Computer startet nicht: Checkliste Hardware-Fehler

Ihr Computer startet nicht? Um dann einem Hardware-Fehler auf die Schliche zu kommen, ist strukturiertes Vorgehen angesagt. Diese Checkliste hilft, dass Sie beim Überprüfen Ihres PC nichts vergessen.

Computer startet nicht? Prüfen Sie diese Punkte

  1. Stromversorgung prüfen: Bevor Sie sich kopfüber in die Hardware stürzen, stellen Sie sicher, dass der PC wirklich am Stromnetz hängt. Prüfen Sie, ob nicht eine schaltbare Verteilerleiste versehentlich ausgeschaltet ist, die Sicherung geflogen ist oder das Netzkabel ausgesteckt wurde.
  2. Monitor als Ursache ausschließen: Vielleicht fährt der PC ja an sich ganz normal hoch und nur der Bildschirm verweigert die Arbeit. Falls Sie von den Geräuschen und LED-Signalen her einen normalen Betrieb feststellen können, machen Sie mit der Fehlersuche beim Monitor weiter.
  3. Überprüfen Sie alle externen Steckverbindungen: Viele Fehler in der Peripherie rühren von schlecht sitzenden Steckern her. So kann es beispielsweise passieren, dass eine fehlerhafte Kabelverbindung für die externe Platte das Booten verhindert.
  4. Alles Unnötige abstecken: Weil defekte Peripherie auch bei funktionierenden Verbindungen den Rechner blockieren kann, stecken Sie testhalber alles Unnötige ab. Nur Netzstecker, Tastatur und Maus sollten angeschlossen bleiben. Das gilt auch für interne Peripherie, wie DVD-Laufwerke oder Kartenleser. Klappt der Start in dieser Konfiguration, können Sie nach und nach alles wieder anstecken und so herausfinden, welches Gerät die Startprobleme verursacht.
  5. Checken Sie das BIOS: Eines der häufigsten Probleme – vor allem älterer – Computer ist, dass Sie vergesslich werden. So kann es passieren, dass der PC über das Wochenende alle BIOS-Einstellungen — auch die der Festplatte — vergisst. Wichtiges Indiz für die Vergesslichkeit des PC: die Uhr zeigt eine Zeit um die 0 Uhr an und das Datum liegt weit in der Vergangenheit.
  6. Überprüfen der internen Verbindungen: Testen Sie, ob im Inneren des Gehäuse alle Stecker richtig sitzen. Drücken Sie die Anschlussstecker für Festplatte, DVD-Laufwerke oder interne Kartenleser fest. Sehen Sie nach, ob alle Kabel richtig herum eingesteckt sind. Regel: die rot markierte Leitung von Flachsteckern gehört immer auf Pin 1 des PC-Bauteils. Außerdem sollten Sie Steckkarten sowie RAM-Bausteine auf festen Sitz überprüfen. Dieser Test ist allerdings nur dann erfolgsversprechend, wenn Sie kürzlich schon einmal im Inneren des PC zugange waren. Lief der PC dagegen schon längere Zeit ohne Änderungen an seinen Eingeweiden, ist ein Fehler hier unwahrscheinlich.

    Computer startet nicht? Dann kann es an internen Steckverbindungen liegen.
    Ihr Computer startet nicht? Dann kann es zum Beispiel an den Steckverbindungen liegen.
  7. RAM durchtauschen: Falls Sie mit den ersten Tipps immer noch nicht weiter gekommen sind, kann es sein, dass dennoch ein Speicherbaustein Ihres Computers defekt ist. Dann geht es ans Austauschen einzelner Komponenten. Aber Achtung! Das sollten Sie nur probieren, wenn Sie Erfahrung mit dem Herumschrauben an Computern haben. In vielen Fällen lohnt es, zunächst einmal den Speicher zu checken. Dazu nehmen Sie alle Speicherriegel bis auf einen heraus. (Die Mindest-Speicheranforderungen für Ihr Betriebssystem sollten gerade noch erfüllt sein.) Dann starten Sie neu. Ist der Fehler noch da? Dann probieren Sie eine andere Kombination von Speicherbausteinen. Wechseln Sie auf diese Weise alle RAM-Riegel durch, bis Sie sicher sein können, dass alle funktionieren – oder bis Sie den schuldigen Riegel gefunden haben.

Wenn Ihr Computer nun immer noch nicht startet, muss eine der Hauptkomponenten defekt sein. Falls Sie noch ein Ersatz-Netzteil verfügbar haben, können Sie das zum Ausprobieren statt dem eingebauten Netzteil anstecken. Bitten dann aber nicht nur das Mainboard, sondern auch alle Geräte mit dem Test-Netzteil verbinden. Meist reichen die Anschlußkabel aus, so dass Sie dazu nicht das vorhandene Netzteil ausbauen müssen.



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