So polieren Sie Ihr Auto und pflegen den Lack

Bevor Sie Ihr Auto polieren, sollten Sie einige Vorbereitungen treffen. Wenn irgendwie möglich, sollten Sie den Wagen bei bedecktem Himmel polieren oder Sie suchen sich einen Schattenplatz dafür aus.

Abgesehen davon, dass Autopolieren in praller Sonne zwangsläufig zu einer sehr schweißtreibenden Angelegenheit wird: bei fast allen Pflegepräparaten wird das Ergebnis bei Sonnenbestrahlung einfach schlechter!

Autolack auf Schmutz prüfen

Wenn die kalten Tage endgültig vorbei sind und die Sonne lockt, dann ist die richtige Zeit, dass auch Ihr Auto die Hinterlassenschaften den Winters los wird.

Gönnen Sie Ihrem Fahrzeug also eine ausführliche Wagenwäsche, bei der auch der Unterboden gereinigt wird, um Reste von Streusalz zu beseitigen.

Jetzt wäre die richtige Zeit für eine Autopolitur, damit der Lack wieder aufgefrischt wird. Zuerst aber prüfen Sie, ob bei der Wagenwäsche wirklich auch die festsitzender Schmutzpartikel weggewaschen wurden.

Dazu streifen Sie sich eine der dünnen raschelnden Plastitküten (die man auch auch für Pausenbrote verwendet) über die Hand wie einen Handschuh.

Wenn Sie nun mit der Handfläche über den Lack fahren, spüren sie mögliche Schmutzreste recht deutlich.

Ist die Oberfläche nicht glatt, verwenden Sie zuerst einen Lackreiniger und behandeln Ihr Fahrzeug erst im zweiten Schritt mit einer Autopolitur. 

Zustand des Autos ansehen

Wie Sie jetzt weiter vorgehen, hängt in erheblichem Maße vom Zustand der Autolackierung ab. Glänzt diese noch schön und gibt es keine Farbtonunterschiede (insbesondere keine milchig wirkenden Teilflächen, die insbesondere auf liegenden Teilflächen wie Motorhaube, Dach oder Kotflügel-Oberseiten auftreten werden), dann kann sofort poliert werden.

Glanzlose oder „scheckige“ Lackierungen müssen jedoch vorher mit einem Lackreiniger behandelt werden.

Felgen Skoda Octavia
Felgen Skoda Octavia

Es handelt sich dabei um ein Präparat, das feine Schleifpartikel enthält und mit dem die oberste Schicht der Lackierung abgetragen wird. Wenn Sie ein gutes Endresultat erzielen wollen, kommen Sie um diesen leider etwas anstrengenden Arbeitsgang nicht herum.

Geben Sie eine geringe Menge des Lackreinigers auf einen gut faustgroßen Ballen der Autopolierwatte und bearbeiten Sie eine kleine Teilfläche der Lackierung intensiv in kreisenden Bewegungen.

Die Watte wird binnen kürzester Zeit den Farbton der Autolackierung annehmen, ein Zeichen, dass das gewünschte Ergebnis erreicht wurde. Ist der Lackreiniger trocken, mit einem zweiten Watteballen die verbliebenen Reste von der Lackierung abnehmen.

Die Watte immer wieder wenden, von Zeit zu Zeit erneuern, und sukzessive den gesamten Wagen so bearbeiten.

Passen Sie aber an Kanten und gratartigen Karosserieteilen auf. An solchen Stellen wird der Druck beim Reinigen auf eine sehr kleine Teilfläche ausgeübt und steigt dramatisch an. Bei Unachtsamkeit kann schnell die Decklackierung bis zur Grundierung durchgeschliffen sein!

Das Auto polieren

Haben Sie noch keine Autopolitur, dann achten Sie beim Kauf darauf, dass diese auf möglichst alle außen am Wagen vorkommenden Untergründe, also auch auf Kunststoff und Gummi, angewendet werden kann. Manche Polituren mit herkömmlichen Rezepturen hinterlassen nämlich auf solchen Untergründen hässliche Flecken, die nur sehr schwer wieder zu entfernen sind.

Beim Polieren gehen Sie so vor. Am besten beginnen Sie mit dem Dach und arbeiten sich dann systematisch nach unten vor. Haben Sie ein Karosserieteil, etwa Dach oder Motorhaube poliert und ist die gesamte Fläche abgetrocknet, dann entfernen Sie mit einem frischen Ballen Polierwatte die Politurreste durch leichte Kreisbewegungen. Wenden Sie dabei den Watteballen häufig.

Ist der Polierballen zusammengepresst und mit der Politur durchtränkt, so werfen Sie ihn trotzdem noch nicht weg. Er kann immer noch im Falzbereich der Türen oder für Lackierungsbereiche im Motorraum verwendet werden.

Sie können den Politur-Auftragsballen aber problemlos durch den Nachpolierballen ersetzen und zum Nachpolieren wieder frische Watte verwenden. Vergessen Sie auch nicht, eventuell am Auto vorhandene Chromteile zu behandeln, damit auch diese wieder schön glänzen und geschützt sind.

Finden Sie nach dem Auspolieren noch kleine matte Stellen in der Lackierung, so kann es sich um oberflächliche Schürfspuren handeln. Diese lassen sich mit großer Wahrscheinlichkeit mittels einer Schleifpolierpaste entfernen. So etwas bekommen Sie im Autozubehörhandel.

Sie geben etwas davon auf Polierwatte und bearbeiten die Stelle so lange, bis die Kratzer verschwunden sind. Dann mit Autopolitur diese Teilfläche nachbearbeiten.

Kunstoffteile am Fahrzeug pflegen

Falls sich an Ihrem Wagen unlackierte Kunststoffteile befinden, etwa Stoßfänger, Zierleisten oder Radlaufeinfassungen sollten Sie auch diese behandeln. Diese meist grauen oder schwarzen Teile werden durch die Bewitterung im Laufe der Zeit gerne matt und vergrauen.

Es empfiehlt sich, die Kunststoffteile mit einem guten Reiniger aus dem Autozubehörhandel nach Gebrauchsanleitung vorzubehandeln. In der Regel geschieht dies durch Auftragen mittels eines angefeuchteten Schwammes und anschließendes kräftiges Abreiben.

Der gelöste Schmutz wird mit dem ausgewaschenen Schwamm und mit einem Stofflappen von der Kunststoffoberfläche entfernt.

Die gereinigten Flächen werden dann mit einem Kunststoffpflegemittel eingelassen und nach Trocknung nachpoliert.

Jetzt haben Sie Ihr Auto von außen rundherum gepflegt und geschützt und können sich beim nächsten Regen darüber freuen, dass das Regenwasser in kleinen Perlen auf der Lackierung stehen bleibt.

 

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21 Gedanken zu „So polieren Sie Ihr Auto und pflegen den Lack“

  1. Das trifft auf Fahrzeugemit mit Uni-Lack der 1990 er Jahre zu. Neuere Fahrzeuge erhalten neben der Deckschicht einen Klarlacküberzug.
    Da kann man polieren wie man möchte. Wenn dann entlich Farbe im der Watte ist, dann ist auch der Klarlack weg!

  2. @Dennis: Meine Erfahrung an Dich: Klarglasscheinwerfer sind derart empfindlich, da sogar etwas Druck mit trockenem Papier ausreicht um Kratzer hinein zu bringen. GG. Fliegen u. Insektenreste immer mit Spülmittelwasser vorgehen, erst einweichen und dann sanft entfernen. Damit bist Du immer auf der sicheren Seite. Beste Grüße v harryteltow / Harald

  3. @Ken: WD 40 zum schmieren benutzen ? Ja ne, is klar..WD 40 ist ein kriechöl, wer damit bewegliche Teile „schmiert“ der entfettet sie gleichzeitig und verringert die Lebensdauer. Für Ketten gibts Kettenfett

  4. eine leichte spülilauge mit einer sprühflasche aufsprühen und die lackreinigungsknete ohne druck hin und her gleiten lassen. der aufliegende schmutz wie baumharz, fliegendreck und industrieanhaf-tungen aller art werden von der knete aufgenommen. den untergrund (lack) immer schön feucht halten und den aufgenommenen schmutz so in die knete einmassieren, dass wieder eine saubere oberfläche entsteht. nach abschluß des kneteeinsatzes ist die oberfläche EXTREM GLATT – GLASÄHNLICH! anschliessend mit wachs versiegeln-fertig.

  5. 90% der Kommentare sind absoluter Müll. Es wird nicht in der Sonne poliert, zum Polieren nimmt man ne Flex mit Polierschwamm bei 1500U/m und zum anschließenden Entfernen der Rückstände ein Microfasertuch. Wer jetzt unbedingt von Hand polieren muss, kann nen Polierschwamm auch mit der Hand halten oder sich nen speziellen Halter dafür besorgen (z.B. bei Fa. Scholl). Und bitte schmiert nicht jeden Dreck auf euer Fahrzeug, das ist für uns (Betriebe des Handwerks) absolut bescheuert wenn man hinterher was am Lack machen muss. Lieber mal etwas mehr ausgeben und dafür Qualitätsware verwenden oder das Fahrzeug aufbereiten lassen.

    Grüße

  6. @Cevin: das ist völlige geld aus geberei ich bin professioneler aufberriter und ich habe schon etliche lambos,ferraris,porsche bentley usw aufbereitet und ich habe da nur 1500euro genommen und meine kunden sind immer begeistert 20,000euro ist unsinn

  7. Diese ganzen Politur- und Pflegemittel zu Mondpreisen sind alle völlig überflüssig.
    Auto mit WD40 einsprühen, aufpolieren mit einem weichen Baumwolltuch, fertig.
    Fliegenleichen rutschen nur so runter…

  8. wie kann man am besten Türfalsten / Türzargen polieren.
    Mit der Hand ist das ganz schön fies, ich schürfe mir immer die Finger auf und
    kommt trotzdem nicht überall ran.
    Ich hatte mir schon überlegt mit der Dampfente vorzureinigen und dann zu polieren.
    Gibt es für solche doofen unzugänglichen Stellen schöne Polieraufsätze ?
    Vielen lieben Dank LG Bianka

  9. Geht das mit den Kratzern nicht nur wenn das eine Material härter ist als das andere ?
    Ich wüsste nicht das Kunstoffe von Klarglasscheinwerfen weicher sind als Zeitungspapier ?

  10. Falsch! Insekten entfernt man am besten mit Zewa Papier und Spüli Wasser. 5 Min einweichen lassen und dann abwischen. Zeitungspapier ist zu hart und kann die mordernen Klarsichtscheinwerfer beschädigen – womöglich sogar Krazter hinterlassen!

  11. Fliegen, Mücken uä. entfernt man am besten mit Wasser und Zeitung. Zeitung (keine Illustrierte)naß machen und auf zu behandelnde Fläche auflegen. Nachdem Zeitung getrocknet ist abnehmen und mit Lappen Insektenreste abwischen

  12. zomfg, microfasertücher darf man auf garkeinem fall verwenden, denn diese microfasern bleiben in den ganzen rillen und kratzern hängen, die jedes auto hat… nicht nur die sichtbare kratzer sind damit gemeint, sondern auch die für das menschliche auge nicht oder nur sehr schwer sehbaren ….

  13. Also
    wenn ich bei einem Metallic Lack solang poliere, das der ballen die Farbe des Lacks annimmt, dann hab ich den Klarlack durchgeschliffen.Ganz schlecht.
    Also: Nur bei Einschichtigen Lacken verfärbt sich das Tuch.
    Mit dieser Methode kann man nat. feststellen , ob es sich um ein Zweischicht oder Einschicht Lack am Fahrzeug handelt.

  14. Auch mit modernen Polituren sollte man auf keinen
    Fall in der Sonne polieren. Bei Swissöl ist das nicht anders, jedoch kann und sollte das reine Wachs, welches nach der Vorbehandlung mit der Politur aufgetragen wird und keinerlei abtragende Stoffe enthält, in der Sonne verwendet werden, da es sich durch die Erwärmung besser auftragen lässt.

  15. Auf keinen Fall ein Microfaser Tuch benutzen die Fasern sind so klein das sie in jede Unebenheit des Lackes eindringen, die Folge ist, über kurz oder lang das der Lack irgentwann Stumpf und Spröde wird.

  16. die verwendung von WATTE sollte man bei modernen lacken unbedingt vermeiden,da es sich um kunstofflacke handelt und sich statisch aufladet.besser microfaser oder baumwollhandtücher verwenden.

  17. Die Meinung, dass man nicht in der Sonne
    polieren oder wachsen sollte, entspricht nicht mehr dem heutigen Stand. Es gibt mittlerweile Produkte, wo sogar empfohlen wird das Wachs in der Sonne aufzutragen. Siehe Swissöl

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