Ob man sein Pferd schert oder nicht, ist in vielen Ställen eine frage der Ideologie. In manchen Fällen ist es unnötig, ein Pferd zu scheren, zum Beispiel, wenn es im Winter nur am Wochenende geritten wird oder kaum Winterfell bekommt. Ist das Pferd jedoch nach jedem reiten klatschnass und trocknet kaum, sollten Sie es scheren.
Hier einige Punkte, wann Sie ernsthaft in Erwägung ziehen sollten Ihr Pferd zu scheren:
- Sie reiten das Pferd regelmäßig mindestens dreimal pro Woche und es ist nach dem Reiten jedes Mal naß geschwitzt.
- Das Pferd braucht sehr lange, bis das Fell wieder getrocknet ist, mindestens 20 Minuten.
- Das Pferd schwitzt schon im Stall, da das Winterfell zu dicht für den warmen Stall ist.
- Das Pferd fängt schon bei geringen Belastungen an zu schwitzen, etwa einem Ausritt im Schritt und wird sehr schnell müde.
- Das Pferd bekommt ein sehr langes dickes Winterfell. Dann lässt es sich nicht mehr vernünftig putzen und trocknet nur noch sehr langsam, wenn es einmal nass geschwitzt ist. Manche nordischen Rassen, zum Beispiel Isländer bekommen eine solch dichte Unterwolle, dass das Trocknen bis zu zwei Tagen dauern kann.
Trifft einer dieser Punkte zu, ist es wahrscheinlich sinnvoll, das Pferd zumindest teilweise zu scheren und mit einer Decke zu versehen. Die Dicke der Decke lässt sich an die Temperatur anpassen und das Pferd schwitzt bei der Arbeit nicht mehr so.
Auf diese Weise ist auch die Gefahr einer Erkältung geringer, da das Pferd nicht mehr über längere Zeit feucht in der Box steht.
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