Gebrauchtwagen: Unfallschaden erkennen

Der Gebrauchtwagen-Verkäufer versichert Ihnen, dass das von Ihnen ausgewählte Fahrzeug unfallfrei ist? Dies muss nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen. Wir geben Ihnen einige Tipps mit auf den Weg, dank denen Sie zumindest eindeutige Unfallschäden problemlos erkennen – auch mit einem bislang ungeübten Blick.

Spaltmaß kontrollieren

  • Zwischen Kotflügeln und Motorhaube sehen Sie Spalten. Diese Spalten finden Sie ebenso links und rechts von der Kofferraumklappe sowie an den einzelnen Türen. Es ist ratsam, dass Sie immer ein Lineal mit sich führen, wenn Sie sich ein Auto anschauen. So können Sie ganz einfach überprüfen, ob die Spaltmaße übereinstimmen.
  • Alternativ besorgen Sie sich eine Spaltmaßlehre 
  • Ist nun beispielsweise rechts von der Motorhaube 3 mm Platz und links ganze 10 mm, kann dies nur von einem Unfall herrühren. Spaltmaße stimmen bei unfallfreien Fahrzeugen immer überein. Ein Unfall mit Blechschaden führt hingegen zu einer Verschiebung der Spaltmaße und im schlimmsten Fall sogar dazu, dass sich das Fahrgestell inklusive der tragenden Teile verzerrt. Durch den Tüv kommen Sie mit einem solchen Auto kaum.

Achtung: Billig produzierte Fahrzeuge können auch ab Werk schon abweichende Spaltmaße haben.

Türen und Karosserie untersuchen

Nach einem Unfall müssen oft die Türen aufwändig neu justiert werden. Macht das ein Laie, fallen die Türen nicht satt ins Schloss und schließen schlecht.

Versuchen Sie auch, die Schweissnähte zu untersuchen. Dazu sehen Sie in den Motorraum oder nehmen die Abdeckleisten am Türschweller oder den Türfalzen ab. Sind die Schweisspunkte hier unregelmässig oder ist generell die Naht nicht klar ausgeformt, wurde wahrscheinlich ein Teil neu eingeschweisst.

Türgriff und Türspalt eines PKW - (Foto: Martin Goldmann)
Türgriff und Türspalt eines PKW – (Foto: Martin Goldmann)

Vergessen Sie nicht, den Gebrauchtwagen auch innen zu kontrollieren. Zum Beispiel die Sicherheitsgurte können einen Hinweis auf Unfälle geben.

Lack kontrollieren

Achten Sie beim Anschauen eines Fahrzeuges immer darauf, ob Abweichungen im Farbton des Wagens bestehen.

  1. Schauen Sie den Lack von verschiedenen flachen Blickwinkeln an. Gerade bei Metallic-Farben fallen nachlackierte Bereiche durch unterschiedliche Reflektionseigenschaften gut auf.
  2. Gehen Sie auch in die Knie – manche Problemstellen, etwa Staubeinschlüsse oder kleine Beulen lassen sich dann besser Perspektiven erkennen.
  3. Suchen Sie nach Lackier-Spuren. Die können sein:
    • Reste von Klebeband.
    • Erkennbare Kanten vom Abkleben.
    • Sprühnebel-Reste von Farbe an Falzen und Gummis.
  4. Sind Unterschiede nicht oder nur schwach zu erkennen, kann Ihnen ein Lackdichte-Messgerät  helfen. Wenn Sie nicht über ein solches Gerät verfügen, tut es auch ein simpler Magnet oder eine Magnetkarte . An stark gespachtelten Stellen haftet kein Magnet. Aber Achtung: Beide Verfahren funktionieren nur auf Stahl, nicht aber auf Aluminium oder Kunststoff.
  5. Beulen von kleineren Auffahrunfällen werden gerne vertuscht. Meist geschieht dies durch Ausbeulen, provisorisches Verspachteln und Überlackieren der defekten Blechteile. Mit dem Lackdichte-Messgerät erkennen Sie auch gespachtelte Stellen.
  6. Klopfen Sie verdächtige Stellen ab. Gespachtelte Stellen klingen dumpfer.

Unterboden kontrollieren

  • Sehen Sie sich das gereinigte Auto von unten an.
  • Ist der Unterbodenschutz unterschiedlicher Farbe oder sieht er generell zu neu aus für das Fahrzeugalter, ist das ein Indiz für erfolgte Reparaturen.
  • Suchen Sie nach gestauchten und rostigen Stellen am Unterboden. Auch die können auf einen Unfall hinweisen.
  • Bei der Gelegenheit sollten Sie auch noch die Auspuffanlage betrachten und auf Rost kontrollieren.

Lenkrad und Fahrwerk

Bei der Probefahrt sollten Sie folgendes kontrollieren:

  • Steht das Lenkrad in der Null-Position wirklich waagrecht? Falls nein, kann das auf eine Reparatur hindeuten.
  • Zieht das Fahrzeug in eine Richtung? Falls ja, kann das auf einen Defekt oder einen zurück liegenden St0ß hindeuten.
  • Ein Blick auf die Reifen zeigt, ob die einseitig abgefahren sind. Das kann ebenfalls auf ein verstellte Radaufhängung hinweisen. Ursache kann auch hier ein Stoß sein.

Motorraum kontrollieren

Im Motorraum sollten Sie darauf achten:

  1. Kontrollieren Sie die beiden Federdome, in denen die Stoßdämpfer sitzen. Hier sind auch kleine Verformungen gut zu erkennen.
  2. Sehen Sie sich die Frontmaske genau an. (Das ist der Teil im Motorraum, in dem zum Beispiel die Scheinwerfer angebracht sind.
  3. Vergleichen Sie die Farbe im Motorraum mit der Lackierung außen. Unterscheiden sich die Farbtöne, ist das ein Hinweis, dass das Auto neu lackiert wurde.

In allen Fällen sollten Sie den Verkäufer auf die Problemstellen ansprechen. Kann er sie nicht plausibel erklären, sollten Sie einen anderen Wagen aussuchen.

Halt die Klappe, Alexa! 😤

So, Schluss, aus. Alexa ist abgestöpselt. Stecker aus der Dose, ab ins Regal. Warum? Weil mir das Amazon Echo dauernd reinquatscht. Und weil es mich nicht versteht.

Warum ich von einem simplen „Plop“ so begeistert bin 🎛

VCV-Rack

Ok, es ist mehr, als ein „Plop“ – es ist auch ein „Wi-UUU-Wi-UUU“ und so vieles mehr. Ich spreche von einem modularen Synthesizer. Fast hätte ich mir so ein Ding als Hardware gekauft für über 500 Euro. Doch dann habe ich ein Programm entdeckt, das einen modularen Synthesizer auf dem Computer simuliert.