So vermeiden Sie kalte Füße in Skischuhen

Viele Skifahrer kämpfen im Winter mit kalten Füßen. Die häufigsten Ursachen sind zu enge Skischuhe, zu dünne Socken oder eine schlechte Durchblutung. Das können Sie dagegen tun.

Skischuhe nicht in der Dachbox transportieren

Haben Sie schon einmal versucht mit der Körperwärme ihrer Füße die Skischuhe aufzuwärmen? Für Kaltfüßler ein schier aussichtsloses Unterfangen. Transportieren Sie deshalb Ihre Schuhe am besten im Fahrgastraum Ihres Autos (natürlich gut gesichert!) und nicht im Kofferraum oder gar in der Dachbox.

Für einen warmen Start eignen sich auch akkubetriebene Schuhheizungen, die bis zum Gebrauch einfach in den Schuh gesteckt werden.

Mehrere Skischuhe hintereinander aufgestellt - (Foto: iStockphoto/Andrey Artykov)
Mehrere Skischuhe hintereinander aufgestellt – (Foto: iStockphoto/Andrey Artykov)

Feuchte Schuhe sind kalte Schuhe

Auch wer nicht unter Schweißfüßen leidet, wird nach einem langen Skitag überrascht sein, wie feucht die Skischuhe von innen geworden sind. Falls Sie am nächsten Tag wieder fahren wollen, müssen Sie die Schuhe unbedingt über Nacht trocknen, denn die Feuchtigkeit würde Ihnen am nächsten Tag unweigerlich kalte Füße bescheren.

Falls Sie über eine Skischuhheizung oder einen Schuhwärmer besitzen, ist das Trocknen kein Problem. Andernfalls sollten Sie den Innenschuh heraus nehmen, damit der Schuh gut auch bei normalen Raumklima gut durchtrocknen kann.

Achtung: Versuchen Sie es besser nicht mit einem Fön, durch die Enge im Schuh wird dieser schnell zu heiß und schaltet sich ab oder geht kaputt.

Spezielle Sportsocken halten die Füße warm

Wenn Sie beim Skifahren regelmäßig mit kalten Füßen kämpfen, können Sie sogenannte Doppelsocken ausprobieren. Dabei handelt es sich um spezielle Sportsocken, die zusammengenäht sind und dem Fuß wohlige Wärme spenden. Außerdem werden auch Druckstelle und Blasenbildung vermieden.

Für Doppelsocken wird gerne Alpakawolle verwendet, da sie sehr angenehm zu tragen ist. Doppelsocken können Sie in Sportgeschäften und speziellen Wintersportläden kaufen. Selbstverständlich gibt es sie auch in
zahlreichen Onlineshops.

Wer sich keine Socken kaufen möchte, kann auch einfach zwei Paar Socken übereinander anziehen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass die untere Socke keine Falten wirft.

Isolierende Einlegesohlen wärmen die Füße von unten

Eine weitere Möglichkeit, kalte Füße in Skischuhen zu vermeiden sind wärmende Einlegesohlen. Die gibt es je nach Geschmack und Geldbeutel in verschiedenen Ausführungen wie zum Beispiel Sohlen aus Lammfell, aus isolierendem Kunststoff oder gar mit Gel gefüllt.

Achtung: Probieren Sie die Sohlen vorher aus. Durch die Dicke der Sohlen könnte der Skischuh nämlich zu eng sitzen.

Damit bleiben die Füße sicher warm: Die Schuhheizung

Besonders beliebt sind akkubetriebene Einlegesohlen, die den ganzen Tag den Schuh aktiv heizen. Achten Sie aber darauf, dass der Akku lange hält und die beheizten Einlegesohlen den ganzen Tag warm halten.

Außerdem sollten sie sich relativ schnell wieder aufladen lassen, sodass sie schnell wieder einsatzbereit sind.
Durch eine Schuhheizung können Erfrierungen und kalte Füße in Skischuhen effektiv vermieden werden. Beheizbare Einlegesohlen bekommen Sie schon ab etwa 40 Euro.

Vielleicht bald Standard: beheizbare Skischuhe

Neben all den Möglichkeiten, beim Wintersport warme Füße zu behalten, liegt das Hauptaugenmerk natürlich auf dem richtigen Skischuh. Er sollte guten Halt bieten und dennoch flexibel sein und sich gut an den Fuß anpassen aber nicht die Blutzufuhr in den Fuß behindern. Wählen Sie den Schuh deshalb auch nicht zu groß. Sonst müssen Sie die Schnallen zu fest schließen, was wiederum den Blutfluß behindert. 

Seit einiger Zeit gibt es jetzt auch Skischuhe mit integrierter Heizung. Die Akkus sind in der Regel ausreichend leistungsstark um einen ganzen Skitag lang warme Füße zu garantieren.

Ein hoher Preis ist übrigens nicht immer ein Indikator für gute Qualität. Probieren Sie mehrere Modelle an, lassen Sie sich beim Kauf ausführlich beraten und tragen Sie den Schuh im Laden längere Zeit zur Probe.



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