Lenkrad wackelt: Hat die Lenkung zu viel Spiel?

Die Ursache von zuviel Lenkungsspiel lässt sich im Wesentlichen auf zwei Faktoren reduzieren. Wir haben zum einen das mit dem Lenkrad verbundene eigentliche Lenkgetriebe. Heutzutage meist eine Zahnstangenlenkung. Die mittels des Lenkrades ausgeübte Drehbewegung überträgt das Lenkgetriebe zum nächsten entscheidenden Faktor. Nämlich den sogenannten Spurstangen. Diese führen, manchmal mittels weiterer Umlenkhebel, direkt zur Radaufhängung und den daran befestigten Lenkhebeln.

Da es sich um bewegliche Teile handelt, werden diese Kräfte über Kugelgelenke und Spurstangenköpfe übertragen. Diese Bauteile sind dauerfest konstruiert, sollten also ein ganzes Autoleben lang halten.

Durch die große Sicherheitsrelevanz werden diese Teile bei den Hauptuntersuchungen des TÜV und weiterer Prüforganisationen besonders gründlich kontrolliert.

Jedoch können besondere Umstände dazu führen, dass auch diese Teile einmal über das geplante Maß hinweg verschleißen oder direkt beschädigt werden. Sie werden danach zuviel Spiel in der Lenkung verspüren, was obendrein mit mangelnder Lenkpräzision einhergeht.

Ein Unfallereignis, oft auch ein scheinbar kleines kann zum Beispiel das Lenkgetriebe schädigen, ebenso das unsachgemäße überfahren von hohen Bordsteinkanten mit eingeschlagenen Rädern oder zu hoher Geschwindigkeit.

Bei den Kugelgelenken und Spurstangenköpfen ist meist eine beschädigte Gummimanschette am unplanmäßigen Verschleiß schuld. Hier geht die Fettfüllung verloren, Wasser und Schmutz können eindringen. Der Effekt ist dann dem ähnlich, den Schmirgelpapier ausüben würde.

Da diese Bauteile nicht nur absolut sicherheitsrelevant sind, ihr Aus-und Einbau auch spezieller Werkzeuge bedürfen, sollten Sie unter keinen Umständen eine Do-it-yourself-Reparatur versuchen. Nicht nur aus Gründen der Gewährleistung, auch aus Verantwortungsbewusstsein gegenüber den möglichen Fahrzeuglenkern heraus gehört folglich ein Fahrzeug mit solchem Lenkungsspiel immer in die Fachwerkstatt!

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