Darauf sollten Sie achten, wenn Sie Energiesparlampen kaufen

Die Glühbirne hat ausgedient, jetzt regiert die Energiesparlampe. Die braucht zwar weniger Energie, ist aber nicht ganz problemlos. Unsere Tipps helfen Ihnen, die richtigen Energiesparlampen zu finden – und wenn Sie partout keine solche Lampe wollen, haben wir auch noch eine gute Alternative.

Lumen-Wert ist wichtig

Zu den Zeiten, als es nur Glühlampen gab, war klar, welche Leuchtkraft von einer Lampe zu erwarten war. Jeder wusste vom Gefühl her, wie hell eine 100 Watt-Birne strahlte.

Watt-Zahl lässt nicht auf Leuchtkraft schließen

Nun gibt es aber eine ganze Palette von Energiespar-Techniken, die das vergleichen schwierig machen. Darum haben viele Lampen den Lumen-Wert aufgedruckt. Lumen ist die Leuchtkraft, also wie hell der Leuchtkörper strahlt. Die Abkürzung lautet lm.

Mit diesem Wert sollten Sie sich vertraut machen, denn es werden immer neue Techniken kommen und Sie können im Laden schlecht beurteilen, ob beispielsweise eine 5W Super-LED heller strahlt als eine 7W Leuchtstoff-Lampe. Zum Vergleich: Eine 100W-Glühlampe strahlt mit rund 1300 lm.

Wichtig ist daneben das Verhältnis von Lumen zu Watt, also lm/W. Damit wird die Lichtausbeute, also die Energieeffizienz gemessen. Je höher, umso sparsamer ist das Leuchtmittel. Über die Helligkeit sagt dieser Quotient aber nichts aus.

Auf Schaltfestigkeit achten

Wenn Sie eine Energiesparlampe für einen Einsatzort kaufen, wo pro Tag viele Male ein und wieder ausgeschaltet wird, also etwa beim Treppenhauslicht oder an Bewegungsschaltern, achten Sie besonders auf eine hohe Schaltfestigkeit.

Dieser Wert legt fest, wie viele Einschaltvorgänge das Leuchtmittel im Durchschnitt aushält, bevor die Elektronik schlapp macht. Bei den Lampen, die Sie im Handel finden, gibt es eine sehr unterschiedliche Bandbreite in diesem Wert.

Hält die Lampe laut Verpackung mehr als 300.000 Schaltzyklen aus, ist das schon ein recht guter Wert. Dabei müssen Sie allerdings beachten, dass die Herstellerangaben unter optimalen Bedingungen stattfinden.

Hält eine solche Lampe dann in der Realität 200.000 Zyklen aus, würde sie erst nach rund 11 Jahren den Betrieb einstellen, wenn pro Tag 50 Einschaltvorgänge stattfinden.

Energiesparlampen auch für Aussenbeleuchtung

Energiesparlampen sind nicht nur umweltfreundlich, sondern sparen auch bares Geld. Deshalb werden diese sogenannten “Kompaktleuchtstofflampen mit Stecksockel” immer öfter gekauft.

Als Mieter oder Besitzer eines Hauses können Sie besonders viel Geld sparen, wenn Sie die Energiesparlampen auch in der Aussenbeleuchtung einsetzen.

So schreibt das Verbraucherschutzinformationssystem Bayern (VIS), dass eine Energiesparlampe gegenüber einer herkömmlichen Glühlampe rund 57 Euro bei 8.000 Betriebsstunden einspart.

Energie sparen durch Halogenbirnen zum Schrauben

Die Energiesparlampen haben ein paar Probleme:

  • relativ lange Dauer bis zum Erreichen der vollen Leuchtkraft
  • unnatürliches Lichtspektrum
  • größere Baumaße gegenüber einer herkömmlichen Glühbirne

Ist eine Energie sparende Birne keine Alternative für eine bestimmte Lampe in Ihrer Wohnung, kann vielleicht eine wenig beachtete Variante von Hochvolt-Halogenbirnen Abhilfe schaffen. Denn in gut sortierten Fachgeschäften oder über den Versandhandel gibt es Halogenleuchtmittel mit Schraubsocke für 220V. Bekannte Anbieter sind Osram und Philips.

Diese Lampen gibt es sowohl in der Form eines Halogenstrahlers mit Reflektor auch im klassischen Look einer Glühbirne mit gleichmäßiger Ausleuchtung.

Beide üblichen Sockelgrößen E27 (wie normale Glühbirnen) und die kleinere E14 (Kerzenform) sind erhältlich.

Halogenlampe mit Schraubsockel - (Foto: Markus Schraudolph)
Halogenlampe mit Schraubsockel – (Foto: Markus Schraudolph)

Keine echte Energiesparlampe

Die Hersteller dieser neuen Lampenvariante gibt eine um rund 20% größere Leuchtkraft als bei herkömmlichen Glühbirnen an. Das ist zwar weit weg von den bis zu 80% Ersparnis der Energiesparlampen aber oft ein guter Kompromiss. Die Haltbarkeit ist um rund 50% größer.

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