So düngen Sie Ihre Orchideen richtig

, Stand: 15.08.2012  Tipp druckenDrucken

Orchideen kommen von Natur aus mit wenig Nährstoffen aus. Die Urwaldpflanzen wachsen ursprünglich auf Bäumen, wo sie zwar mehr Licht, aber weniger Nährstoffe als am Boden bekommen. All ihre Nährstoffe bezieht die Urwaldpflanze aus dem Regenwasser.

Daher sind Orchideen sehr empfindlich gegen hohe Düngegaben. Die Wurzeln sterben schnell ab, wenn sie zu viel Salze zugeführt bekommen. Um dies zu vermeiden, gibt es eine einfache Faustregel: Wenn sich an der Pflanze ein neuer Trieb oder ein neues Blatt bildet, sollten Sie düngen.

Ohne Wachstum keine Düngung

So lange die Orchidee kein Wachstum zeigt, muss sie auch nicht gedüngt werden. Die meisten Orchideen haben ihre Wachtumsphase von Frühjahr bis Herbst, weshalb Sie in diesem Zeitraum alle zwei bis vier Wochen etwas Dünger geben können.

Damit überschüssige Salzreste ausgepült werden können, ist es wichtig, zwischendurch immer mit klarem Wasser zu gießen.

Weiße Orchideenblüten mit lila Zeichnung

Wie viel sollte gedüngt werden?

Auf den Verpackungen der meisten Düngemittel steht, in welchem Verhältnis man Düngemittel zum Gießwasser geben sollte. Diese Angabe dürfen Sie nie überschreiten, denn dann überdüngen Sie Ihre Orchidee!

Im Gegenteil, oft ist es angebracht, die angegebene Konzentration zu halbieren, um Ihrer Pflanze schonend und langsam, aber stetig die Nährstoffe zuzuführen, die sie braucht. An diese Situation ist sie perfekt angepasst.

Nach erstmaliger Düngung zu Beginn des Wachstumsyzklus wird die Düngemenge langsam über mehrere Wochen hinweg gesteigert.

Man kann entweder grundsätzlich einen Orchideenvolldünger verwenden oder Dünger mit verschiedenen Nährstoffzusammensetzungen.

In der Wachstumsphase sollte ein Dünger verwendet werden, der einen hohen Anteil an Stickstoff enthält, da dieser Stoff die Blattbildung unterstützt.

Kurz vor Ende der Wachtumsphase sollten Sie auf einen Phosphor-betonten Dünger umsteigen. Phosphor fördert die Blütenbildung. Dies ist aber nur sinnvoll, solange sich noch keine Blüte gebildet hat.

In der Ruhephase sollten Sie Ihre Orchidee überhaupt nicht düngen.

Welchen Dünger für Orchideen nehmen?

Im Fachhandel sind viele Dünger erhältlich, die speziell für Orchideen entwickelt sind. Am besten bleiben Sie bei diesen Düngern und verzichten auf Sorten, die nicht für Orchideen ausgezeichnet sind.

Die Dünger bestehen aus Salzen, hauptsächlich Phosphor, Stickstoff, Calcium, Kalium und Magnesium. Die Nährstoffe sind in verschiedenen Anteilen im Dünger enthalten. Je nach Orchideensorte und Wachstumszeit können Sie so den Dünger genau auf den Bedarf Ihrer Pflanze abstimmen.

Eine besonders schonende Düngung bieten Chelat-Dünger: Die Salze darin sind von organischen Molekülen umgeben. Natürliche Dünger wie Dung oder Holzspäne werden für Orchideen so gut wie gar nicht verwendet, da ihre genaue Zusammensetzung nicht bekannt ist und die Nährstoffe der Pflanze nicht direkt zur Verfügung stehen.


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Aktualisiert am: 15.08.2012
Bildnachweis: Martin Goldmann