Im Gegenlicht fotografieren

Gegenlicht verhilft Ihnen zu ganz anderen, besonders schönen Fotos, wenn Sie es bewusst einsetzen. Lesen Sie hier unsere Tipps, wie Sie optimal im Gegenlicht fotografieren.

Im Gegenlicht fotografieren – Motiv aufhellen

Das Problem beim Gegenlicht ist, dass die Kamera die Belichtung weit herunter regelt müssen. Die der Kamera zugewandte Seite des Motivs wird dann zu  dunkel.

Bei Pflanzen mit lichtdurchlässigen Blättern ist das noch kein großes Problem. Wohl aber bei anderen Motiven, zum Beispiel Tieren oder Menschen. (Lesen Sie hier Tipps zum Hunde fotografieren). Die werden dann zu schwer erkennbaren Silhouetten. Das mag in einigen Fällen gewollt sein. Aber falls Sie doch etwas im Vordergrund erkennen wollen, helfen folgende Maßnahmen:

  • Den Vordergrund mit einem Reflektor aufhellen. Das kann ein Stück Styropor aus dem Baumarkt sein oder ein Reflektor für Fotografen .
  • Einen Aufhellblitz verwenden. Achten Sie darauf, dass der Blitz nicht mit voller Leistung schießt. Regeln sie ihn herunter. (Bei meiner Canon geht das, indem ich bei montiertem Blitz die Belichtungskorrektur zum Beispiel auf -1 EV stelle).
  • Im RAW-Format fotografieren, um den kompletten Kontrastumfang der Kamera zu nutzen. Sie haben damit auch eine gute Möglichkeit, das Bild nachträglich zu korrigieren.
  • Die Kamera auf Spot-Messung umschalten und die Belichtung direkt am Motiv vornehmen. (In dem Fall kann es aber passieren, dass der Hintergrund überbelichtet wird und ausfrisst, also weiß erscheint und keine Bildinformationen mehr enthält.)
  • Ohne Blitz können Sie es auch versuchen, die Belichtungskorrektur nach oben zu regulieren, etwa auf +2 bis +3 EV. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie keine Spot-Messung vornehmen können.

Im Gegenlicht fotografieren – das bringt’s

  • Am besten lässt sich das Gegenlicht für das Fotografieren von Pflanzen nutzen. Denn im Gegenlicht sehen Sie nicht nur das satte Grün von Blättern oder das zarte Weiß der Apfelblüte. Sie sehen noch mehr, nämlich die Struktur der Blätter und die feine Maserung der Blüten.
  • Natürlich ist es nicht zwingend notwendig, das Objekt direkt zwischen Sonne und Linse zu platzieren. Oft reicht es auch schon wenn das Licht schräg von vorne kommt. Es schafft dann auf Pflanzen und anderen Motiven eine schöne Lichtkante, die Ihrem Bild Tiefe und Plastizität gibt.
  • Übrigens können Sie auch mit dem Smartphone tolle Gegenlichtaufnahmen machen.
  • Probieren Sie es einfach mal aus. Allerdings werden Sie in der Regel die automatische Belichtung ausschalten müssen und das Motiv manuell belichten. Mit etwas Übung klappt das aber. Auch hier sind Pflanzen zum Ausprobieren prima – die halten nämlich längere Zeit still wenn kein Wind weht.

Weiterlesen: Was ist die Drittel-Regel und wie setzt man sie ein?.

Letzte Aktualisierung am 19.12.2016 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API