernung von Kamera zu Objekt besser justieren als mit dem Fokus-Ring des Objektivs.

Dennoch, mit etwas Übung gelingen auch mit den preiswerten Zwischenringen gute Makroaufnahmen.

Und wenn Sie dann wirklich ernsthaft in die Makro-Fotografie einsteigen wollen, können Sie sich ja immer noch ein Makro-Objektiv besorgen.

Richtige Perspektive wählen

Bei Motivsuche und Ausschnittswahl fotografieren die meisten Menschen aus dem Stand und aus Augenhöhe. Doch das ist nicht immer die passende Perspektive für ein Foto. Interessantere Bilder entstehen oft durch Perspektivwechsel, zum Beispiel aus der Hocke.

Ob ein Bild gelingt, hängt stark von der Perspektive ab. Fotografieren Sie ein Motiv von oben herab, wirkt es auf dem Bild klein und gestaucht. Umgekehrt wirken Objekte aus der Froschperspektive aufgenommen und deutlich größer. Also können Sie mit diesem Mittel viel an der Bildaussage ändern.

Wollen Sie zum Beispiel die Macht eines Protagonisten verdeutlichen oder zeigen wie groß er ist, fotografieren Sie ihn leicht von unten, also untersichtig.

Wollen Sie jemanden klein machen, dann fotografieren Sie ihn von oben, also aufsichtig.

Beide Methoden haben ihre Einsatzgebiete und ihre Berechtigung. Es kommt darauf an, was Sie ausdrücken möchten.

Hier zwei Beispiele aus der Tierfotografie:

Aufsichtig

Leicht untersichtig

Beide Male derselbe Hund. Aber klar unterschiedliche Aussagen. Natürlich haben bei beiden Bildern auch die Bildausschnitte ihre Wirkung. Beim untersichtigen Portrait bin ich wesentlich näher am Motiv, ein leichtes Weitwinkel lässt den Kopf noch etwas größer wirken.

Auf Augenhöhe fotografieren

Wollen Sie ein Motiv in seiner natürlichen Wirkung abbilden, sollten Sie sich mit ihm auf Augenhöhe begeben. Bei Kindern und kleinen Tieren heißt das oft: auf dem Boden herumrutschen. Für die Giraffe ist eher eine Leiter nötig.

Speziell Fotos von Kleinkindern und Tieren kranken oft daran, dass sie im Stehen aufgenommen wurden. Der Erwachsene steht also und hält mit der Kamera nach unten auf das Motiv. Und das machtd das Motiv unnötig klein.

Fotos auf denen ganze Personen zu sehen sind, wirken am natürlichsten, wenn Sie die Kamera etwa auf Brusthöhe der fotografierten Person halten.

Durch die Beine fotografieren

Will man ein Motiv auf Bodenhöhe aufnehmen, verlässt die meisten Hobbyfotografen der Eifer: Wer wirft sich schon platt auf die Erde für ein gutes Motiv und die ideale Perspektive? 

Viel einfacher und weniger anstrengend ist es, sich rückwärts zum Motiv zu stellen und durch die gegrätschten Beine hindurch quasi "auf dem Kopf" zu fotografieren. Ausprobieren - es lohnt sich! (Vorsicht bei Hundeaufnahmen und bei Problemen mit dem Kreuz.)

Diesen Tipp sandte uns unsere Leserin Birgit Pohl

Feuerwerk fotografieren

Seit es sie gibt, faszinieren Feuerwerke den Menschen. Wäre es nicht schön, die explodierenden Lichterblumen auf einem Foto festzuhalten? Die meisten Versuche scheitern aber kläglich. Dabei ist es gar nicht so schwer, man muß nur wissen wie.

So wird es gemacht: Sie brauchen eine Kamera, bei der Sie die Belichtungszeit und Blende selbst regulieren können. In der Regel wird das eine Spiegelreflex-Kamera sein. Für die Aufnahmen verwenden Sie einen mittelempfindlichen Film, etwa ISO 100. Außerdem ist ein Stativ unbedingt notwendig.

Der Trick beim Fotografieren eines Feuerwerks besteht nun darin, die Belichtungszeit auf Langzeitbelichtung - meist mit "B" gekennzeichnet - zu stellen. Hierbei bleibt der Verschluß offen, solange sie den Auslöseknopf gedrückt halten. Die Blende stellen Sie auf 5,6 oder 8. Wenn Sie diesbezüglich keine Erfahrungswerte haben, machen Sie am besten eine Serie mit jeder Einstellung und wählen dann die besten Bilder aus.

Sobald eine Rakete in den Himmel schießt, drücken Sie den Auslöser und halten ihn solange, bis die Rakete verglüht. Dann erst lassen Sie den Auslöser los. Die Aufnahme wird noch effektvoller, wenn Sie mehrere Raketen abwarten. Um eine Überbelichtung zu vermeiden, empfiehlt es sich zwischen den Raketenschüssen das Objektiv - etwa mit dem Objektivdeckel - abzudecken.

Landschaftsaufnahmen

Bei Landschaftsaufnahmen ist vor allem eines wichtig: Die Kamera gerade halten.

Das klingt trivial ist aber gar nicht so einfach, wenn man am Hang steht. Denn in diesem Fall spielt einem der eigene Kopf einen Streich. Das Gehirn vergleicht die Daten von den Augen mit denen vom Gleichgewichtssinn und rückt das Bild dann gerade.

Stehen Sie daheim auf dem geraden Boden, wirkt das Foto dann schief. Also den Horizont immer mit den Kanten des Suchers vergleichen.

Platzieren Sie den Horizont nicht in der Bildmitte. Deutlich besser wirken Landschaftsaufnahmen, wenn Sie sich an die 1/3-Regel halten.

Gerade bei Landschaftsfotos sollten Sie mit Blickfängen arbeiten und diese richtig platzieren. Dafür bieten sich zum Beispiel Blumen im Vordergrund, weidende Tiere oder etwas weiter entfernte Gebäude an.

Erzeugen Sie Stimmungen: Fotografieren Sie Landschaften am besten morgens oder abends.

Soll eine Landschaft romantisch verträumt wirken, lichten Sie diese in den frühen Morgenstunden ab. Durch das weiche Licht und den eventuell noch vorhandenen Nebel entsteht eine verzauberte Stimmung. Sie verstärken diese Stimmung, indem Sie die Tiefenschärfe soweit reduzieren, dass die Landschaft zum Horizont hin verschwimmt.

Für dokumentarische Landschaftsfotos eignen sich die Abendstunden. Dann wirken die Farben der Landschaft natürlich. An wolkigen Tagen zaubern die Schatten der Wolken interessante Muster in die Landschaft. In diesem Fall sollten Sie eine große Tiefenschärfe wählen, damit auch weiter entfernte Punkte noch scharf sind.

Bewegung ins Spiel bringen

Bilder von bewegten Gegenständen sind knifflig, da man ja kein verwischtes, unscharfes Bild möchte. Damit solche Bilder gelingen, gibt es zwei Tricks. Entweder das Bild einfrieren oder mitziehen.

Wollen Sie Ihr Motiv in der Bewegung einfrieren, arbeiten Sie mit einer sehr kurzen Belichtungszeit von etwa 1/1000 Sekunde.

Damit das Bild scharf wird, suchen Sie sich eine Stelle, an der Ihr Motiv vorbei kommt und stellen auf diesen Punkt scharf. Halten Sie den Auslöser halb gedrückt und drücken Sie den Auslöser ganz hinunter, sobald Ihr Motiv ins Bild kommt. So verkürzen Sie die Auslösezeit beträchtlich, da Sie den Autofokus so überlisten.

Mit dieser Technik frieren Sie Ihr Motiv in der Bewegung ein. Das geht allerdings nur, wenn das Motiv sehr gut ausgeleuchtet ist. Die geringe Belichtungszeit führt leicht zu, zu dunklen Bildern.

In diesem Bildbeispiel ist die Bewegung gut eingefroren. Allerdings stören der zu detaillierte Hintergrund und der zu kleine Bildausschnitt.

Bei der zweiten Methode versuchen Sie das Objekt scharf vor einem verwischten Hintergrund darzustellen. Dazu arbeiten Sie mit einer etwas längeren Belichtungszeit und ziehen die Kamera mit dem Objekt mit.

Das erfordert einige Übung. Die Ergebnisse sind dafür aber oft spektakulär. Das Motiv ist scharf und scheint eine Spur hinter sich herzuziehen. So kommt die Geschwindigkeit gut zum Ausdruck. Allerdings eignet sich diese Methode eher für in sich unbewegliche Motive, wie Autos und Motorräder.

Fotografieren Sie zum Beispiel ein Rennpferd, indem Sie die Kamera mitziehen, entsteht folgender Effekt: Die Beine, die sich ja bewegen verwischen und der Pferdekörper scheint in der Luft zu schweben.

Farben gekonnt einsetzen

Farben tragen viel zum Ausdruck eines Bildes bei. Ein Bild mit kräftigen, satten Farben wirkt fröhlich, eines mit Pastellfarben romantisch. Besteht ein Bild hauptsächlich aus Grau- und Brauntönen wirkt es trist und traurig.

Diese Farbeffekte helfen Ihnen dabei, Stimmungen zu erzeugen. Welche Farben auf Ihrem Bild auftauchen hängt vom Licht ab, und damit meist von der Tageszeit.

Pastellfarben entstehen in einer Landschaft am ehesten am frühen Morgen und bei Nebel. Wollen Sie romantische, verträumte Bilder, müssen Sie also früh aufstehen. Ein anderer Trick, um pastellige Farben zu erreichen ist eine leichte Überbelichtung. Setzten Sie die Belichtungskorrektur um ein oder zwei Drittel nach oben und betrachten Sie das Ergebnis.

Umgekehrt funktioniert das mit satten, eher rötlichen Farben. Verstellen Sie einfach die Belichtungskorrektur um ein oder zwei Schritte nach unten und schon wirken die Farben satter.

Ohne solche Tricks bekommen Sie warme, satte Farben am ehesten gegen Abend. In der Stunde vor Sonnenuntergang beginnen die Farben zu leuchten und sind kräftiger.

Soll das Bild hart wirken, nehmen Sie es bei voller Sonne zur Mittagszeit auf. Durch die starke Sonneneinstrahlung wirken die Farben und Kontraste sehr hartt.

Mit Farbkontrasten erzielen Sie häufig gute Effekte. Ein Farbklecks in einer sonst fast farblosen Umgebung bildet einen guten Blickfang. Das Bild bekommt so eine ganz eigene Aussage. Sitzt zum Beispiel eine Person in einer roten Jacke allein auf einer sonst grauen Tribüne, verstärkt das den Eindruck von Einsamkeit.

Kontraste nutzen

Viele Bilder leben von Kontrasten. Denn erst durch Gegensätze entwickelt das Bild eine Spannung.

Der rote Käfer wirkt auf einer gelben Blume spannender als auf einer roten. Der Farbkontrast lenkt das Auge des Betrachters automatisch an die richtige Stelle.

Die Kontraste müssen sich aber nicht immer in den Farben äußern, sondern können sich auch auf die Aussage beziehen.

Berühmt ist zum Beispiel das Foto, auf dem die winzige Hand eines Babys in der großen Hand eines Mannes liegt. Obwohl das Bild nur die Hände zeigt, erhält es durch den Kontrast Spannung und eine Aussage.

Wenn Sie sich etwas umschauen, finden Sie viele solcher Kontrast-Pärchen, die einem Bild eine neue Aussage verleihen.



Kommentare 0 bis 5 von 9 Kommentaren   >>

Wollen Sie deutlich machen,dass Sie der 'Herrscher'sind?
Dann können Sie ihr Bild von unten schießen.
Das sieht aus,als hätte man mehr Macht und das ist gut ;)
[Laura K. | 24.09.2011] Antworten

@Sascha:
Indem Du den AF abschaltest und von hand einstellst.
[Paul | 25.06.2011] Antworten

naja es sollte eine sache drauf sein damit man selber aus der datei seine fotos entnehmen kann und die auf dieser seite gestalten kann z.b. drunter schreiben glitzereffekte verwenden.
[Marisa | 15.12.2006] Antworten

Guten Tag,
Können Sie mir eine digitale preisgünstigere Portraitskamera empfehlen (einsteigermodell)?
MfG
Schwieder
[Schwieder | 09.06.2005] Antworten

Die EOS-300D macht eben nur bilder mit AF wenn die Schärfe sichergestellt ist. Ein AF kann eben nur scharf stellen wenn genügend Kontrast/Helligkeit vorhanden ist. Meine EOS300D stellt mir ne komplett weiße wand auch nicht scharf. Auch das menschliche Auge braucht Kontrast und Helligkeit. Nur fällt das da nicht so auf weil unser Gehirn das Bild logisch bearbeitet. So nehmen wir Helligkeitsunterschiede nicht so war wie es eine Kamera tut.
Bei der EOS300D empfehle ich den AF auszuschalten und manuell zu Fokusieren. Bei Feuerwerken ist da meist unendlich geeignet.
MFG
bigthoom
[Thomas Seeler | 23.10.2004] Antworten

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Aktualisiert am: 09.04.2015
Bildnachweis: Martin Goldmann, Markus Schraudolph

 
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