So machen Sie in Windows 7 und Windows 8 ein Bildschirmfoto

, Stand: 04.12.2014  Tipp druckenDrucken Symbol Kommentare 35 Kommentare

In Windows 8 ist es einfacher geworden, schnell einen Screenshot zu machen. Mit früheren Windows-Versionen waren Bildschirmfotos viel umständlicher und ließen sich nur über die Zwischenablage anfertigen, jetzt speichert Windows 8 die Bilder direkt auf der Festplatte. Das spart einen Arbeitsschritt.

Mit Windows 8 funktioniert die alte Methode über die Zwischenablage zwar immer noch, aber es gibt eine neue Variante. (So geht die klassische Methode.)

Inhalt dieses Beitrages:

So erzeugen Sie mit Windows 8 Screenshots

Drücken Sie die Windows-Taste und gleichzeitig die Taste [Druck]. Ein kurzes Abdunkeln des Monitors zeigt Ihnen, dass das Foto geschossen wurde.

Rufen Sie den Windows Explorer auf, zum Beispiel mit der Tastenkombination [Windows]+[E].

Unter dem Ordner Bibliotheken aus der linken Randleiste finden Sie den Ordner Bilder. Rufen Sie ihn auf und gehen zum Unterverzeichnis Screenshots.

Screenshots unter Windows 8

Wie Sie im Bild sehen, werden auf einem System mit zwei Monitoren die Inhalte beider Bildschirme als eine Grafik abgespeichert.

So rufen Sie den Screenshot-Ordner direkt auf

Eine Alternative, um das Verzeichnis mit den Bildschirmfotos aufzurufen funktioniert so:

Öffnen Sie per [Win] + [R] das Fenster Ausführen.

Geben Sie dort ein

%UserProfile%\Pictures\Screenshots

und drücken auf OK. Nun sollte sich der Explorer öffnen und Ihre Screenshots zeigen.

Bildschirmfotos von Ausschnitten mit dem Snipping Tool

Mit dem "Snipping Tool" von Windows können Sie frei definierte Bildschirm-Ausschnitte abfotografieren und speichern. Das Snipping Tool gibt es in Windows Vista, Windows 7 und Windows 8.

Um das Programm zu starten, klicken Sie auf die Start-Taste von Windows 7. Falls Sie dann nicht schon Snipping Tool im Startmenü sehen, geben Sie im Suchfeld darunter "snip" ein. In den Suchergebnissen erscheint dann Snipping Tool. Klicken Sie einmal darauf, um das Programm zu starten.

In Windows 8 wechseln Sie auf die Kacheloberfläche und geben dort als Suchbegriff Snip ein. Auch hier erscheint als Ergebnis das Snipping Tool. Sobald Sie es starten, bringt Sie Windows 8 zum Standard-Desktop zurück.

Nach dem Start des Snipping Tool können Sie sich in Ruhe die Funktionen ansehen. Wenn Sie einmal auf das kleine, nach unten gerichtete, Dreieck neben Neu klicken, sehen Sie die Ausschnitt-Optionen. Sogar einen Freihand-Modus gibt es hier. Für das Beispiel hier bleiben wir aber bei Rechteckiges Ausschneiden.

Auswahl des Ausschneidmodus im Snipping Tool

Jetzt starten Sie die Anwendung, aus der Sie ein Bildschirmfoto machen wollen. Sobald das Programm geladen ist, wechseln Sie in das Snipping Tool und klicken darin auf Neu

Der Bildschirm färbt sich dann so, also ob eine Milchglasscheibe davor wäre. Mit der Maus ziehen Sie dann bei gedrückter rechter Maustaste ein Rechteck auf, das den zu fotografierenden Bereich eingrenzt.

Nach dem Loslassen der Maustaste erscheint der abfotografierte Bereich in einem kleinen Fenster. Mit einem Klick auf das Disketten-Symbol können Sie das Bildschirmfoto dann speichern.

Ein mit dem Snipping Tool angefertigtes Bildschirmfoto

Screenshot von Menüs machen

Wollen Sie mit dem Snipping Tool ein Menü, wie etwa ein Kontextmenü oder das Startmenü fotografieren, klappt das nicht ohne weiteres. Denn die Aktivierung des Screenshot-Tools bringt in der Regel das Menü zum Verschwinden.

Doch das Snipping Tool beherrscht diese Disziplin dennoch:

  • Starten Sie das Programm entweder aus der Programmgruppe Zubehör oder durch Eingabe seiner Anfangsbuchstaben im Suchfeld.
  • Das Hilfsprogramm wäre nun schon schussbereit. Per [Esc] beenden Sie diesen Modus aber.
  • Wechseln Sie zum Programm, von dem Sie einen Screenshot machen möchten und lassen Sie das gewünschte Menü anzeigen
  • Die Tastenkombination [Strg - Druck] reaktiviert nun das Snipping Tool ohne das Menü verschwinden zu lassen.
  • Je nach dem eingestellten Modus (Rechteck, Vollbild, freier Bereich, Fenster) holen Sie sich nun den gewünschten Bildausschnitt per Mausklick oder durch das Aufziehen eines Bereichs.

Menüs per Snipping Tool fotografieren

Screenshot mit Windows XP und Windows 7

Um bei Windows XP und Windows 7 einen Screenshot aufzunehmen, gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Drücken Sie die Taste [Druck] oder [Print Screen] auf Ihrer Tastatur.

Jetzt hat Windows ein Abbild Ihres Bildschirmes in der Zwischenablage gespeichert. (Wenn Sie nur ein einzelnes Fenster fotografieren wollen, verwenden Sie die Kombination [AltGr] - [Druck].)

Screenshot

2. Um dieses Bild wiederzubekommen, müssen Sie in einer beliebigen Anwendung, zum Beispiel Word, die Tastenkombination [Strg] - [V] betätigen. Falls Sie das Bild einfach nur speichern möchten, starten Sie das Zeichenprogramm Paint, das auf jedem Windows vorhanden ist. Fügen Sie darin das Bild aus der Zwischenablage ein und speichern Sie das Bild als PNG, Jpeg oder in einem anderen Format Ihrer Wahl.

In manchen Bildbearbeitungsprogrammen finden Sie auch einen Menüpunkt wie Datei, Neu aus Zwischablage, um den Screenshot einzufügen, zum Beispiel bei Adobe Photoshop Express.

Screenshots nie als Jpeg speichern

Wenn Sie Screenshots verwenden, etwa um sie in einer Publikation zu drucken, dann speichern Sie diese keinesfalls im Jpeg-Format. Denn Jpeg ist ein verlustbehaftetes Kompressionsverfahren. Sprich, es ermittelt Bilddetails, die vermeintlich für das Auge ohnehin nicht erkennbar sind. In der Tat funktioniert das bei Fotos auch hervorragend.

Doch bei den scharf konturierten Bildschirmfotos sind diese Kompressionsspuren deutlich zu erkennen. Das Bild verliert deutlich an Qualität und ist für die Reproduktion in einem Print-Medium oft unbrauchbar.

Verwenden Sie Screenshots deshalb grundsätzlich als BMP, TIFF oder im auf 256 Farben begrenzten GIF-Format. Vergessen Sie aber nicht, BMP und TIFF noch zu packen.

Gerade Presseabteilungen in Software-Unternehmen sollten diesen Tipp beherzigen, denn für die Redaktionen sind Jpeg-Screenshots kaum zu gebrauchen.

PNG8: Screenshot platzsparend speichern

Wer eine Webseite betreibt oder Bildschirmfotos per E-Mail versenden möchte, sollte die Bilder möglichst platzsparend speichern.

Um bei Fotos Platz zu sparen, verwendet man in der Regel das Format Jpeg. Bildschirmfotos jedoch sollten Sie nie als Jpeg speichern, da sich ansonsten unschöne Artefakte ergeben.

Also speichert man Screenshots im Format PNG. Da dieses allerdings verlustfrei komprimiert werden die resultierenden Daten umso größer, je höher die Farbtiefe der Bilder ist.

Nur 8 Bit Farbtiefe spart Platz

Selten beachtet ist allerdings, dass es möglich ist, PNG-Bilder mit nur acht Bit Farbtiefe zu speichern. Das entspricht 256 Farben. Die Farben sind dabei nicht von vornherein fest gelegt, sondern werden anhand der im Bild gefundenen Farben in einer Palette abgelegt. Bei den meisten Bildschirmfotos reicht die Farbanzahl locker aus.

Um Screenshots im Format PNG 8 zu erzeugen, verwenden Sie zum Beispiel das Freeware-Programm Paint.NET. nehmen Sie die Bilder zunächst wie gewohnt auf.

Kopieren Sie die Bilder dann aus der Zwischenablage in Paint.NET und bearbeiten Sie die noch, falls notwendig.

Klicken Sie auf Datei - Speichern unter, geben Sie einen Dateinamen ein, wählen Sie die Endung png und klicken Sie auf Speichern.

Anschließend erscheint ein Dialog, in dem Sie die Eigenschaften der Datei einstellen können. Über dem Bild sehen Sie eine Information über dessen Dateigröße.

Paint.NET: Dialog zum Einstellen der PNG-Parameter

Schalten Sie unter Bit-Tiefe auf 8-Bit und sehen Sie nach, ob sich daraus eine geringere Dateigröße ergibt (das ist nicht immer der Fall).

Justieren Sie bei Bedarf noch das Dithering. Mit einem Wert von 6 oder 7 sparen Sie nochmals ein paar Kilobyte ein.

Sobald Sie mit der Dateigröße zufrieden sind, klicken Sie auf Ok und das Bild wird gespeichert.

So machen Sie einen Screenshot innerhalb eines virtuellen Windows unter Fusion

Auf jedem Windows funktionieren Screenshots identisch: Mit der Taste [Druck] wird die aktuelle Anzeige in die Zwischenablage kopiert und kann dann in einem Grafikprogramm eingefügt werden.

Prinzipiell klappt das auch auf einem virtuellen Windows, das Sie per Fusion auf Ihrem Mac am Laufen haben. Das einzige Problem dabei: Es gibt die Taste [Druck] nicht.

Ein Ersatz für diese Taste ist [F13]. Nur finden Sie diese nur auf wenigen Mac-Keyboards. Auf einem Macbook ist sie zum Beispiel nicht vorhanden.

So erzeugen Sie einen Screenshot ohne die Taste [Druck]

Es gäbe zwar Umwege über Zusatzprogramme, wie etwa spezielle Screenshot-Tools, die zeitgesteuerte Aufnahmen machen können oder die Tastenbelegung umbiegen, aber Sie brauchen dazu nur das reine Windows.

Rufen Sie die Bildschirmtastatur auf. Dazu geben Sie entweder im Startmenü "osk" ein (das steht für "On-Screen Keyboard") oder suchen dieses Windows-Programm im Menü Zubehör.

Dann schieben Sie sich das Fenster, das Sie aufnehmen möchten so hin, dass die Tastatur nicht im Bild liegt.

Drücken Sie dann auf in der Bildschirmtastatur auf [Druck] (je nach Windows und Sprache auch [PrtSc] oder [psc] ). Damit wird der ganze Bildschirm kopiert.

Möchten Sie stattdessen nur das aktuelle Fenster, klicken Sie zuerst auf [Alt] und danach auf die Drucktaste.

Bildschirmtastatur

Wenn Sie die Bildschirmgrafik im Windows weiterverarbeiten möchten, können Sie zum Beispiel das Programm Paint starten und den Screenshot per [Strg] + [V] dort einfügen.

Screenshot auf dem Mac nutzen

Hier haben Sie gleich mehrere Alternativen:

1) Da die Zwischenablagen von der Windows-VM und dem Mac-Betriebsystem gekoppelt sind, können Sie auch ein Grafikprogramm auf Ihrem Hostsystem starten und dort den Screenshot per [Cmd] + [V] einfügen.

2) Sie speichern im Windows die Grafik in Paint auf einem Laufwerk das auch der Mac im Zugriff hat, wie etwa der automatisch angelegten Freigabe \\vmware-host\shared folders.

3) Sie erzeugen den Screenshot gleich auf dem Mac, etwa durch [Cmd] + [Shift] +[F3]. Dabei wird das Bildschirmfoto auf dem Desktop des Mac angelegt. 

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@Martin: Windows 8 erzeugt meines Wissens PNG-Dateien. Insofern
verlierst Du dabei nichts. Anschließend kannst Du die PNG-Dateien ja
mit einem Tool wie Irfan View in ein anderes Format umwandeln. (Zur
Not geht das auch mit Windows Paint.)
Inwieweit die Tastenkombination Win-Druck auch in den Spielen gut
funktioniert, kann ich nicht sagen. Aber es bleibt ja noch der Weg
über die Druck-Taste und die Zwischenablage.
[Martin (Tippscout.de) | 13.08.2014] Antworten

Ich möchte in den nächsten Tagen auf Windows 8 umsteigen und hätte
bezüglich Screenshots machen noch ein paar Fragen. Ich habe mir
vorher schon eine fast identische Anleitung angeschaut. Aber auch
darin wird nicht beschrieben, wie ich das Screenshot in ein bestimmtes
Format abspeichern kann. Es wird automatisch als jpeg erstellt. So ein
Extra Tool wie Snipping Tool möchte ich nicht verwenden, da ich hin
und wieder auch was zocke und in diesem Fall nicht immer schnellen
Zugriff auf das Programm.
[Martin | 13.08.2014] Antworten

@Aische: Jaaa, danke! Mit FN zuerst, dann die zwei anderen dazu, jetzt
hat's funktioniert! (Wieso schreiben die das in der Anleitung nicht
dazu!)
[Ingrid | 04.06.2014] Antworten

@Aische: Das klappt! Danke
[Sveeen | 03.06.2014] Antworten

Erst die "FN" Taste drücken, dann "Windows" und "Druck" -Taste
zusammen dazu. dann klappts! :)
[Aische | 18.05.2014] Antworten

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Aktualisiert am: 04.12.2014

 
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