Fahrzeuge: So lange dürfen Sie ein Auto oder Motorrad abgemeldet lassen

Haben Sie sich vorgenommen, einen Oldtimer zu restaurieren oder andere aufwändige Arbeiten an einem Fahrzeug vorzunehmen?

Dann werden Sie das Fahrzeug während der Reparaturphase sicher stillegen, um Kosten zu sparen.

Weil sich so ein Projekt aber schnell über Jahre hinziehen kann, sollten Sie dabei beachten, dass die Wiederanmeldung nur in einem gewissen Zeitraum problemlos möglich ist.

Wenn Ihr Restaurierungsprojekt also ein paar Jährchen länger dauert, als geplant, müssen Sie Ihr Auto oder Motorrad eventuell einer aufwändigen und teuren Prüfung unterziehen.

Diese Frist gilt bei stillgelegten Fahrzeugen

Falls Ihnen jemand etwas von einer maximalen Stillegungsfrist von 18 Monaten erzählt: Vergessen Sie diese Information. Denn diese Regelung gibt es nicht mehr. Sie galt nur bis 2007.

Oldtimer Reparatur - (Foto: iStockphoto.com/fotandy)
Oldtimer Reparatur – (Foto: iStockphoto.com/fotandy)

Seit 2008 dürfen Sie ein vorübergehend stillgelegtes Fahrzeug 84 Monate, also volle 7 Jahre abgemeldet haben. Es genügt dann, mit den Fahrzeugpapieren und einer Versicherungsbestätigung bei der Zulassungsstelle zu erscheinen und das Auto oder Motorrad anzumelden.

Falls die TÜV-Plakette abgelaufen sein sollte, müssen Sie beim TÜV oder einer anderen Prüfstelle vorfahren und eine normale Hauptuntersuchung durchführen lassen.

Dabei gilt übrigens nicht mehr die Regelung, dass Sie mit dem abgemeldeten Fahrzeug zum TÜV oder zur Zulassungsstelle fahren dürfen. Sie müssen es also entweder per Anhänger zum TÜV bringen oder beantragen ein Kurzzeitkennzeichen.

Das ist bei Stillegungen über 7 Jahre notwendig

Falls die Frist überschritten wurde, müssen Sie vor der Wiederzulassung vom TÜV eine so genannte  “Vollabnahme” durchführen lassen (§ 23 StVZO).

Darin wird geprüft, ob Ihr Fahrzeug trotz der langen Pause noch verkehrstüchtig ist und den Zulassungsvorschriften entspricht.

2 Gedanken zu „Fahrzeuge: So lange dürfen Sie ein Auto oder Motorrad abgemeldet lassen“

  1. Hier hat sich wohl ein logischer Fehler eingeschlichten.
    Die Fahrt zur Prüfstelle mit einem Kurzzeitkennzeichen ist in diesem Fall nicht möglich, da für die Erteilung eines Kurzzeitkennzeichens ein gültige HU/AU benötigt wird. Ohne diese wird kein Kurzzeitkennzeichen erteilt.
    Es bleibt also nur, das Fahrzeug auf einem Transporter oder Anhänger, sowie wenn unbedingt auf eigener Achse mit einem Händlerkennzeichen (“rote 06er Nummer”) zur Prüfstelle zu bringen.

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    • Nicht ganz. Man darf mit einem Kurzzeitkennzeichen und ohne gültigem TÜV zur nächstgelegenen TÜV-Prüfstelle fahren. Nächstgelegen bedeutet in diesem Fall, dass die Prüfstelle und die eigene Meldeadresse im selben Landkreis liegen muss.

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