Arbeitsplatten und selbstgebaute Möbel: So bügeln Sie einen Umleimer auf

Umleimer schützen die Schnittflächen von Holzplatten mit Dekor und verdecken die unschöne Stirnfläche des Holzmaterials. Sie können einen Umleimer selbst anbringen.

Die Vorbereitung zum Aufbügeln eines Umleimers

  • Zum Montieren brauchen Sie ein Bügeleisen, eine scharfe Klinge, einen Schleifklotz sowie Schleifpapier mit einer Körnung von 120-180.
  • Das Bügeleisen erwärmt den Umleimer und verflüssigt den auf der Rückseite aufgebrachten Kleber. Hat das Bügeleisen keine ganz glatte Kontaktfläche, verwenden Sie ein Baumwolltuch oder Löschpapier zum Zwischenlegen.
  • Auf der Verpackung sollte eine empfohlene Temperatur für das Bügeleisen zu finden sein. Falls nicht, prüfen Sie mit einem kleinen Stück des Umleimers die Temperatur. Drehen Sie dazu das Bügeleisen um, so dass die Fläche nach oben zeigt und legen den Abschnitt des Umleimers mit der Dekorseite nach unten auf die erhitzte Fläche.

    Umleimer Temperaturtest - (Foto: Markus Schraudolph)
    Umleimer Temperaturtest – (Foto: Markus Schraudolph)

  • Ist die Temperatur hoch genug, schmilzt der Kleber nach einigen Sekunden. Er darf aber nicht kochen oder braun werden. Auch die Dekorseite darf sich nicht verfärben. Ansonsten drehen Sie das Eisen eine Stufe niedriger und wiederholen den Versuch nach 2-3 Minuten Wartezeit mit einem neuen Abschnitt.

So bügeln Sie den Umleimer auf

  • Passt die Temperatur, dann halten Sie den Umleimer an die Schnittfläche, so dass er überall um mindestens einige Millimeter übersteht.
  • Fixieren Sie den Umleimer auf einer Seite punktuell, indem Sie ein paar Sekunden mit der Spitze des Bügeleisens eine Stelle erhitzen. Warten Sie dann bis der Kleber ein wenig erkaltet ist und prüfen nochmal den notwendigen Überstand.
  • Stimmt alles, legen Sie das Bügeleisen ganz auf und bügeln mit hohem Anpressdruck langsam einige Male über den Umleimer.

    Umleimer aufbügeln - (Foto: Markus Schraudolph)
    Umleimer aufbügeln – (Foto: Markus Schraudolph)

  • Gehen Sie speziell nochmal alle Kanten nach, wobei Sie das Bügeleisen ganz leicht abwinkeln, damit der Anpreßdruck vor allem auf die Kante wirkt. Hier darf kein Spalt offen bleiben.

So entfernen Sie den seitlichen Überstand

  • Lassen Sie die Klebestelle einige Minuten abkühlen. Das Bügeleisen lassen Sie am besten noch an, falls Sie später noch eine schlechte Verklebung nachbessern müssen.
  • Mit einem scharfen Messer, besser noch einem speziellen Kantenmesser ] schneiden Sie den Überstand ab. Dabei können Sie die Klinge auf die Oberfläche der Platte aufsetzen, damit die Schnittkante sauberer wird. Es gibt auch Doppelseitige Kantenschneider , bei denen Sie in einem Arbneitsschritt zwei Kanten auf einmal begradigen können. Die kosten ein wenig mehr, ersparen Ihnen aber Zeit, wenn Sie viele Kanten zu bearbeiten haben.

    Umleimer Überstand abschneiden - (Foto: Markus Schraudolph)
    Ein Kantenscheider entfernt den Überstand des Umleimers – (Foto: Markus Schraudolph)

  • Mit einem Schleifklotz  und Schleifpapier in der Körnung 120-180 , begradigen Sie vorsichtig die Kanten. Kommt dabei Kleber zum Vorschein, entfernen Sie ihn einfach mit dem Fingernagel. Er lässt sich schlecht abschleifen.

    Umleimer Kanten abschleifen - (Foto: Markus Schraudolph)
    Mit Schleifpapier glätten  Sie die Kanten – (Foto: Markus Schraudolph)

  • Nun ist Ihre Arbeitsplatte für die Montage bereit. Wenn Sie das Aufbügeln sorgfältig ausgeführt haben, wird keine Feuchtigkeit eindringen und der Umleimer für lange Zeit halten.

Wollen Sie auch noch wissen, wie Sie saubere Markierungen für die Ausschnitte an der Arbeitsflächen bohren? Dann lesen Sie hier weiter: Arbeitsplatten ausschneiden: So bohren Sie saubere Löcher.

Halt die Klappe, Alexa! 😤

So, Schluss, aus. Alexa ist abgestöpselt. Stecker aus der Dose, ab ins Regal. Warum? Weil mir das Amazon Echo dauernd reinquatscht. Und weil es mich nicht versteht.

Warum ich von einem simplen „Plop“ so begeistert bin 🎛

VCV-Rack

Ok, es ist mehr, als ein „Plop“ – es ist auch ein „Wi-UUU-Wi-UUU“ und so vieles mehr. Ich spreche von einem modularen Synthesizer. Fast hätte ich mir so ein Ding als Hardware gekauft für über 500 Euro. Doch dann habe ich ein Programm entdeckt, das einen modularen Synthesizer auf dem Computer simuliert.