So finden Sie das richtige Ladegerät für Ihre Akkus

Wenn Sie Geräte von Batterie- auf Akkubetrieb umstellen, brauchen Sie ein hochwertiges Ladegerät, das alle Typen von Akkus, also etwa NiMh oder NiCd richtig laden kann.

So laden Sie Akkus vom Typ NiMH und NiCad

Bei einem Ladegerät gibt es neben den offensichtlichen Eigenschaften wie der Anzahl der Ladeplätze oder der Eignung für bestimmte Bauformen von Akkus noch weitere Merkmale, die für die Kaufentscheidung eine Rolle spielen.

Akkulader - (Foto: Markus Schraudolph)
Hochwertiger Akkulader – (Foto: Markus Schraudolph)

Wichtig ist die Ladetechnik

Ist ein Akku voll und das Ladegerät pumpt weiter Strom hinein, wird dieser Überschuss in Wärme umgewandelt, der den Zellen Schaden zufügt. Darum ist die Abschaltmethode immens wichtig, damit die Akkus viele Ladezyklen überstehen, ohne schlapp zu machen.

Vollkommen veraltet ist die Zeitsteuerung. Denn da müssen Sie schätzen, wie viel Energie in die Zellen hineinpasst und dann die Zeit ausrechnen, die geladen wird. Das kann nicht gut funktionieren und wird Ihre Energiespeicher bald ruinieren.

Aktuelle Ladegeräte erkennen einen vollen Akku an einem minimalen Absinken seiner Spannung. Diese Delta-U oder Delta-Peak genannte Methode ist umso schonender für die wiederaufladbaren Batterien, je feiner dabei der Spannungsabfall erkannt wird.

Preiswerte Geräte mit dieser Technik schalten nach einem Spannungsabfall von 20-30 mV ab. Hochwertige Ladegeräte beenden den Vorgang dagegen schon bei einem festgestellten Abfall von 2 mV und beanspruchen so den Akku weniger. Wie genau die Messung ist, sollte den technischen Daten zu entnehmen sein.

Gut ist es, wenn zusätzlich noch eine Temperaturfühler eingebaut ist. Versagt die normale Abschaltung, kann die dann den Ladevorgang noch abbrechen, wenn eine Erhitzung festgestellt wird.

Bei tiefentladenen Akkus, wenn Sie also einen leeren Akku längere Zeit liegengelassen haben, kann es sein, dass die Elektronik die eingelegte Zelle nicht erkennt. Sie können in so einem Fall den Akku mit einem einfachen Trick wiederbeleben.

Eignung für gebräuchliche Akkutypen

Das Ladegerät sollte sowohl für die Varianten Nickel-Cadmium (NiCd) als auch Nickel-Metallhydrid (NiMH) geeignet sein. Die modernen Zellen mit deutlich geringerer Selbstentladung, wie Sanyos Eneloop vertragen dieselbe Lademethode wie NiMh-Zellen, weil sie nur eine verbesserte Version davon darstellen.

Eneloop-Zellen von Sanyo
Ladegeräte, die NiMH-Zellen laden können, eignen sich auch für moderne Zellen mit geringer Selbstentladung wie die bekannten Eneloop-Akkus.

Praktische Zusatzfunktionen

  • Das Gerät sollte Einzelladung unterstützen. Denn in Modellen können Sie Ihre Akkus immer nur paarweise laden. Das ist unpraktisch und tut den Akkus langfristig auch nicht gut.
  • Gute Ladegeräte haben ein numerisches Display je Ladefach. Auf dem können Sie genau mitverfolgen, wie viel Energie in die wiederaufladbare Batterie hineingepumpt wurde und wie hoch die aktuelle Spannung ist.
  • Gibt es eine Funktion, die den Akku entlädt, und seine Kapazität anzeigt, erkennen Sie schwarze Schafe in Ihrer Akku-Sammlung ganz schnell. Das ist wichtig, weil ein akkubetriebenes Gerät in der Regel schon dann aufgibt, wenn einer der eingelegten Akkuzellen erschöpft ist.

 

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