Gebrauchtwagenkauf Tipps

Sie wollen einen Gebrauchtwagen kaufen? Dann sollten Sie sich ein wenig Zeit nehmen und diese Tipps zum Gebrauchtwagenkauf lesen.

Vor dem Kauf Bedarf klären

Schreiben Sie die wichtigsten Anforderungen auf eine Liste. Die sollten Sie als Referenz immer parat haben, so lange Sie sich noch nicht für einen Gebrauchtwagen entschieden haben.

Die Liste sollte folgende Fragen beantworten:

  • Das Budget – wie viel wollen Sie für das Auto ausgeben?
  • Der Zweck – wofür brauchen Sie den Gebrauchtwagen?
  • Die Bauart – wollen Sie einen Kombi, eine Stufenhecklimousine oder ein Cabrio?
  • Das Alter – wie alt darf das Auto maximal sein?
  • Die Extras – was muss unbedingt an Bord sein?
  • Die Leistung – wie viel PS/kW muss der Wagen mindestens haben?
  • Die Gewährleistung – brauchen Sie die Sicherheit, die ein Händler bietet?
  • Das Verhandlungsgeschick – möchten Sie jemanden mitnehmen, der ihnen beim Kauf und den Verhandlungen hilft?

Sind diese Punkte geklärt, können Sie sich auf die Suche machen.

Aufnahme eines Gebrauchtwagens - (Foto: Martin Goldmann)
Aufnahme eines Gebrauchtwagens – (Foto: Martin Goldmann)

Checkliste für Gebrauchtwagenkauf

Prüfen Sie vor den ersten Verhandlungen über das Auto die folgenden Punkte:

  • Sehen Sie sich den Kofferraum an, ob er Ihren Ansprüchen überhaupt genügt.
  • Heben Sie die Innenverkleidung oder Bodenklappe des Kofferaums an. Sehen Sie darunter nach Wasser-Rückständen, Rost oder ungewöhnlichen Schweißnähten und Verformungen.
  • Wie sieht der Lack aus? Sind Korrekturen und Ausbesserungen zu erkennen? Falls ja, fragen Sie nach der Ursache. Gibt es Roststellen?
  • Sehen Sie sich die Scheibenwischer an. Sind die abgenutzt?
  • Werfen Sie einen Blick auf die Windschutzscheibe. Ist sie beschädigt?
  • Sind die Scheinwerfergläser und Blinkergläser in Ordnung? Achten Sie auf Kondenswasser in den Gläsern. Das bedeutet, dass es undichte Stellen gibt.
  • Werfen Sie vor der Probefahrt schon einmal einen Blick in den Motorraum. Sieht er gepflegt aus? Wurde vor kurzem eine Motorwäsche gemacht? (Denken Sie daran, auch nach der Probefahrt noch einmal in den Motorraum zusehen.)
  • Lassen Sie sich die Fahrzeugschlüssel geben. Probieren Sie, ob Fahrer- und Beifahrertür korrekt schließen und ob – falls vorhanden – die Zentralverriegelung einwandfrei funktioniert.
  • Prüfen Sie das Auto auf Unfallschäden.
  • Probieren Sie – falls vorhanden – die Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung aus.
  • Sehen Sie sich die Profiltiefe der Reifen an. Sind die gleichmäßig abgenutzt?
  • Kontrollieren Sie das Alter der Reifen.
  • Werfen Sie einen Blick auf die Felgen. Sind die in Ordnung? Dellen und Kerben deuten auf heftigen Kontakt zum Bordstein hin.
  • Überprüfen Sie den Bremsflüssigkeitsstand. Liegt der Pegel unterhalb der Mindestmenge, dann können teure Reparaturen drohen. Denn Bremsflüssigkeit kann im Normalfall nicht weniger werden, da sie weder verbraucht wird, noch verdampfen kann. Ein zu niedriger Bremsflüssigkeitsstand deutet deshalb auf ein Leck im Bremskreislauf hin.
  • Sehen Sie sich den Innenraum genau an.
  • Prüfen Sie, ob der Tachostand plausibel ist.
    • Untersuchen Sie, wie stark Sitze und Pedalgummis abgenutzt sind.
    • Lassen Sie sich das Scheckheft zeigen.
    • Bei einem typischen Vertreterfahrzeug, wie einem Diesel-Kombi mit einer Firma als Vorbesitzer ist die Wahrscheinlichkeit für hohe Laufleistung sehr groß.
    • Suchen Sie nach Aufklebern oder Anhängern, die auf den letzten oder den nächst fälligen Ölwechsel hinweisen. Sind die Angaben plausibel?
  • Machen Sie eine ausführliche Probefahrt. Lesen Sie hier, worauf Sie bei der Probefahrt achten sollten.

Das sagen die Papiere über einen Gebrauchtwagen aus

  • Lassen Sie sich die Papiere zeigen. Klären Sie, wie viele Vorbesitzer das Auto hatte.
  • Sehen Sie sich das Service-Scheckheft an. Ist es lückenlos?
  • Wurden weitere notwendige Service-Maßnahmen lückenlos erfüllt (zum Beispiel Korrosionsschutz).
  • Liegt ein TÜV-Protokoll der letzten Hauptuntersuchung vor? Falls nein, seien Sie misstrauisch.
  • Wann ist die nächste Hauptuntersuchung fällig? Wenn Sie kurz bevorsteht, ist es gut möglich, dass der Verkäufer eine Gurke loswerden möchte.
Autotacho - (Foto: Markus Schraudolph)
Autotacho – (Foto: Markus Schraudolph)

Den Kauf überdenken

  • Zu guter Letzt bleibt der Kauf des Autos. Unser Tipp: Schlafen Sie mindestens einmal darüber. Lassen Sie sich nicht zum Kauf drängen. Natürlich gibt es immer “andere Interessenten”. Aber es gibt auch immer andere Gebrauchtwagen.
  • Prüfen Sie die oben vorgestellte Checkliste, ob Sie auch wirklich das Auto kaufen, das Sie brauchen.
  • Zeigen Sie nach der Probefahrt nicht zu viel Begeisterung. Fahren Sie beim selben Händler eventuell auch noch ein zweites Auto probe, das deutlich günstiger ist. So können Sie sagen, dass das andere Auto “auch genügt”. Einen Versuch ist es wert.
  • Falls Sie das Auto  von privat kaufen empfehlen wir, einen Standard-Kaufvertrag  zu verwenden. Bei einem Händler werden Sie wohl mit dessen Vertrag vorlieb nehmen müssen. Hier gilt: unbedingt lesen, nachfragen, falls etwas unklar ist und gegebenenfalls noch einmal eine Nacht darüber schlafen.

Halt die Klappe, Alexa! 😤

So, Schluss, aus. Alexa ist abgestöpselt. Stecker aus der Dose, ab ins Regal. Warum? Weil mir das Amazon Echo dauernd reinquatscht. Und weil es mich nicht versteht.

Warum ich von einem simplen „Plop“ so begeistert bin 🎛

VCV-Rack

Ok, es ist mehr, als ein „Plop“ – es ist auch ein „Wi-UUU-Wi-UUU“ und so vieles mehr. Ich spreche von einem modularen Synthesizer. Fast hätte ich mir so ein Ding als Hardware gekauft für über 500 Euro. Doch dann habe ich ein Programm entdeckt, das einen modularen Synthesizer auf dem Computer simuliert.