Wenn der Husten richtig festsitzt, kann ein Brustwickel helfen

Mit Brustwickeln können Sie ohne Medikamente und effektiv Atemwegserkrankungen wie Husten und Bronchitis lindern.

Dabei werden heiße und kalte Brustwickel unterschieden, grundsätzlich muss die Temperatur eines Brustwickels aber einen deutlich fühlbaren Unterschied zur Körpertemperatur des Patienten aufweisen, sonst ist er nutzlos.

Beide Arten des Brustwickels können zweimal täglich angewendet werden.

Gegen fest sitzenden Husten und mäßiges Fieber helfen heiße Brustwickel

Der heiße Brustwickel eignet sich nur bei festsitzendem Husten und mäßigem Fieber, denn bei hohem Fieber würde der heiße Wickel die Temperatur nur noch stärker ansteigen lassen.

Prüfen Sie die richtige Temperatur, bevor Sie die Brustwickel auflegen. Zu heiße Wickel können Verbrühungen verursachen.

Gegen starken Husten und hohes Fieber helfen kalte Brustwickel

Bei starkem Husten mit hohem Fieber ist ein kalter Brustwickel ideal. Da dem Patienten durch das Fieber sehr heiß ist, darf das Wasser nicht kälter als lauwarm sein.

Auf jeden Fall darf es nur so kühl werden, wie es dem Kranken noch angenehm ist.

Erkältete Frau - (Foto: iStockphoto/Willie B. Thomas)
Erkältete Frau – (Foto: iStockphoto/Willie B. Thomas)

Legen Sie vor der Behandlung folgendes Zubehör bereit

Für die Behandlung brauchen Sie zwei Wickeltücher, die jeweils so lang sein müssen, dass sie einmal rund um den Körper des Patienten reichen und zusätzlich noch genug Platz zum Umschlagen bleibt. Die Tücher
müssen so breit sein, dass der Brustwickel von den Achselhöhlen bis zum unteren Ende des Brustkorbs reicht.

1. Ein trockenes Woll- oder ein dickes Frotteetuch für die äußere Lage

2. Ein etwas schmaleres Tuch für die innere Lage

3. Eine Schüssel mit warmen oder kaltem Wasser

4. Je nach Wunsch weitere Zutaten für den Wickel wie zum Beispiel Saft einer Zitrone oder einen gehäuften Esslöffel Salz.

So legen Sie einen Brustwickel an

Erhitzen die als erstes eine Schüssel voll Wasser auf die gewünschte Temperatur. Geben Sie eventuell gewünschte Zutaten dazu.

Heißer Wickel: Für einen heißen Wickel sind zirka 40°C bis maximal 45°C ausreichend. Achten Sie darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist.

Sie können die Wirkung des Wickels verstärken, indem Sie einen halben Liter Einweichwasser mit dem Saft einer Zitrone oder mit einem gehäuften Esslöffel Salz anreichern.

Kalter Wickel: Für einen kalten Wickel verwenden Sie mindestens lauwarmes Wasser.

Breiten Sie jetzt das größere Tuch für die äußere Lage quer über das Krankenbett aus. Es hat die Aufgabe, den eigentlichen Wickel zu halten und die Nässe nicht nach außen dringen zu lassen.

Tauchen Sie nun das zweite, schmalere Wickeltuch in die Wasserschüssel und wringen Sie es anschließend gründlich aus.

Breiten Sie nun das feuchte Wickeltuch auf dem trockenen aus.

Nachdem sich der Patient auf die Tücher gelegt hat, können Sie den Wickel über seiner Brust zusammengeschlagen und mit einigen Sicherheitsnadeln zusammenstecken. Achten Sie dabei darauf, dass der Wickel zwar eng anliegt, aber dennoch bequem ist.

Dann decken Sie den Patienten gut zu und sorgen für eine angenehme Temperatur im Krankenzimmer. Achten Sie vor allem beim kalten Wickel darauf , dass der Patient nicht auskühlt. Halten Sie unbedingt die Füße des Patienten immer warm.

– Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der Temperatur und dem Wohlbefinden des Patienten.

Heißer Wickel: Entfernen Sie den Wickel entweder nach etwa einer Stunde oder eher, wenn er schon abgekühlt ist.

Kalter Wickel: Wenn sich der Wickel erwärmt hat, dem Patienten fröstelt oder gar Kreislaufsymptom auftreten, entfernen Sie die Tücher und halten Sie den Kranken anschließend trocken und warm.

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