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Osteoporose: Knochenschwund vorbeugen

Lange Zeit ein wenig beachtetes Leiden, doch laut WHO gehört sie zu den 10 bedeutendsten Krankheiten weltweit. Am ehesten bei uns noch bekannt durch den sogenannten "Witwenbuckel", dem Rundrücken älterer Frauen.

Meist wird die Krankheit erst erkannt, wenn sie bereits weit fortgeschritten ist und sich durch dauernde Schmerzen in der Wirbelsäule (Wirbeleinbrüche) oder plötzlich auftretende Knochenbrüche bemerkbar macht.

Osteoporose kann sowohl Frauen als auch Männer betreffen. Bei Frauen ist die Wahrscheinlichkeit, daran zu erkranken jedoch viermal höher als bei Männern. Man geht im allgemeinen davon aus, daß sich ab dem 50 Lebensjahr die Knochendichte verringert. Dies geschieht einerseits durch hormonelle Veränderungen im Körper (wovon Frauen durch die dann zumeist abgeschlossenen Wechseljahre heftiger betroffen sind – postmenopausale Osteoporose), andererseits durch verminderte Beanspruchung. Weitere Faktoren, die zu Osteoporose führen, sind erbliche Veranlagung, Stoffwechselstörungen, falsche Ernährung, übermäßiger Genuß von Wurst, Fleisch, Kaffee und Schokolade, sowie die Einnahme von Medikamenten, wie Kortison über einen längeren Zeitraum.

Der Mensch besitzt etwa 245 Knochen, die maßgeblich zur Stabilität des Körpers beitragen. So starr und leblos sie auch wirken mögen, sind Knochen dennoch lebende Organe, die ständigen Auf- und Abbauprozessen unterliegen. Der wichtigste Baustoff hierfür ist Calcium, welches wir mit der Nahrung aufnehmen. Calciumreiche Lebensmittel sind ausnahmslos alle Milchprodukte, Nüsse, Fisch, bestimmte Obst und Gemüsesorten.

Genußmittel wie Wurst, Fleisch, Kaffee und Schokolade sind als Calciumfresser verrufen. Auch von einem reichlichen Verzehr von Kochsalz ist eher abzuraten, da es über den Harn Calcium aus dem Körper abzieht. Wichtig, um das Calcium in die Knochen einbauen zu können ist auch noch Vitamin D, welches wir normalerweise über die Haut durch die Einwirkung von Sonnenlicht produzieren. Selbst in den Wintermonaten genügt bereits das bißchen Sonnenlicht, welches auf Gesicht und Hände fällt, daß die Produktion von Vitamin D ausreichend für uns ist.

Um das persönliche Risiko an Osteoporose zu erkranken so gering wie möglich zu halten, empfiehlt sich ein gemäßigt genußvoller Umgang mit oben genanneten Lebensmitteln.

Zusätzlich können rezeptfrei Präparate in der Apotheke erworben werden, die Calcium und Vitamin D in ausgewogenem Verhältnis bieten. Ausreichend Bewegung ist angeraten, um durch Reize, welche von Sehnen und Bändern auf die Knochen ausgeübt werden, den Knochenzellen ständig die Information zu geben, daß sie noch gebraucht werden und daher kein Abbau stattfinden soll.

Sich regen bringt Segen, sagte man früher.... Besonders folgende Sportarten sind zur Osteoporoseprophylaxe geeignet: langsames Joggen, Wandern, Schwimmen, Golf, Tanzsportarten, Powerwalking, Radfahren und Gymnastik.

Liegt bereits eine Erkrankung durch Osteoporose vor ist eine Behandlung durch den Arzt unerläßlich. Glücklicherweise gibt es eine Reihe von Medikamenten und therapeutischen Mitteln, um einem Fortschreiten der degenerativen Knochenerkrankung Einhalt zu gebieten und die Schmerzen zu lindern.

Christina Medla ist Heilpraktikerin in Fürth

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Veröffentlicht am: 21.04.2006
Aktualisiert am: 2006-04-21 08:46:42

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