Mit diesen Tipps machen Sie bessere Fotos von Hunden

Wenn Sie Hunde fotografieren, müssen Sie mit viel Bildmaterial rechnen, das Sie wegwerfen können: Unscharf, verwackelt, falscher Bildausschnitt. Lesen Sie hier unsere Tricks, mit denen Sie mehr gute Bilder von Ihren Hunden aufnehmen können.

Hunde fotografieren: Tipps für Actionaufnahmen

  1. Hunde bewegen sich schnell. Deswegen sollten Sie Verschlusszeiten von mindestens 1/400s wählen, um Verwackeln auszuschließen.
  2. Blenden Sie ab. Außer bei Portrait-Aufnahmen sollten Sie mit Blende 5,6, 8 oder 11 arbeiten. So haben Sie Schärfereserven.
  3. Behalten Sie die Sonne im Rücken. Zwar sind Gegenlichtaufnahmen schön – aber bei Actionbildern werden Sie im Gegenlicht die Erfolgsquote weiter verringern.
  4. Schnelle Verschlusszeiten und kleine Blenden kosten Licht. Drehen Sie deshalb die Empfindlichkeit der Kamera nach oben. ISO 400 bis 800 sind bei den meisten DSLR kein Problem. Gute Kameras kommen auch noch mit ISO 1600 oder höher gut klar. Am besten probieren Sie vorher aus, wie weit Sie gehen können.
  5. Nutzen Sie lange Brennweiten. Mit einem Zoom-Objektiv, beispielsweise 70-200 haben Sie mehr Reserven, den rennenden Hund bildfüllend zu erwischen.
  6. Schalten Sie den Serienbildmodus ein und lassen Sie die Hand auf dem Auslöser. Je nach Kamera und Objektiv lohnt es, das automatische Nachführen der Schärfe (AI SERVO zu aktivieren.
  7. Alternativ suchen Sie sich einen Fixpunkt, auf den Sie scharf stellen (Auslöser halb durchdrücken). Dann den Hund loslaufen lassen und den Auslöser gedrückt halten, um Serienbilder zu schießen. Mindestens eines der Bilder sollte scharf werden, sobald der Hund durch die manuelle Schärfe läuft.
  8. Falls Sie mit manuellen Einstellungen Probleme haben, schalten Sie um auf den Sportmodus Ihrer Kamera.
  9. Nutzen Sie den frühen Vormittag oder den späten Nachmittag für Ihre Aufnahmen, da ist das Licht am besten. Knallige Mittagssonne sollten Sie vermeiden, da sonst besonders bei hellen Hunden einzelne Bereiche des Bildes ausfressen.
  10. Achten Sie bei tief stehender Sonne darauf, dass nicht Ihr eigener Körperschatten auf den Hund fällt.
  11. Auch an bewölkten Tagen kann man gute Bilder aufnehmen – das Streulicht hilft.
Hund fotografieren: Dalmatiner springt über einen Graben
Gut erwischt: Dalmatiner-Hündin Fini springt über einen Graben.

Hundefotos mit Automatik

Wenn Sie es ein wenig einfacher haben wollen, befolgen Sie diese Schritte:

  • Schalten Sie Ihre Kamera auf die Zeitautomatik (Modus Tv) und wählen Sie 1/400 bis 1/500 Sekunde. Dann stellt die Kamera die zugehörige Blende automatisch ein.
  • Wählen Sie die ISO-Automatik, so dass die Kamera automatisch die Empfindlichkeit einstellt.
  • Schalten Sie den Autofokus auf SERVO. So versucht die Kamera, die Schärfe mitzuführen.

Portraits von Hunden aufnehmen

  1. Nehmen Sie sich Zeit! Unruhe und Hektik bringen nichts. Der Hund sollte auch nicht herumtoben, sonst sitzt er aufgeregt mit hängender Zunge vor Ihnen.
  2. Gehen Sie vorsichtig mit dem Blitz um. Blitzen Sie möglichst indirekt und testen Sie erst, ob der Hund das Blitzen verträgt. (Bei dunklen Hunde ist das Blitzen sehr hilfreich.)
  3. Blendenwerte zwischen 2.8 und 4 sorgen für eine geringe Schärfentiefe, die bei Portraits meist erwünscht ist.
  4. Entfernen Sie wenn möglich den Augenausfluss mit einem feuchten, weichen Tuch.
  5. Fokussieren Sie auf die Augen.
  6. Achten Sie darauf, dass ein Augenlicht zu sehen ist – ein kleiner Reflex, der Leben in die Augen bringt. Dazu müssen Sie nicht unbedingt blitzen. Der Reflex einer Lampe im Raum genügt. Bei Tageslicht sind die Augen ohnehin meist hell genug.
  7. Gehen Sie auf Augenhöhe oder tiefer. Das lässt die Hunde viel beeindruckender aussehen.
  8. Erledigen Sie erst die Pflicht dann die Kür: Nach den Portrait-Aufnahmen können Sie es auch noch mit Gegenlichtaufnahmen oder anderen Standorten probieren.
Beim Hunde fotografieren auf Augenhöhe oder tiefer gehen.
Die Tippscout-Dalmatiner Finie (li.) und Bienchen untersichtig aufgenommen. – (Foto: Martin Goldmann)

Fremde Hunde fotografieren

Falls Sie fremde Hunde fotografieren, sollten Sie diese Tipps beachten:

  1. Nehmen Sie sich Zeit zum Kennenlernen.
  2. Sehen Sie sich den Hund an Ist es ein quirliges Kerlchen? Hat er Angst? Wie reagiert er auf die Kamera? Oder ist er Ihnen nicht wohl gesonnen?
  3. Falls der Hundebesitzer dabei ist, beruhigen sie auch den. Oft wollen es Frauchen oder Herrchen besonders gut machen und dirigieren den Hund viel zu sehr herum. In der Ruhe liegt das gute Foto.
  4. Stellen Sie sich erst einmal hin und lassen Sie den Hund auf Sie zukommen. Er soll in Ruhe an Ihnen schnuppern.
  5. Wenn Sie dem Hund vertrauen, gehen Sie dann in die Hocke. Lassen Sie ihn an der Kamera und an Hand schnuppern bis ich das Gefühl habe, dass Ihre Nähe ok für ihn ist.
  6. Betrachten Sie währenddessen die Umgebung und überlegen Sie sich, wo Sie den Hund aufnehmen können.
  7. Falls die Hunde nicht von sich aus mitmachen, holen Sie sich Hilfe. Frauchen oder Herrchen dürfen dann ihren Hund ablenken oder ihn dazu bringen, in eine bestimmte Richtung zu sehen.
  8. Keinesfalls sollten Sie irgendwelchen Zwang anwenden – vor allem dann nicht, wenn sie ängstlich wirken. Das kann zu bösen Unfällen führen.

Weiterlesen: Im Gegenlicht fotografieren.

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