Worauf soll ich achten, wenn ich einen Akkuschrauber kaufe?

In der Werkzeugkiste eines echten Heimwerkers darf er natürlich nicht fehlen: der Akkuschrauber. Mit ihm lassen sich Schrauben im Handumdrehen und ganz ohne zusätzliche Anstrengung ein- und ausdrehen. Doch worauf sollte beim Kauf des Akkuschraubers geachtet werden, um das ideale Gerät zu erhalten?

Gewicht und Leistung sind wichtig beim Akkuschrauber

Zum einen ist natürlich das Gewicht das Akkuschraubers ein ausschlaggebender Faktor: Wer lange mit dem Gerät arbeiten muss oder in der Heimwerkerarbeit noch nicht so bewandert ist, der sollte natürlich einen möglichst leichten Akkuschrauber kaufen, um Schmerzen in den Armen zu vermeiden.

Auch sollte der Akkuschrauber gründlich darauf getestet werden, wie er in der Hand liegt – es gibt verschiedene Griffarten, beispielsweise Mittelhandgriff und Pistolengriff. Ein Akkuschrauber, der nicht gut in der Hand liegt, kann einem die Arbeit äußerst beschwerlich gestalten.

Darüber hinaus ist die Leistung des Akkus ein Punkt, auf den man unbedingt achten sollte – der Mittelwert von guten Akkuschraubern liegt bei circa 2 Amperestunden.

Insgesamt lohnt sich die Investition in einen Akkuschrauber mit höherer Voltzahl und stärkerem Drehmoment, um sich bei der Handarbeit Zeit und Mühe zu sparen. Akkuschrauber werden mit zwischen 3 und 24 Volt angeboten – erstere taugen für den gelegentlichen Einsatz im Haushalt, letztere dagegen sind schwer und kommen bei der professionellen Arbeit mit großen Schrauben und dicken Bohrern zum Einsatz.

Akkuschrauber Bosch Ixo - (Foto: Martin Goldmann)
Akkuschrauber Bosch Ixo – (Foto: Martin Goldmann)

Auf den Lieferumfang des Akkuschraubers achten

Auch der Lieferumfang des Akkuschraubers ist nicht außer Acht zu lassen. Ein Akkuschrauber sollte natürlich mit möglichst vielen verschiedenen Schraubentypen kompatibel sein, braucht also verschiedene Aufsätze, sogenannte Bits, die auch separat verkauft werden.

Hier sollte man allerdings unbedingt auf die Qualität achten: Bits mit minderer Qualität können unter Umständen den Akkuschrauber beschädigen. Mit speziellen Aufsätzen lässt sich beispielsweise auch über Eck oder mit größerem Abstand schrauben.

Ein Akkuschrauber kann außerdem oft nicht nur Schrauben ein- und ausdrehen, sondern findet zum Beispiel auch Einsatz als Bohrer.

Doch ein Akkuschrauber lässt sich auch problemlos für andere Angelegenheiten zweckentfremden: Ist der Abfluss mit Haaren verstopft und weder Abflussreiniger noch Wattestäbchen oder Pinzette zur Hand, einfach mal den Akkuschrauber in den Abfluss halten und andrehen – die Haare verfangen sich am Bohrer und lassen sich dann einfach wieder entfernen, indem man in die andere Richtung schraubt.

Noch ein Tipp im Umgang mit Akkuschraubern: Braucht man das Gerät gerade nicht, sollte man den Akku herausnehmen. Der Akku wird so langsamer aufgebraucht und seine Lebensdauer wird erhöht. 

Zeit sparen mit Schnellbauschraubern

Wer an einen Ausbau seines Dachgeschosses denkt, einen Geräteschuppen entstehen lassen oder seine Terrasse zum Wintergarten umfunktionieren will, kann mit dem Einsatz eines Schnellbauschraubers enorm viel Zeit sparen.

Bei all diesen Tätigkeiten kommen praktisch immer Unmengen von Gipskarton-Platten (“Rigips-Platten”), Schalungsbretter oder Nut-und-Feder-Bretter zum Einsatz. Wenn man diese mit einem herkömmlichen Akkuschrauber befestigen will, braucht man für jede Schraube sehr viel Zeit, weil Akkuschrauber lediglich 1500 Umdrehungen pro Minute leisten. Zudem muss man sehr viel Gefühl im Zeigefinger aufbringen, um die Schrauben gleichmäßig tief zu versenken.

Besser ist der Einsatz von Schnellbauschraubern. Wie der Name schon sagt, arbeiten sie wesentlich schneller, mein Lieblingsmodell der Firma Dewalt (gibt es in Profi-Läden und guten Baumärkten für etwas über 200 Mark) macht 4000 Upm! Man braucht nur ein Drittel der Zeit, die man mit einem Akkuschrauber benötigt. Bei einigen Hundert Schrauben, die schnell zusammenkommen, ist das eine immense Zeitersparnis.

Außerdem haben diese Geräte einen sehr praktischen einstellbaren Tiefenanschlag. Man braucht nur kurz auf den Auslöser drücken – fertig. Lassen sie sich von keinem Verkäufer erzählen, die Dinger eignen sich ausschließlich für Gipskarton-Platten! Wer das behauptet, hat garantiert noch nie einen Schnellbauschrauber eingesetzt.

Markus Bauer

Test: Bosch Ixo

Wer viel am Computer schraubt, braucht einen handlichen Akkuschrauber. Und genau den liefert Bosch. Der Ixo ist mit etwa 15 mal 10 cm kompakt genug, dass er locker in ausgebeulte Administratoren-Jeanstaschen passt.

Lithium Ionen Akku ist eingebaut

Gespeist wird der Winzling von einem Lithium-Ionen-Akku, der genug Leistung und Ausdauer bringt, um einige PCs auseinander zu schrauben. Geladen wird das Gerät in einer leicht zugänglichen Halterung. Akkuwechsel oder das Fummeln mit Steckern fallen aus.

Akku-Schrauber Bosch Ixo
Akku-Schrauber Bosch Ixo

Mit im Lieferumfang ist eine Verlängerung für Bits. Damit kommt der Bastler auch leicht an für andere Akku-Monster unzugängliche Stellen. Die Verlängerung für die Bits ist magnetisch – das hilft beim Positionieren der Schrauben. Allerdings ist der Magnetismus so stark, dass sich die Schraube am Bit auch gerne anderweitig orientiert und an der Umgebung kleben bleibt. In der Nähe von Magnetspeichern oder Chips sollte man diesen Magneten lieber nicht verwenden.

Ein weiterer Nachteil: es fehlt ein Drehzahlbegrenzer. Das kann schlecht werden für schwache Schrauben — denn die sind leicht rund gedreht.

Kleine Löcher in Holz lassen sich mit dem Ixo übrigens auch bohren. Allerdings hat das Drehmoment seine Grenzen.

Dennoch: praktisches Werkzeug, das vor allem eins ist: Handlich.

Bosch Ixo 3,6 V

(Nachtrag: Der Test stammt aus der Zeit irgendwann um 2006 oder 2007. Der Bosch Ixo aus dem Test ist immer noch im Einsatz und arbeitet einwandfrei.)

Halt die Klappe, Alexa! 😤

So, Schluss, aus. Alexa ist abgestöpselt. Stecker aus der Dose, ab ins Regal. Warum? Weil mir das Amazon Echo dauernd reinquatscht. Und weil es mich nicht versteht.

Warum ich von einem simplen „Plop“ so begeistert bin 🎛

VCV-Rack

Ok, es ist mehr, als ein „Plop“ – es ist auch ein „Wi-UUU-Wi-UUU“ und so vieles mehr. Ich spreche von einem modularen Synthesizer. Fast hätte ich mir so ein Ding als Hardware gekauft für über 500 Euro. Doch dann habe ich ein Programm entdeckt, das einen modularen Synthesizer auf dem Computer simuliert.