Regelmäßig geschnittene Apfelbäume bringen mehr Ertrag

Ein Apfelbaum braucht Pflege und regelmäßigen Beschnitt. Denn wenn sie nicht regelmäßig den Apfelbaum schneiden, bleibt die Apfelernte aus. Hier unsere Tipps.

 

Der richtige Zeitpunkt für den Schnitt

Allgemein eignet sich das Winterende zum Zurückschneiden des Baumes am besten. Vorausgesetzt die Temperatur pendelt sich um den Gefrierpunkt ein.

Je nachdem welches Ziel Sie mit dem Schneiden verfolgen, bieten sich auch noch andere Zeitpunkte an. Der Herbst eignet sich zum Beispiel optimal, um das Wachstum des Apfelbaums zu fördern. Wachsen Ihre Bäume sehr stark, dann ist das Frühjahr für den Rückschnitt zu empfehlen.

Schneiden eines Astes am Apfelbaum - (Foto: iStockphoto/MireXa)
Schneiden eines Astes am Apfelbaum – (Foto: iStockphoto/MireXa)

Der Pflanzschnitt

Pflanzen Sie den Baum neu, dann folgt zuerst der so genannte Pflanzschnitt, der nötig ist, da der Baum Wurzelmasse verloren hat.

In der Baumkrone werden Äste entfernt, damit ein Ausgleich zwischen Wurzeln und Ästen geschaffen wird. So wird dafür gesorgt, dass der Baum nicht bei zu viel Geäst schräg wächst. Außerdem sollten Sie senkrecht stehende Äste entfernen, die den Mitteltrieb schwächen können. Auch die Seitentriebe kürzen Sie etwas ein.

Der Aufbauschnitt

Im darauf folgenden Herbst kommt als Nächstes der Aufbauschnitt an die Reihe, mit dem nicht ideal wachsende Seitenzweige und unverzweigte Triebe auf ein Minimum gekürzt werden.

Der Erhaltungsschnitt

Der Erhaltungsschnitt erfolgt nach ungefähr 5 Jahren und steigert die Fruchtbarkeit des Baumes für eine gute Apfelernte. Triebe, die dafür sorgen, dass die Früchte kein Sonnenlicht erhalten, werden abgetrennt. Holz, das zu dicht steht, wird entfernt.

Beim Schneiden entfernen Sie vor allem Zweige, die deutlich nah innen oder senkrecht nach oben wachsen. Die nach innen wachsenden Äste verdichten die Krone zu sehr, die senkrechten Triebe tragen keine Früchte, kosten den Baum aber Kraft.

Sofern Sie Teile eines Astes schneiden, setzen Sie knapp oberhalb einer Verzweigung an. Achten Sie darauf, dass deren Trieb nach außen gerichtet ist.

Das richtige Werkzeug

Um den Apfelbaum ohne auftretende Probleme zurückschneiden zu können, benötigen Sie das passende Werkzeug.

Jedes Werkzeug, das Sie benutzen, muss für reibungsloses Arbeiten sauber und sehr scharf sein. Erleidet der Baum Schnittwunden, dann empfiehlt sich zum Verhindern von Infektionen zum Beispiel Wachs, um die Wunde gegen Krankheiten zu schützen. Grundsätzlich sollten Sie größere Schnittstellen mit Wundverschlussmittel behandeln, um den Baum vor Infektionen zu schützen.

Als Werkzeuge für den Baumschnitt eignet sich eine spitze Spannsäge , die Baumsäge , der Fuchsschwanz für besonders enge Stellen, die Baumschere und die Hippe .

Zur Pflege gegen Schnittwunden eignen sich das Hufmesser, der Klöppel und das Stemmeisen.

Auf die eigene Sicherheit achten

An oberster Stelle steht jedoch Ihre eigene Sicherheit. Gerade das Arbeiten mehrere Meter über dem Boden sollte nicht unterschätzt werden. Eine Absicherung gegen das mögliche Abstürzen ist Pflicht.

Für das Arbeiten im Baum unterscheidet sich die Ausrüstung nicht von einem Hobbykletterer. Karabinerhaken und Seile schützen vor dem Fall.

Die richtige Arbeitskleidung bietet Platz für wichtiges Arbeitsmaterial und sollte gut sitzen. Die Arbeitskleidung besteht dabei aus Kopfschutz, Jacke, Hose und Sicherheitsschuhe. Möchten Sie im oder am Baum mit einer Motorsäge arbeiten, dann ist jede Menge Übung Pflicht.

Möchten Sie nicht so hoch hinaus und nur auf einer Leiter arbeiten, dann sollte diese optimal positioniert werden. Stellen Sie die Leiter auf eine feste und flache Fläche und verlängern Sie diese auf keinen Fall provisorisch.

Ist der Untergrund hart, dann benutzen Sie rutschsichere Leiterfüße. Auch das Aufstellen sollte weder zu steil noch zu flach erfolgen. 70-75 Grad für eine Sprossenleiter sind ideal.

Haben Sie einen oder mehrere hohe Apfelbäume, dann greifen Sie aus Sicherheitsgründen lieber auf professionelle Hilfe zurück. Gerade arbeiten in großen Bäumen, die gefährlich und komplex sind, sollte nur durch Fachpersonal erfolgen. Denn der Profi weiß, was er zu tun hat.

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