Halt die Klappe, Alexa! 😤

So, Schluss, aus. Alexa ist abgestöpselt. Stecker aus der Dose, ab ins Regal. Warum? Weil mir das Amazon Echo dauernd reinquatscht. Und weil es mich nicht versteht.

Dabei fing alles so gut an. Alexa zog bei uns ein und hatte einen Job: „Spiele Kinderlieder“. Statt in Menüs zu wühlen tat das Sprachkommando, was es sollte: Alexa dudelte ein Kinderlied nach dem anderen und unsere Tochter hatte ihre Freude.

Dann noch dieser praktische Timer: „Setze Timer auf 10 Minuten.“ Lief prima. Die digitale Eieruhr Alexa konnte Kinderlieder singen und fand ihren Platz in unserem Haushalt. Vorerst. Doch dann lief es schief.

Alexa quatscht dauernd rein

Ich weiß nicht, ob Alexa sich vernachlässigt fühlte. Denn die Kinderliederabrufe wurden weniger. Und immer nur Timer sein, erfüllt nicht das digitale Wesen eines Lauschgerätes.

Also fing Alexa an, sich ungefragt zu melden. Anfangs zaghaft, dann aber immer öfter. Zum Beispiel beim Fernsehen. Es reichte ein Wort, das entfernt nach „Alexa“ klang, um Amazon Echo zu aktivieren. Das meldete sich sogleich mit der Information, dass es mir bei meinem Anliegen leider nicht weiterhelfen könne.

Klar.

ICH HATTE KEIN ANLIEGEN!

Amazon Echo mit Alexa
Alexa versteht mich nicht. Also muss das Amazon Echo unser Wohnzimmer verlassen.

Die Spracherkennung versteht mich nicht

Irgendwann verstanden wir einander gar nicht mehr. Ich wollte ein bestimmtes Lied einer Band hören – und bekam nur Musikmurks, weil mich Alexa falsch verstanden hatte.

Oder hatte ich die Anfrage falsch formuliert?

Da liegt das Problem: Ich muss einer Syntax folgen, damit mich das Gerät versteht. Ein Problem, das sich durch die Spracherkennung zieht. Spracherkennung erkennt die Stimme, aber keine Stimmung. Sie erkennt Ton, aber keinen Kontext. Spracherkennung verlangt immer noch von den Nutzern, dass sie sich nach dem Gerät richten.

Das erinnert mich an die ersten Stifteingabe-Geräte von Palm. Wer dort schreiben wollte, musste die Schrift Graffiti lernen. Nie davon gehört? Kein Wunder. Von Graffiti gehört und verdrängt? Verständlich. Graffiti war zwar nett für Nerds, aber nichts für die tägliche Anwendung.

Genauso geht es mir mit der Spracherkennung: ich muss ein Sprech-Graffiti lernen, damit Alexa, Siri, Cortana oder Google mich verstehen. Von der grottenschlechten Spracherkennung meines VW-Navigationssystems will ich gar nicht anfangen. Ich will einfach nur verstanden werden!

Wohin geht die Spracherkennung?

Spracherkennung ist ein Hype – und das zurecht. Die Anwendungsmöglichkeiten sind toll. Aber derzeit muss sich der Mensch nach der Technik richten. Umgekehrt wäre es richtig.

Verglichen mit der Entwicklung der Computer sind wir bei der Spracherkennung noch in der Phase, als wir lange Tastatureingaben am Terminal einhackten. Von da war es ein langer Weg zu intuitiven Oberflächen. Diesen Weg muss die Spracherkennung noch gehen.

11 Tipps für geniale Fotos mit dem iPhone 📱📸

Fotografieren mit dem iPhone macht Spaß. Das Smartphone ist immer dabei, schnell zur Hand und liefert gute Bilder. Die Bilder sind via Fotostream oder Airdrop im Handumdrehen auf dem Computer oder lassen sich schnell via Facebook, Twitter oder Instagram verbreiten.

Sind Smartphones bald am Ende? 🤨

iPhone X

Vor zehn Jahren war jedes neu auf den Markt geworfene Smartphone eine neue Sensation. Bessere Kamera, schnellerer Prozessor, besseres Display. Doch jetzt geht es abwärts. Warum? Ein Kommentar.

3 Gedanken zu “Halt die Klappe, Alexa! 😤”

  1. Ich habe mir Alexa angeschafft, da Analog FM-Radio im Kabel Deutschland abgeschaltet wurde. Da hatte ich eine Radiosender in meinem Homeoffice immer leise mitlaufen damit es nicht ganz so still ist.
    Das mache ich jetzt mit Alexa. Das Mikrofon habe ich während des Betriebes immer deaktiviert!

  2. Netter Eintrag, aber was Spracherkennung angeht, so habe ich bei meinem Android Telefon ausnahmslos gute Erfahrungen gemacht. Egal ob Englisch oder Deutsch. Auch meine Whatsapp-Nachrichten kann ich bequem da rein diktieren, sogar mit Punkt und Komma, wenn man will. Unabhängig davon würde ich mir aber keine Abhöreinrichtung ins Haus stellen.

    • Einfache Spracherkennung zum Beispiel für den Timer oder für ein “Schreibe Nachricht an” klappen bei mir auch prima auf dem Smartphone. Schwierig sind komplexe Aufgaben, in denen die Spracherkennung nicht nur die Sprache erkennen, sondern auch den Sinn verstehen muss. Und da hapert es noch in vielen Fällen.

      Das mit der Abhöreinrichtung kann ich verstehen. Da war mir auch ein bissl mulmig. Andererseits haben wir aber auch zwei Smartphones und etliche Rechner im Haus. Alle mit Mikrofonen und auch potenzielle Abhörgeräte.

Schreibe einen Kommentar