SSH Client für Windows – Putty und Kitty

Einen SSH Client für Windows brauchen Sie, um auf einem anderen Computer einzuloggen, der mit Linux läuft. Auch auf einem Mac können Sie damit einloggen oder einer Diskstation. Leider fehlt ein SSH-Programm auf Windows, doch zum Glück gibt es einen Gratis SSH Client: Putty.

Putty: SSH Client für Windows

Für die Anmeldung über die Secure Shell öffnen Sie zunächst ein Terminal-Fenster auf Ihren Computer. Windows-Benutzer verwenden hierfür das Programm Putty, das Sie unter http://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty/ herunterladen können.

In Putty können Sie direkt unter Host Name die IP eines Servers eingeben und dann die Shell öffnen.

Für den Login brauchen Sie eine IP-Adresse oder den Namen des Servers.
Für den Login brauchen Sie eine IP-Adresse oder den Namen des Servers.

SSH-Session öffnen

  1. Starten Sie Putty
  2. Geben Sie in Host Name die IP-Adresse des Servers oder seinen Namen ein.
  3. Klicken Sie auf Open. Kurz darauf erscheint der Login.
  4. Geben Sie dann Ihre Benutzerdaten auf dem Server ein und Sie können mit der Session loslegen.
Nach dem Login haben Sie Zugriff auf den Server.
Nach dem Login haben Sie Zugriff auf den Server.

SSH-Session speichern

Mit Hilfe einer Speicher-Funktion können Sie Adressen und Einstellungen speichern.

  1. Geben Sie in Saved Sessions einen Namen ein, unter dem Sie die Session speichern wollen.
  2. Klicken Sie auf Save.
  3. Danach erscheint Ihre Session in der Liste der gespeicherten Sessions und lässt sich per Doppelklick öffnen.
Putty speichert die Parameter Ihrer Session auf Wunsch.
Putty speichert die Parameter Ihrer Session auf Wunsch.

Allerdings gibt es beim Einsatz von SSH-Clients immer wieder Probleme mit den Zeichensätzen. Deshalb widmen wir dem Thema Putty und Zeichenätze einen eigenen Abschnitt.

Zeichensätze im SSH Client Putty einrichten

Fast alle modernen Linux-Varianten verwenden UTF-8 als Standard-Zeichensatz, weil er universell ist und einen Großteil der weltweit gebräuchlichen Zeichen aufnehmen kann. Dennoch kann es zu falsch dargestellten Zeichensätzen kommen.

Beispiel: Nutzen Sie in Putty auf Grund einer alten Einstellung den Zeichensatz ISO-8859-1, dann bekommen Sie bei Umlauten oder anderen Sonderzeichen Probleme.

Der bekannte Dateimanager Midnight Commander sieht dann zum Beispiel so aus, wie im Screenshot. Statt der Rahmen sehen Sie Sonderzeichen, die die Übersicht nicht gerade fördern.

Linux falscher Zeichensatz
Linux falscher Zeichensatz

Um den Zeichensatz zu ändern, sollten Sie wissen: Putty merkt sich für jede Verbindung den zugehörigen Zeichensatz individuell. Die zugehörige Auswahl finden Sie in Window – Translation.

Sie können es sich aber ersparen, für jede neue Verbindung dort umstellen zu müssen. Denn dazu hat Putty die Verbindung Default Settings eingebaut.

Alles, was Sie in dieser Verbindung speichern, wird zur Vorlage für neu angelegte Sitzungen.

So ändern Sie die Voreinstellung:

  1. Markieren Sie aus der Liste Sessions den Eintrag Default Settings und klicken auf Load.
  2. Wechseln Sie im Menübaum links auf Window – Translation und wählen dann in der Listbox rechts den Zeichensatz, der bei Ihren Verbindungen häufig vorkommt, also z.B. eben UTF-8.
  3. Noch sind die Einstellungen nicht gespeichert. Dazu klicken Sie links auf Session, wählen rechts wieder den Eintrag Default Settings und klicken dann auf Save.

Ab jetzt gilt für alle neu angelegten Verbindungen die von Ihnen gewählte Zeichensatzeinstellung.

Alternativer SSH Client für Windows: Kitty

Lange Zeit war Putty das nützlichste Programm, um von Windows aus sichere SSH-Verbindungen aufzubauen. Denn es benötigt keine Installation, ist schlank und hat alle wichtigen Optionen.

Doch im Lauf der Zeit nervt Putty vor allem Admins, die viele Server betreuen müssen: Das Feld für die der Server lässt kaum Einträge zu und man kann die Liste schlecht organisieren. Außerdem ist es nicht vorgesehen, Passwörter zu speichern.

Das alles will Kitty besser machen. Dabei ist das Tool keine komplette Neuentwicklung, sondern ein Fork von Putty. Es nutzt also dessen Quellcode und setzt neue Funktionen obendrauf.

So nutzen Sie den SSH-Client Kitty

Holen Sie sich den neuesten Client von der Homepage http://globnet.free.fr/kitty/ unter Downloads. Für die meisten Anwendungsfälle ist von den angebotenen Dateien “kitty.exe” die beste Wahl.

Sie können Kitty ohne Installation nutzen. Legen Sie sie also an einem beliebigen Ort ab und erstellen eine Verknüpfung darauf oder ziehen ab Windows 7 die Datei einfach in die Taskleiste.

Beim ersten Start sehen Sie schon zwei nette Funktionen: Das Programm hat Ihre bestehenden, mit Putty angelegten Server übernommen und das Fenster bietet nun bequem Platz für viele Einträge.

Kitty
Kitty

So organisieren Sie die Servereinträge

Das Feld Saved Sessions/New Folder hat eine neue Funktionalität bekommen: Geben Sie dort Text ein, wirkt er wie ein Filter und zeigt nur Einträge an, in denen der Text vorkommt. Sie können also schnell einen Namen suchen oder –  bei konsequenter Nutzung von feststehenden Namensteilen wie “Testsystem” oder “Live-Server” die List auf Einträge einer bestimmten Kategorie einschränken.

Kitty bietet aber noch eine vollwertige Möglichkeit zur Organisation Ihrer Verbindungseinträge. Geben Sie im Feld Saved Sessions/New Folder einen beliebigen Namen ein und klicken auf den Knopf New Folder.

Damit hat Kitty einen neuen Ordner angelegt, der ganz separate Einträge bietet. Anders als Ordner in einem Dateisystem erscheint der aber nicht in der normalen Liste der Einträge, sondern Sie müssen ihn separat anwählen. Dazu dient dient die Listbox Folder am unteren Fensterrand, mit der Sie die SIcht umschalten.

So loggen Sie sich automatisch ein

Wenn es Ihr Sicherheitsbedürfnis erlaubt, können Sie den Usernamen und das Kennwort eines Serverzugangs von Kitty automatisch eingeben lassen.

Dazu wechseln Sie zur Kategorie Connection/Data und füllen die Felder für beide Informationen entsprechend aus.

Kitty Passworteintrag
Kitty Passworteintrag

Wenn Sie möchten, füllen Sie auch gleich das Feld Command aus, so dass nach jedem Login gleich ein bestimmter Befehl ausgeführt wird.

So erweitern Sie die Liste der Server

Wenn Ihnen die von 6 auf 21 Einträge gewachsene Serverliste immer noch zu klein ist, erweitern Sie das Feld einfach.

Rufen Sie dazu im Startmenü folgenden Befehl auf, der die Datei kitty.ini lädt

%APPDATA%kittykitty.ini

Ganz oben in dieser Textdatei finden Sie unter [ConfigBox] den Eintrag

height=21

Ändern Sie diese Zahl einfach auf den gewünschten Wert. Beim nächsten Start von Kitty hat sich das Feld entsprechend geändert.

Halt die Klappe, Alexa! 😤

So, Schluss, aus. Alexa ist abgestöpselt. Stecker aus der Dose, ab ins Regal. Warum? Weil mir das Amazon Echo dauernd reinquatscht. Und weil es mich nicht versteht.

Warum ich von einem simplen „Plop“ so begeistert bin 🎛

VCV-Rack

Ok, es ist mehr, als ein „Plop“ – es ist auch ein „Wi-UUU-Wi-UUU“ und so vieles mehr. Ich spreche von einem modularen Synthesizer. Fast hätte ich mir so ein Ding als Hardware gekauft für über 500 Euro. Doch dann habe ich ein Programm entdeckt, das einen modularen Synthesizer auf dem Computer simuliert.