Regelmäßig geschnittene Apfelbäume bringen mehr Ertrag

Tippscout-Redaktion, Stand: 20.11.2011  Drucken

Ein Apfelbaum ist schnell gepflanzt, aber mit der Zeit wird das richtige Zurückschneiden immer wichtiger. Denn sonst bleibt die Apfelernte aus.

Und ein Apfelbaum, der nur wenig behangen ist, sieht nicht so schön aus wie ein prall behangener Baum.

So wird die Apfelernte ein Erfolg

Also, was gibt es für Sie alles zu beachten, damit die Apfelernte ein voller Erfolg wird?

Allgemein eignet sich das Winterende zum Zurückschneiden des Baumes am besten. Vorausgesetzt die Temperatur pendelt sich um den Gefrierpunkt ein.

Je nachdem welches Ziel Sie mit dem Schneiden verfolgen, bieten sich auch noch andere Zeitpunkte an.

Der Herbst eignet sich zum Beispiel optimal, um das Wachstum des Apfelbaums zu fördern. Wachsen Ihre Bäume sehr stark, dann ist das Frühjahr für den Rückschnitt zu empfehlen.

Schneiden eines Astes am Apfelbaum

Der Pflanzschnitt

Pflanzen Sie den Baum neu, dann folgt zuerst der so genannte Pflanzschnitt, der nötig ist, da der Baum Wurzelmasse verloren hat.

In der Baumkrone werden Äste entfernt, damit ein Ausgleich zwischen Wurzeln und Ästen geschaffen wird. So wird dafür gesorgt, dass der Baum nicht bei zu viel Geäst schräg wächst.

Im darauf folgenden Herbst kommt als Nächstes der Aufbauschnitt an die Reihe, mit dem nicht ideal wachsende Seitenzweige und unverzweigte Triebe auf ein Minimum gekürzt werden.

Der Erhaltungsschnitt erfolgt nach ungefähr 5 Jahren und steigert die Fruchtbarkeit des Baumes für eine gute Apfelernte. Triebe, die dafür sorgen, dass die Früchte kein Sonnenlicht erhalten, werden abgetrennt. Holz, das zu dicht steht, wird entfernt.

Das richtige Werkzeug

Um den Apfelbaum ohne auftretende Probleme zurückschneiden zu können, benötigen Sie das passende Werkzeug.

Jedes Werkzeug, das Sie benutzen, muss für reibungsloses Arbeiten sauber und sehr scharf sein. Erleidet der Baum Schnittwunden, dann empfiehlt sich zum Verhindern von Infektionen zum Beispiel Wachs, um die Wunde gegen Krankheiten zu schützen.

Als Werkzeuge für den Baumschnitt eignet sich eine spitze Spannsäge, die Baumsäge, der Fuchsschwanz für besonders enge Stellen, die Baumschere und die Hippe.

Zur Pflege gegen Schnittwunden eignen sich das Hufmesser, der Klöppel und das Stemmeisen.

Auf die eigene Sicherheit achten

An oberster Stelle steht jedoch Ihre eigene Sicherheit. Gerade das Arbeiten mehrere Meter über dem Boden sollte nicht unterschätzt werden. Eine Absicherung gegen das mögliche Abstürzen ist Pflicht.

Für das Arbeiten im Baum unterscheidet sich die Ausrüstung nicht von einem Hobbykletterer. Karabinerhaken und Seile schützen vor dem Fall.

Die richtige Arbeitskleidung bietet Platz für wichtiges Arbeitsmaterial und sollte gut sitzen. Die Arbeitskleidung besteht dabei aus Kopfschutz, Jacke, Hose und Sicherheitsschuhe. Möchten Sie im oder am Baum mit einer Motorsäge arbeiten, dann ist jede Menge Übung Pflicht.

Möchten Sie nicht so hoch hinaus und nur auf einer Leiter arbeiten, dann sollte diese optimal positioniert werden. Stellen Sie die Leiter auf eine feste und flache Fläche und verlängern Sie diese auf keinen Fall provisorisch.

Ist der Untergrund hart, dann benutzen Sie rutschsichere Leiterfüße. Auch das Aufstellen sollte weder zu steil noch zu flach erfolgen. 70-75 Grad für eine Sprossenleiter sind ideal.

Haben Sie einen oder mehrere hohe Apfelbäume, dann greifen Sie aus Sicherheitsgründen lieber auf professionelle Hilfe zurück. Gerade arbeiten in großen Bäumen, die gefährlich und komplex sind, sollte nur durch Fachpersonal erfolgen. Denn der Profi weiß, was er zu tun hat.

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Aktualisiert am: 20.11.2011
Bildnachweis: iStockphoto/MireXa