Sind Smartphones bald am Ende? 🤨

Vor zehn Jahren war jedes neu auf den Markt geworfene Smartphone eine neue Sensation. Bessere Kamera, schnellerer Prozessor, besseres Display. Doch jetzt geht es abwärts. Warum? Ein Kommentar.

Es geht den Smartphones wie den digitalen Kameras

Nicht erst die jüngsten Zahlen von Apple zeigen, dass sich der Smartphone Hype dem Ende nähert. Mich erinnert das an die digitalen Fotoapparate. Um die Jahrtausendwende herum waren Digitalkameras noch eine Sensation. Die Kodak DC240 in unserer Redaktion lieferte 1,3 Megapixel. Genug für 1.280 mal 960 Bildpunkte. Von da an ging die Entwicklung rasant aufwärts. Bald kamen kompakte Kameras mit vier, sechs, acht und so weiter Megapixel. Und schließlich kamen die digitalen Spiegelreflexkameras mit hoch auflösenden Sensoren und fantastischen Optiken.

Digitalkamera Kodak DC240
Die erste Digital-Kamera in der Tippscout-Redaktion war die Kodak DC 240. Dann kam der Boom.

Das Problem der digitalen Kameras: In den ersten Jahren schritt die Entwicklung rasant voran: Immer neuere, immer bessere Kameras. Das befeuerte den Markt. Doch dann haben die Apparate ihren Zenith erreicht: Irgendwann gab es genug Auflösung, irgendwann war der Autofocus schnell genug, irgendwann waren die Kunden und ihre Konten erschöpft. Es kam eben nicht mehr alle zwei, drei Jahre eine neue Kamera ins Haus. Meine EOS 5D MkIII  zum Beispiel hat gut vier Jahre auf dem Buckel und wird sicher noch weitere vier oder mehr Jahre ihren Dienst tun. Die Technik ist ausgereift.

Smartphones sind ausgereift

Den intelligenten Telefonen geht es nicht anders, als den Digitalkameras: Sie sind ausgereift. Waren die Sprünge zum Beispiel vom iPhone 5 auf das iPhone 6 noch gigantisch, werden die Feature-Zugewinne immer kleiner. Beispiel: Mit einem Samsung Galaxy S7 – einem Oldtimer – kann man immer noch prima Fotos machen, Videos drehen und spielen.

Filmen mit dem Samsung Galaxy S7
Auch mit älteren Smartphones wie dem Samsung Galaxy S7 lassen sich gute Filme und Fotos aufnehmen.

Klar, das S9 ist eine Weiterentwicklung. Aber die technische Weiterentwicklung wird langsamer und damit fällt es den Smartphone-Herstellern auch schwerer ihre Innovation zu verkaufen. Statt alle zwei oder drei Jahre ein neues Smartphone zu kaufen, wird der Taschen-Computer jetzt vier oder sechs Jahre benutzt. Gut für die Kunden, schlecht für die Anbieter.

Es geht um die Software

Das größte Potential steckt meiner Ansicht nach nicht mehr in der Hardware. Es geht um die Software. Hier steckt das Potenzial – ob nun AR-Anwendungen, Spiele oder Videoschnitt-Software. Das Angebot wächst. Und die Software-Hersteller – zumindest die guten – schreiben ihre Programme so, dass sie auch auf älteren Smartphones laufen.

Smartphones bleiben interessant

Ich denke nicht, dass die Ära der Smartphones jetzt schon am Ende ist. Der Markt normalisiert sich. Damit müssen die Hersteller jetzt umgehen lernen. Die Produktionskapazitäten anpassen, Preise senken, auf den Markt hören. Und ich werde auch mindestens vier Jahre warten, bis das nächste Smartphone ins Haus kommt. Außer natürlich, Apple, Samsung, Google oder ein anderer Hersteller bringen ein echtes „Next Big Thing“ auf den Markt. Allein fehlt mir die Idee, was das sein könnte. Denn Smartphones sind ausgereift. Gut für uns!

11 Tipps für geniale Fotos mit dem iPhone 📱📸

Fotografieren mit dem iPhone macht Spaß. Das Smartphone ist immer dabei, schnell zur Hand und liefert gute Bilder. Die Bilder sind via Fotostream oder Airdrop im Handumdrehen auf dem Computer oder lassen sich schnell via Facebook, Twitter oder Instagram verbreiten.

Halt die Klappe, Alexa! 😤

So, Schluss, aus. Alexa ist abgestöpselt. Stecker aus der Dose, ab ins Regal. Warum? Weil mir das Amazon Echo dauernd reinquatscht. Und weil es mich nicht versteht.

6 Gedanken zu “Sind Smartphones bald am Ende? 🤨”

  1. Ich habe so ziemlich den Markt an LG G5 leer gekauft, da dies anscheinend das letzte Smartphone der (damaligen) oberen Mittelklasse mit tauschbarem Akku war. Es geht ja nicht nur um den Akku-Tod – ein Nachhaltigkeits-GAU! – sondern auch darum, nicht dauernd eine sperrige Powerbank mitschleppen zu müssen und während des Nachladens zwei Geräte am Hals zu haben. Solange es nicht wieder Phones mit Wechsel-Akku gibt, bin ich versorgt, zumindest einige Zeit. Sobald sich das ändert, bin ich wieder am Puls des technischen Fortschritts – Falthandys sind z.B. durchaus etwas, was mich reizen könnte…

  2. Mr. T hat die Aussage von Martin wohl nicht ganz verstanden.
    Die Smartphones werden nicht von dieser Welt verschwinden, es werden einfach weniger neue verkauft.
    Wobei ich glaube, dass das auch nicht so ganz passt. Ich glaube eher, der Markt wird sich verschieben Richtung China-Handys, da die Chinesen die “Schmerzen” erkannt haben:
    – Viel zu hoher Preis bei Iphone, Samsung & Co.
    – Die Update-Unverschämtheit bei etablierten Anbietern (Stock-Android oder Android One gehört die Zukunft)

  3. Dankenswerter weise haben inzwischen fast alle Handys fest eingebaute Akkus, so dass spätestens nach dem tot des Akkus doch wieder ein neues Handy angeschafft wird… 🙁

    • Nicht zwingend – in Reparatur-Shops kann man die Akkus ja recht günstig austauschen. Und bei meinem iPhone 6 gab es letztes Jahr recht günstig nen frischen Akku.

      Aber Du hast schon recht: das mit den fest verbauten Akkus ist eigentlich ein Unding.

  4. Warum soll die Zeit der Smartphones vorbei sein? Solange es keinen Nachfolger gibt, bleibt das Smartphone dort, wo es ist: in den Händen von Millionen von Menschen. Der Vergleich mit der Digitalkamera hinkt da etwas. Die Digitalkamera hatte zu keinem Zeitpunkt die Wichtigkeit eines Smartphones. Das Smartphone ist mit all seinen Funktionen und Möglichkeiten ein essentieller Bestandteil für viele Millionen Menschen geworden. Sowas verschwindet nicht einfach so, bloß weil das neue iPhone wieder langweilt oder gerade keine App bis in den Himmel gehyped wird.

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