Diese Tipps sollten Sie beachten, wenn Sie eine Sauna besuchen

Schwitzen in der Sauna gilt als gesund und ist es wohl auch für viele. Herz- Kreislaufkranke, und Menschen mit Venenerkrankungen oder chronischen Leiden sollten Saunabesuche jedoch unbedingt vorher mit ihrem Hausarzt abklären.

Regelmäßige Besuche in Sauna oder Dampfbad stärken das Immunsystem und regen Herz- und Kreislauf an. Auch Hautunreinheiten wird damit vorgebeugt. Mal richtig schwitzen und dabei nicht arbeiten zu müssen empfinden viele passionierte Saunagänger als sehr erholsam.

Sauna: Eimer, Schöpflöffel und Handtuch - (Foto: iStockphoto/Petra Wanzki)
Sauna: Eimer, Schöpflöffel und Handtuch – (Foto: iStockphoto/Petra Wanzki)

Regeln für den Saunabesuch

  1. Gehen Sie nicht hungrig, aber auch nicht mit prall gefülltem Magen in die Sauna. Die letzte Mahlzeit sollte eine gute Stunde zurückliegen. Bei Hunger sinkt ihr Blutzuckerspiegel schnell ab und es kann Ihnen schnell schwindlig werden. Bei vollem Magen werden Sie sich ebenfalls nicht wohl fühlen, weil Ihr Körper mit Verdauen beschäftigt ist.
  2. Viele Bäder bieten Niedrigtemperatursaunas an. Spielen Sie nicht den großen Maxe, sondern fangen Sie mit weniger Hitze an, Ihr Körper wird es Ihnen danken. Sollten Sie tatsächlich nicht zu schwitzen anfangen, können Sie ja immer noch in die 95-Grad-Sauna wechseln. Wenn Sie sich unwohl fühlen, gehen Sie wieder nach draußen.
  3. Duschen Sie vorher, das gebietet eigentlich schon die Höflichkeit. Trocknen Sie sich dann noch einmal richtig ab, bevor Sie die Sauna betreten.
  4. Machen Sie höchstens drei Saunagänge mit maximal 15 Minuten und pausieren Sie dazwischen doppelt so lange. Trinken Sie in den Ruhepausen ausreichend Mineralwasser oder Fruchtschorlen, um Ihren Wasserhaushalt auszugleichen.
  5. Wenn Sie es aushalten, können sie nach jedem Saunagang eine kalte Schwallbrause über sich ergehen lassen oder gar ins Tauchbecken, wenn nicht duschen Sie einfach kurz. Gehen sie kurz an die frische Luft und genießen Sie es, mal ganz im Adamskostüm im Freien zu sein.
  6. Planen Sie genug Zeit ein.

Was bringt ein Sauna-Besuch überhaupt?

Saunieren gehört vor allem in der kalten Jahreszeit zu einem entspannenden Wellnesstag einfach dazu. Dies ist nicht verwunderlich, denn der Besuch der Sauna bringt eine Menge Vorteile für den menschlichen Körper mit sich.

Doch was passiert in der Sauna mit dem menschlichen Körper? Die Temperatur der Haut steigt um bis zu zehn Grad Celsius an; die Körpertemperatur um etwa einen Grad Celsius. Dies simuliert eine Art Fieber; der Körper wehrt Bakterien und Viren ab. Bei regelmäßigen Saunabesuchen haben Erkältungen daher kaum noch eine Chance.

Durch die Hitze der Sauna (diese beträgt in der Regel zwischen 60 und 95 Grad Celsius) werden sowohl Wasser als auch andere Giftstoffe aus dem Körper geschwemmt – dieser wird so komplett gereinigt.

Entspannung für die Muskeln

Auch für die Muskeln bringt der Saunabesuch Entspannung; diese werden gelockert. Ischiasbeschwerden sowie rheumatischen Leiden kann ebenso vorgebeugt werden wie einem Herzinfarkt. Zudem werden Kreislauf und Stoffwechsel angeregt, besonders übrigens dann, wenn nach dem Saunagang eine kalte Dusche folgt.

Natürlich tut die Sauna nicht nur dem Körper gut, auch für die Psyche bewirkt die wohlige Wärme wahre Wunder.

Doch auch für die Schönheit bringt die Sauna eine Menge Vorteile mit sich; dies wird vor allem Frauen erfreuen. Die Hautalterung wird durch regelmäßige Saunabesuche verlangsamt, bereits nach einem Saunagang sieht die Haut prall und rosig aus. Auch können regelmäßige Saunagänge dazu führen, dass Cellulite gemindert wird.

Wer sollte auf die Sauna verzichten?

Trotz all dieser Vorteile ist ein Saunabesuch nicht für jedermann geeignet. Personen mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krampfaderleiden oder akuten Infektionskrankheiten ist von einem Saunabesuch abzuraten.

Alternative: Bio-Sauna – Das neue Wohlfühlgefühl

Fast nichts ist angeblich erholsamer und gesunder, als ein regelmäßiger und ausgiebiger Saunabesuch. Das befreiende Schwitzen bringt Kreislauf und Seele in Einklang und auf Trapp. Doch die Auswahl an verschiedenen Saunaarten ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Vorbei sind die Zeiten, in denen es nur die typische, finnische Sauna gab. Heute ist die Bio-Sauna im Trend.

Doch was hat oder kann diese, was eine „normale“ Sauna nicht hat, beziehungsweise kann? Welche Vorteile gibt es und was sollte beim Bio-Saunagenuss unbedingt beachtet werden?

Die Biosauna – Hoher Wohlfühlfaktor bei niedrigen Temperaturen

Anders als in der klassischen Sauna herrschen in einer Bio-Sauna – auch Sanarium genannt – mit nur 50 bis 60 Grad Celsius viel niedrige Temperaturen, sogar zu niedrig, um einen saunatypischen Aufguss vorzunehmen. Allerdings werden alternativ oft ätherische Öle, beispielsweise Eukalyptus, Minze oder Zitronengras, in der Saunazelle aufgestellt.

Durch das Verdunsten und die hohe Luftfeuchtigkeit können diese besonders gut über die Atemwege aufgenommen werden, um sich positiv auf den Körper auszuwirken. Zudem erzeugen diese Öle einen sehr angenehmen Wohlfühlduft. Die Luftfeuchtigkeit einer Bio-Sauna ist hingegen mit rund 50 Prozent höher, als bei einer Sauna im finnischen Stil und pflegt so sowohl die Atemwege, als auch die Haut.

Doch das Wohlfühlgefühl soll in der Bio-Sauna noch durch weitere Faktoren gesteigert werden. Viele öffentliche Anbieter wie Saunalandschaften oder Wellness-Badeanstalten, schwören auf den therapeutischen Einfluss von farblichem Lichtmustern und Melodien innerhalb der Saunazelle. Diese wirken sich angeblich positiv auf das Gemüt der Gäste aus und werden so immer wieder auch als Unterstützung von umfangreichen Licht- und Klangtherapien genutzt.

Grüne Beleuchtung beruhige und entspanne, rotes Licht macht wach und wärme optisch, Blau löse innere Anspannungen und Gelb hebe die allgemeine Stimmung. Natürlich sind entsprechende Ausstattungen und jeweiliger Zubehör im Fachhandel auch für die Heimsauna erhältlich.

Was sollte bei einem Sanarium-Besuch beachtet werden?

Da die Temperaturen in der Bio-Sauna verhältnismäßig gering sind und so den Kreislauf schonen, eignen sie sich auch für Menschen, die mit der herkömmlichen Sauna nicht so gut zurecht kommen.

Anders sieht es für Menschen aus, die unter Herz- und Kreislaufproblemen leiden. Auch bei einem geplanten Besuch einer Bio-Sauna, sollte vorher unbedingt der Rat des Hausarztes eingeholt und entsprechend befolgt werden. Und so oder so zählt auch bei einem Sanarium: Bei Unwohlsein oder Schwindelgefühlen, sollte die Sauna umgehend verlassen werden.

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