Wozu braucht das Auto Zahnriemen?

Kaum ein Bauteil wird so häufig im Autobau verwendet wie der Zahnriemen. Er kommt in 75 Prozent aller Motoren zum Einsatz und ist auch als Synchronisationsriemen oder Steuerriemen bekannt.

Der Zahnriemen wird mittels Vulkanisation hergestellt. Er verbindet über ein 15 bis 20 mm langes Glasfaserband die Nockenwelle des Motors mit der Kurbelwelle und sorgt für eine Synchronisation beider Bauteile. Das soll ein regelmäßiges Öffnen und Schließen der Ventile sicher stellen.

Zahnriemen treibt auch Pumpen an

Gleichermaßen findet der Zahnriemen als Antriebselement für die Ölpumpe, die Wasserpumpe oder die Einspritzpumpe in modernen Dieselmotoren sowie Ottomotoren eine Verwendung.

Zahnriemen eines Motors - (Foto: iStockphoto/Ron Bailey)
Zahnriemen eines Motors – (Foto: iStockphoto/Ron Bailey)

Die Form der Zähne

Zahlreiche Modifikationen haben nicht nur Auswirkungen auf das Erscheinungsbild des Zahnriemens, sondern auch auf seine Belastbarkeit gehabt. Entsprach die Form der Zähne in der Anfangszeit noch der eines Trapezes, so finden sich in modernen Motoren kreisbogenförmige Zähne wieder. Das soll den Verschleiß mindern, und modernen Dieselmotoren sowie Ottomotoren mehr Laufruhe geben.

Um die Lebensdauer der Zahnriemen zu erhöhen, kommt ein spezielles Nylongewebe zum Einsatz. Gleichzeitig sorgt eine an den Enden des Zugkörpers aufgetragene Mischung aus Gummi dafür, dass der Zahnriemen selbst bei hohen Temperaturen und auftretenden Vibrationen leistungsfähig bleibt.

Geht der Zahnriemen kaputt oder fällt er aus, quittiert selbst der zuverlässigste Motor seinen Dienst. Daher ist vor allem bei Austritt von Öl eine Werkstatt aufzusuchen.

Zahnriemen können auch abrutschen

Neben gerissenen Zahnriemen verzeichnen die Werkstätten immer mehr Fälle von abgerutschten Zahnriemen. Insbesondere wenn der Zahnriemen eine starke Ölschicht aufweist, besteht die Gefahr, dass er von der Welle abrutscht und weitere Elemente des Motors in Mitleidenschaft zieht.

Neben beschädigten Zylinderköpfen sind oft beschädigte Kolben der Grund für einen kapitalen Motorschaden. Letzteres resultiert aus einer Fehlstellung der Ventile zu den Kolben.

Trotz geringerer Wartungsintensität im Vergleich zum Kettenantrieb können selbst bei umfangreichen Wartungsarbeiten Schäden am Zahnriemen nicht sofort aufgedeckt werden.

So kann es unter Umständen vorkommen, dass der Zahnriemen sogar direkt nach einer Inspektion einen Schaden erleidet.

Beim Einsatz der Motoren unter hohen Belastungen vertraut die Automobilindustrie daher auf den Einsatz von Steuerketten. Sie weisen oftmals eine längere Lebensdauer auf als die Motoren, in denen sie verbaut wurden.

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