Wozu braucht ein Auto eine Wasserpumpe?

Fast alle Verbrennungsmotoren in Autos sind mit einer Flüssigkeitskühlung ausgestattet. Das gilt für Otto- und Dieselmotoren gleichermaßen.

Als Kühlmittel wird fast ausschließlich Wasser verwendet. Dem Kühlwasser wird Frostschutzmittel beigemischt, damit bei Temperaturen unter 0 Grad Celsius keine Schäden durch Ausdehnung am Kühlsystem oder Motorblock entstehen.

Warum muss ein Motor gekühlt werden?

Im Motorblock entsteht durch die im Brennraum gezündeten Gase eine hohe Temperatur. Diese würde zum Verbrennen der Dichtungen und zu Schäden am Material führen, wenn sie nicht abgeführt würde.

Zunächst schmiert und kühlt das Motoröl heiße mechanische Teile und Stellen im Motorblock. Die Wärme wird weiterhin an den Motorblock abgegeben. Dieser ist von Kanälen durchzogen, durch die das Kühlwasser gepumpt wird.

Die Aufgabe des Pumpens wird von der Wasserpumpe übernommen. Ohne ihre Arbeit würde das Wasser stark erhitzt und begänne zu verdampfen. Dann könnte es keine ausreichende Wärmeabfuhr mehr bewerkstelligen.

Reparatur einer Wasserpumpe - (Foto: iStockphoto/zoran simin)
Reparatur einer Wasserpumpe – (Foto: iStockphoto/zoran simin)

Die Wasserpumpe fördert daher ständig kühles Wasser in die Kanäle des Motorblockes hinein. Auf der anderen Seite wird das erhitzte Wasser durch einen Wärmetauscher aus Metall geführt. Dieser hat durch seine vielen Lamellen eine große Oberfläche und gibt darüber seine Wärme an die Umgebungsluft ab.

Das abgekühlte Wasser wird wieder von der Wasserpumpe angesaugt und erneut in den heißen Motorblock gepumpt. Der Kühler kann bei zu hohen Temperaturen von einem Lüfter angeströmt werden, um mehrüberschüssige Wärme zu entfernen.

Kühlkreislauf ist elektronisch geregelt

Der Kühlkreis mit der Wasserpumpe ist in modernen Fahrzeugen elektronisch geregelt. In der Kaltlaufphase des Motors wird das Wasser nur im Motorblock bewegt und läuft nicht über den Kühler.

Erst wenn der Motorblock heiß genug ist, wird ein Ventil geöffnet und der Kühler wird in den Kreislauf integriert. So wird die schadstoffintensive Kaltlaufphase moderner Motoren verkürzt. Das verhindert unnötig hohen Benzinverbrauch durch schnelles Überwinden der Kaltlaufphase und schont die Umwelt.

Wasserpumpen können mechanisch über den Keilriemen angetrieben werden. Die Pumpleistung steht dann im direkten Verhältnis zur Motordrehzahl. Es gibt auch elektrische Varianten, die in ihrer Pumpleistung elektronisch geregelt werden. Sie finden immer mehr Verbreitung, da ihre Regelung über die Bordelektronik feinfühliger gesteuert werden kann.

Die Wasserpumpe ist ein langlebiges Verschleißteil. Oft verrichtet sie ein ganzes Autoleben klaglos ihren Dienst. Bei einem festgestellten Defekt der Wasserpumpe darf der Motor nicht mehr betrieben werden. Dies kann bei Wegfall ihres Antriebes durch Stromausfall oder Riss des Keilriemens eintreten.

Ein kapitaler Motorschaden durch Verbrennen der Zylinderkopfdichtung oder Hitzeschäden an mechanischen Teilen wären die unausbleiblichen Folgen.

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