Was bringen Frontantrieb, Heckantrieb oder Vierradantrieb für das Auto?

Der Streit ist alt: Welche Antriebsart ist die beste? Frontantrieb ist sicherer und besser im Winter, Heckantrieb sportlicher und Vierradantrieb nur etwas für spritschluckende SUV? Genug der Vorurteile. Wir haben die wichtigsten Vor- und Nachteile der Antriebsarten zusammen gestellt und helfen Ihnen bei der Entscheidung.

Was bringt Heckantrieb wirklich?

Aston Martin, BMW, Mercedes, Porsche, Jaguar, Lexus. Die wenigen Hersteller, die bei ihren Autos heute noch auf Heckantrieb setzen, scheinen alle aus der Premium-Liga zu kommen. Das muss seine Gründe haben.

Die Nobelhersteller vertrauen ja auf ein Antriebskonzept, das fast gänzlich verschwunden ist. Was ist so faszinierend an den heckgetriebenen Autos?

Dass ausgerechnet die teuren Autos Heckantrieb besitzen, das ist kein Zufall. Es liegt aber nicht daran, dass Heckantrieb in der Herstellung – hauptsächlich wegen der nach hinten führenden Kardanwelle – ein paar Euro teurer als Frontantrieb ist. Die Gründe sind im Gesamtkonzept der Fahrzeuge zu suchen. Und dieses Konzept heißt Qualität, Leistung und Fahrspaß. Natürlich macht ein Jaguar XK mehr Spaß als ein Kia Venga. Das liegt nicht nur am Hinterradantrieb, aber auch daran!

Ein über 500 PS starker Jaguar wäre mit Frontantrieb vollkommen überfordert. Schon bei 200 PS Motorleistung muss die Frontantriebs-Fraktion elektronische Hilfen (Traktionskontrolle) bemühen, damit die Vorderräder beim Beschleunigen nicht haltlos durchdrehen. Kräftige Fronttriebler zerren gern an der Lenkung, das ist unkomfortabel und unangenehm. Der Heckantrieb kennt da keine Probleme. Wofür gibt es schließlich zwei Achsen? Vorn wird gelenkt, hinten wird angetrieben. So einfach ist das.

Heckgetriebene Autos sind deutlich agiler als Fronttriebler. Falls Sie die Chance haben, beispielsweise eine Mercedes S-Klase oder einen Siebener-BMW zu fahren, werden Sie sich wundern, wie wendig und leichtfüßig diese Fünf-Meter-Riesen sind. Das ist auch der Grund, warum auch Porsche immer noch auf Heckantrieb setzt. Ein gleich großer Fronttriebler wirkt dagegen starr und träge.

Sportlicher Fahrweise kommt der Heckantrieb entgegen, im wahrsten Sinn des Wortes. Der Wagen dreht sich in die Kurve hinein und drängt nicht nach außen wie ein Fronttriebler. Früher nannte man Autos mit Hinterradantrieb “Heckschleudern”. Heute kommt das schon fast einer Beleidigung gleich. Kaum ein Hersteller baut so sichere und ausgeklügelte Fahrwerke wie BMW, Mercedes und die anderen Vertreter der Nobelklasse. Elektronische Sicherungssysteme tun ihr Übriges.

Und auch die anderen gängigen Gegenargumente lassen sich schnell entkräften. Nicht der Hinterradantrieb ist teuer, sondern die Autos selbst. Auch das Platzargument zieht nicht. Große Mercedes und BMW haben Platz genug, und einen Porsche, Aston Martin oder Jaguar kauft niemand wegen des Platzangebots.

Und dass ein Fronttriebler besser geradeaus läuft, das ist graue Theorie. In der Praxis zeigt sich, dass der Hecktriebler insgesamt besser läuft. Ob in der Kurve oder auf der Geraden. Und so ein Hecktriebler fasziniert einfach, auch dann, wenn er gerade einmal nicht fährt, sondern in der Garage steht. Allerdings hat der Frontantrieb im Winter deutliche Vorteile und kommt ungeübten Fahrern mehr entgegen als der Heckantrieb.

Was bringt der Frontantrieb

Seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts hat sich bei PKW weitgehend der Frontantrieb durchgesetzt. Frontantrieb-Pionier war der französische Hersteller Citroen, der bereits in den dreißiger Jahren einen “Traction Avant” herausbrachte. Heute ist Frontantrieb automobiler Standard. Nur noch BMW, Mercedes und einige Exoten halten am Hinterradantrieb fest.

Was sind die Gründe dafür, dass fast alle Autos Fronttriebler sind?

Zunächst einmal spart Frontantrieb an Gewicht. Die Kraft wird dort weitergegeben wo sie erzeugt wird – nämlich vorn. Die Hersteller sparen sich die teure und aufwendige Kardanwelle zur Hinterachse. Weniger Gewicht bedeutet automatisch weniger Verbrauch, auch wenn die Unterschiede kaum messbar sind.

Keine Kardanwelle bedeutet – zumindest theoretisch – mehr Platz im Innenraum. Früher gab es noch den mächtigen Kardantunnel in der Mitte des Innenraums. Wenn Sie einmal in einem Opel Rekord oder Ford Taunus gesessen haben, werden Sie sich vielleicht daran erinnern. Auch der Kofferraum von Fronttrieblern ist in der Regel geräumiger als der von vergleichbaren Hecktrieblern. Wen es um viel Platz bei kleiner Grundfläche geht, ist der Frontantrieb unschlagbar. Deshalb sind auch alle Kleinwagen (Ausnahme Smart) Fronttriebler.

Frontantrieb bringt guten Geradeauslauf

Das Auto wird ja nicht geschoben, sondern gezogen. Auch auf glatter Fahrbahn hat der Frontantrieb Vorteile. Der schwere Motor belastet die Vorderräder, die dadurch beim Anfahren nicht so schnell durchdrehen wie die Antriebsräder von Hecktrieblern, über deren Antriebsachse ja nur ein meist leerer Kofferraum sitzt. Sicher haben Sie schon einmal beobachten können, wie im Winter bei Schneeglätte ein BMW oder Mercedes bei einer grün werdenden Ampel einfach stehen blieb oder bestenfalls mit dem Heck leicht ausschwenkte. Ohne belastete Antriebsräder geht da gar nichts, da nutzt der stärkste Motor nichts. Auch elektronische Helfer wie Traktionskontrolle bringen da nichts.

Fronttriebler sind also auch im Winter eindeutig die bessere Wahl. Aber auch bei trockener Straße bieten frontgetriebene Autos einige Vorzüge. Das Fahrverhalten ist sehr viel sicherer und bietet besonders für Fahranfänger Vorteile, da Fronttriebler bei zu schnell angegangenen Kurven sanft und kontrollierbar über die Vorderräder Richtung Kurvenausgang schieben.

Hecktriebler ohne elektronischen Schleuderschutz (ESP) erreichen zwar mindestens genau so hohe Kurvengeschwindigkeiten wie Fronttriebler, brechen im Grenzbereich dann aber urplötzlich mit dem Heck aus und stellen sich quer. Nur wirkliche Könner am Lenkrad können den Wagen dann wieder einfangen, für Fahranfänger ist das viel zu gefährlich. Der Frontantrieb bietet also ein Fahrverhalten ohne unliebsame Überraschungen.

Die genannten Gründe sprechen also eindeutig für den Frontantrieb.

Das bringt Vierrad-Antrieb

Vierrad-Antrieb ist hierzulande viel seltener anzutreffen, als Sie vielleicht vermuten. Viele der nach Allradantrieb aussehenden, modischen SUV (Sports Utility Vehicle) genannten Pseudo-Geländewagen verfügen lediglich über Front- oder Heckantrieb (BMW X 1). Andererseits gibt es PKW, die überhaupt nicht nach Vierrad-Antrieb aussehen, diesen aber serienmäßig mitbringen (Jaguar X-Type, Subaru Legacy). Vierrad-Antrieb in einem normalen PKW? Was bringt das?

Front- und Heckantrieb haben jeweils ihre ganz spezifischen Vorteile. Was liegt da näher, als beide Antriebskonzepte zu kombinieren und alle vier Räder anzutreiben? Das ist der Grundgedanke, und er ist vollkommen richtig.

Vierrad-Antrieb macht auch im Alltag Sinn. Grundsätzlich ist die Traktion, das heißt die Übertragungsfunktion auf die Straße, unter allen Bedingungen besser. Bei normaler Fahrweise auf trockener Straße bringt der Vierrad-Antrieb noch keine messbaren Vorteile. Das ändert sich jedoch grundlegend bei nasser Fahrbahn. Vier angetriebene Räder übertragen die Motorleistung nun einmal sicherer und gleichmäßiger, auch wenn man nicht zur Rallyefahrer-Fraktion gehört.

Bei Schnee und Eis machen sich die Mehrkosten des Allradantriebs bereits am ersten Tag bezahlt. Im Gegensatz zu Frontrieblern oder gar Hecktrieblern gehen Allradler sehr viel gelassener mit glattem Untergrund um. Die Chance, dass eines der angetriebenen Räder doch noch auf eine halbwegs griffige Stelle trifft, ist doppelt so groß wie bei Front- oder Hecktrieblern. Ein Auto mit Allradantrieb wird sowohl gezogen als auch geschoben. Ein Allradler läuft auf glatter Straße sehr viel ruhiger, ganz besonders Steigungen verlieren ihren Schrecken.

Natürlich kann man sich auch mit Vierrad-Antrieb beispielsweise im Schnee festfahren. Das Freikommen ist aber sehr viel einfacher, besonders wenn das Fahrzeug über eine Untersetzung oder Räder beziehungsweise Achs-Sperren verfügt. Erstere ist quasi ein zweites Getriebe mit kürzeren Gängen, vergleichbar mit dem kleinen vorderen Zahnkranz bei der Fahrrad-Gangschaltung. Mit letzteren lassen sich einzelne Räder oder ganze Achsen sperren. Damit umgeht man den unerwünschten Effekt, dass bei einem durchdrehenden Rad das gegenüberliegende wegen des Differenzialgetriebes nicht angetrieben wird.

Die Sperren ermöglichen einzelnen Rädern, die noch festen Untergrund unter sich haben, das ganze Fahrzeug zu bewegen. Auch eine im Matsch versunkene Achse lässt sich sperren, weil sie sowieso nicht mehr für Vortrieb sorgt.

Wer viel mit Anhänger fährt, sollte unbedingt ein Fahrzeug mit Vierrad-Antrieb wählen. Die erste nasse Wiese mit zwei Pferden auf dem Anhänger zeigt deutlich, dass die Entscheidung richtig war. Aber auch im normalen Straßenbetrieb bietet der Allradantrieb Vorteile. Allein das Anfahren (besonders Fronttriebler sind hier schnell vollkommen überfordert) gelingt besser und müheloser.

Vierrad-Antrieb ist etwas teurer, schont aber die Nerven!

Halt die Klappe, Alexa! 😤

So, Schluss, aus. Alexa ist abgestöpselt. Stecker aus der Dose, ab ins Regal. Warum? Weil mir das Amazon Echo dauernd reinquatscht. Und weil es mich nicht versteht.

Warum ich von einem simplen „Plop“ so begeistert bin 🎛

VCV-Rack

Ok, es ist mehr, als ein „Plop“ – es ist auch ein „Wi-UUU-Wi-UUU“ und so vieles mehr. Ich spreche von einem modularen Synthesizer. Fast hätte ich mir so ein Ding als Hardware gekauft für über 500 Euro. Doch dann habe ich ein Programm entdeckt, das einen modularen Synthesizer auf dem Computer simuliert.