So genießen Sie und Ihr Hund den Schnee

Die meisten Hunde mögen Schnee und freuen sich, wenn sie auf einer zugeschneiten Wiese ausgiebig herumtollen können. Die meisten Hunde kommen problemlos mit Schnee zurecht. Als Hundebesitzer können Sie den Schnee mit Ihrem Hund ausgiebig genießen – allerdings sollten Sie ab und zu nachsehen, ob bei Ihrem Hund alles in Ordnung ist.

Hund mit Schneekluempchen an der Schnauze - (Foto: Martin Goldmann)
Hund mit Schneekluempchen an der Schnauze – (Foto: Martin Goldmann)

Darauf sollten Sie achten, wenn Sie mit Ihrem Hund im Schnee Gassi gehen

Salz meiden

Im Winter werden viele Straßen mit Hilfe von Salz eisfrei gehalten. Das ist an sich ja ganz gut, aber für viele Hunde ein Problem. Das sich das Salz an den Pfoten festsetzt, kann es hier zu Reizungen und Entzündungen kommen.

Daher sollten Sie vor allem im Winter nach jedem Spaziergang die Pfoten kontrollieren und abtrocknen. Sind Sie über eine mit Salz gestreute Straße gegangen, kann es sinnvoll sein die Pfoten kurz mit klarem Wasser abzuwaschen. Dazu reicht zum Beispiel ein Eimer mit etwas Wasser hinter der Haustür.

Auch im Winter gehen Hunde gern spazieren
Auch im Winter gehen Hunde gern spazieren

Ist der Hund sehr empfindlich sollten Sie das Fell zwischen den Pfotenballen vorsichtig stutzen, da sich hier das Salz und anderer Schmutz sammeln können. Sie sollten die Pfoten nach jedem Spaziergang reinigen.

Auf rissige Haut achten

Ist die Haut unten an den Pfoten rissig, können Sie ein klein wenig Melkfett oder Vaseline auftragen – aber wirklich nur wenig, denn Ihr Hund wird vermutlich anfangen, seine Pfote abzuschlecken.

Am besten tragen Sie das Fett auf, bevor Sie Ihre Gassi-Runde antreten. Dann schützt das Fett die Pfote beim Laufen ein wenig. Nach der Runde können Sie nochmals wenig Fett auftragen, um die Pfote zu pflegen.

Zwei Hunde spielen im Schnee - (Foto: Martin Goldmann)
Zwei Hunde spielen im Schnee – (Foto: Martin Goldmann)

Haare zwischen den Zehen beachten

Hunde haben zwischen den Zehen Haare. Wenn die zu weit unter der Pfote heraus ragen, können sich an den Haaren kleine Eisklumpen festsetzen und den Hund beim Laufen behindern.

Falls das passiert, sollten Sie die Haare zwischen den Hundezehen ein wenig kürzen. Achtug: Nicht komplett herausschneiden, denn die Haare helfen auch die Pfoten gegen Kälte zu isolieren.

Mantel für den Hund?

Wenn Ihr Hund erkennbar draußen friert, dürfen Sie ihm ein Mäntelchen umhängen. Ebenso empfehlen wir eine Hundedecke für ältere Hunde, die unter Rückenschmerzen oder anderen Beschwerden leiden, die in der Kälte schlimmer werden. Aktive, gesunde Hunde kommen aber meist auch ohne den Mantel aus – sie bewegen sich ja genug.

Behalten Sie die Tiere aber im Auge: wenn sie stark zittern, sollten Sie nach Hause gehen und sich für das nächste Mal überlegen, ob Sie eine Hundedecke mitnehmen.

Der Hund hinkt im Schnee?

Wenn Ihr Hund nach einer Weile im Schnee hinkt, hat sich vermutlich Schnee zwischen seinen Zehen festgesetzt. Halten Sie den Hund an und entfernen Sie mit der Hand vorsichtig den Schnee aus den Pfoten. Danach sollte der Hund wieder normal laufen.

Eis im Fell

Hunde mit langem Fell werden im tiefen Schnee Eisklumpen im Fell sammeln. Die Klumpen können relativ schnell groß werden und sind dem Hund dann lästig.

Wenn Sie nach Hause kommen, sollten Sie darauf achten, dass der Hund die Eisklumpen nicht selbst entfernt, ansonsten kann er Magenprobleme bekommen, weil er eine Menge Eiswasser schluckt.

Falls Ihr Hund zu viel Eis im Fell sammelt, können Sie es mit Schweifspray probieren. Das eigentlich für Pferde gedachte Produkt kann die Bildung von Eisklumpen im Hundefell verringern.

Eventuell den Spaziergang kürzen

Schnee ist nicht gleich Schnee – falls das Wetter zu lausig wird, kürzen Sie die Gassi-Runde ab und lasten Sie den Hund lieber mit ein paar Spielen zu Hause aus.

Der Leckerli-Schneemann

Mit dem Hund muss man im Winter jeden Tag an die Luft. Auch bei Schnee. Was also liegt näher, als das beste aus dem Schnee zu machen.

Wie wäre es, wenn Sie dem Hund im Schnee eine besondere Herausforderung bieten. Bauen Sie einen Schneemann.

Schon beim Bauen wird der Hund bei Ihnen sein und neugierig beschnüffeln, was Sie da eigentlich tun. Dann kommt aber der eigentliche Spaß für den Hund.

Für Augen, Nase und Mund des Schneemanns verwenden Sie Leckerli.

Hund im Schnee an einem Schneemann mit Leckerli - (Foto: Martin Goldmann)
Hund im Schnee an einem Schneemann mit Leckerli – (Foto: Martin Goldmann)

Halten Sie den Hund zunächst noch davon ab, die Leckerli zu nehmen, während Sie noch an Ihrem Meisterwerk arbeiten. Erst wenn Sie den Schneemann freigeben, darf der Hund ran.

Falls der Hund die relativ hoch gelegenen Leckerli nicht sofort sieht, helfen Sie ihm noch mit einer Knopfreihe auf die Sprünge: stecken Sie auf Kopfhöhe des Hundes ein paar Leckerli in den Schneemann und deuten Sie darauf. Loben Sie den Hund, wenn er die Leckerli findet und frisst und ermuntern Sie ihn, weiterzusuchen.

Viel Spaß mit dem Hund im Schnee.

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