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Hautirritationen durch Kontakt mit Pflanzen

Fast jeder hat schon einmal schmerzhaft erfahren, wie sich die Brennessel wehrt, wenn man ihr zu nahe kommt. Die juckenden Bläschen, welche sich binnen kürzester Zeit auf der Haut zeigen, zählen zu der vielgestaltigen Form von Hautirritationen hervorgerufen durch verschiedenste Stoffe von Pflanzen.

Für Zimmergärtner kann es bei folgenden Topfpflanzen zu unliebsamen Überraschungen kommen:

Agave, Alocasie, Alpenveilchen, Aralienarten, Aronstabgewächsen, Becherprimel, Dieffenbachie, Efeu, Efeutute, Hyazinthe, Katzenschwanz, Kroton, Opuntie, Narzisse, Philodendron, Weihnachtsstern, Zimmerkalla und Zimmerlinde.

Ein einmaliges Umtopfen oder Zurückschneiden dieser grünen Lieblinge sollte im allgemeinen noch ohne größere Pusteln und Bläschen möglich sein, empfindliche Personen, werden jedoch oft schon durch das von den Blättern der Dieffenbachie herabtropfende Sekret empfindlich gereizt.

Wer gern das Angebot „Blumen zum Selbstpflücken“ nutzt, dem sei gerade in der Frühlingszeit der Gebrauch von Handschuhen empfohlen. Unter Gärtnern und Floristen ist es bekannt, daß Tulpen, Narzissen und Hyazinthen die sogenannten „Tulpenfinger“ zur Folge haben. Aufgerissene und entzündete Finger und Fingerspitzen, oftmals bilden sich auf der Haut noch rote, juckende, brennende Ekzeme.

Empfindliche Freilandhobbygärtner sollten auch bei folgenden Pflanzen lieber Handschuhe benutzen, um sich so den Gang zum Arzt zu sparen:

Christrose, Clematis, Efeu, Eisenhut, Fingerhut, Fußblatt, Gingko, Hopfen, Hortensie, Iris, Knoblauch, Kohl, Küchenzwiebel, Kuhschelle, Lavendel, Leberblümchen, Zierwurz, Radieschen, Rhabarber, Schneebeere, Seidelbast, Senf, Spargel, Speisezwiebel, Staticie, Waldrebe und Weinraute.

Ein Heckenschnitt von Liguster- , Thuja-, Schneebeere-, oder Geißblattgewächsen ohne langärmelige Oberbekleidung und Handschuhe ist jedoch auch bei weniger empfindlichen Zeitgenossen höchst leichtsinnig.

Typisch für im Haushalt tätige Personen sind rissige Finger durch längeren Kontakt mit Spargel, Speisezwiebeln, Paprika und Knoblauch.

In der freien Natur befinden sich natürlich noch viele weitere Pflanzen, die allein schon durch die Berührung beim Stromern über die Wiese Reizungen, wie die der Brennessel hinterlassen.

Wenn Sie also plötzlich auf Hautirritationen aufmerksam werden, denken Sie ruhig mal über Ihre letzten Streifzüge durch Wald und Flur oder gärtnerischen Aktivitäten nach.

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Veröffentlicht am: 01.11.2005
Aktualisiert am: 2005-11-01 13:48:01

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