Auto polieren: So pflegen Sie den Lack Ihres Fahrzeugs

Wollen Sie Ihr Auto richtig zur Geltung bringen, dann sollten Sie es polieren. Wie Sie das am besten machen, zeigt Ihnen dieser Tipp.

Wichtige Vorbereitungen vor dem Polieren

Was Sie brauchen:

Sie sollten den Wagen bei bedecktem Himmel polieren oder Sie suchen sich einen Schattenplatz dafür aus. Denn bei heißer Lackoberfläche werden die Ergebnisse der Arbeit schlechter.

Lassen Sie das Fahrzeug in einer Waschanlage reinigen oder waschen es selbst.

Prüfen Sie, durch Überfahren mit der Handfläche, ob die Oberfläche wirklich frei von Schmutzteilchen ist. Falls nicht, müssen Sie nochmals zum Waschen, denn sonst besteht die Gefahr, dass Sie beim Polieren Kratzer erzeugen.

Zustand des Autos ansehen, eventuell mit Lackreiniger vorarbeiten

Glänzt diese noch schön und gibt es keine Farbtonunterschiede (insbesondere keine milchig wirkenden Teilflächen, die insbesondere auf liegenden Teilflächen wie Motorhaube, Dach oder Kotflügel-Oberseiten auftreten werden), dann kann sofort poliert werden. Glanzlose oder „scheckige“ Lackierungen müssen jedoch vorher mit einem Lackreiniger behandelt werden.

Auto nach der Politur
Das Ziel: ein glänzender Lack nach der Politur. (Foto: Markus Schraudolph)

Es handelt sich dabei um ein Präparat, das feine Schleifpartikel enthält und mit dem die oberste Schicht der Lackierung abgetragen wird. Wenn Sie ein gutes Endresultat erzielen wollen, kommen Sie um diesen leider etwas anstrengenden Arbeitsgang nicht herum.

Geben Sie eine geringe Menge des Lackreinigers auf einen gut faustgroßen Ballen der Autopolierwatte und bearbeiten Sie eine kleine Teilfläche der Lackierung intensiv in kreisenden Bewegungen.

Die Watte wird binnen kürzester Zeit den Farbton der Autolackierung annehmen, ein Zeichen, dass das gewünschte Ergebnis erreicht wurde. Ist der Lackreiniger trocken, mit einem zweiten Watteballen die verbliebenen Reste von der Lackierung abnehmen.

Die Watte immer wieder wenden, von Zeit zu Zeit erneuern, und sukzessive den gesamten Wagen so bearbeiten.

Passen Sie aber an Kanten und gratartigen Karosserieteilen auf. An solchen Stellen wird der Druck beim Reinigen auf eine sehr kleine Teilfläche ausgeübt und steigt dramatisch an. Bei Unachtsamkeit kann schnell die Decklackierung bis zur Grundierung durchgeschliffen sein!

Das Auto polieren

Beim Polieren gehen Sie so vor. Am besten beginnen Sie mit dem Dach und arbeiten sich dann systematisch nach unten vor. Haben Sie ein Karosserieteil, etwa Dach oder Motorhaube poliert und ist die gesamte Fläche abgetrocknet, dann entfernen Sie mit einem frischen Ballen Polierwatte die Politurreste durch leichte Kreisbewegungen. Wenden Sie dabei den Watteballen häufig.

Ist der Polierballen zusammengepresst und mit der Politur durchtränkt, so werfen Sie ihn trotzdem noch nicht weg. Er kann immer noch im Falzbereich der Türen oder für Lackierungsbereiche im Motorraum verwendet werden.

Sie können den Politur-Auftragsballen aber problemlos durch den Nachpolierballen ersetzen und zum Nachpolieren wieder frische Watte verwenden. Vergessen Sie auch nicht, eventuell am Auto vorhandene Chromteile zu behandeln, damit auch diese wieder schön glänzen und geschützt sind.

Finden Sie nach dem Auspolieren noch kleine matte Stellen in der Lackierung, so kann es sich um oberflächliche Schürfspuren handeln. Diese lassen sich mit großer Wahrscheinlichkeit mittels einer Schleifpolierpaste entfernen. So etwas bekommen Sie im Autozubehörhandel.

Sie geben etwas davon auf Polierwatte und bearbeiten die Stelle so lange, bis die Kratzer verschwunden sind. Dann mit Autopolitur diese Teilfläche nachbearbeiten.

Kunstoffteile am Fahrzeug pflegen

Falls sich an Ihrem Wagen unlackierte Kunststoffteile befinden, etwa Stoßfänger, Zierleisten oder Radlaufeinfassungen sollten Sie auch diese behandeln. Diese meist schwarzen Teile werden durch die Bewitterung im Laufe der Zeit gerne matt und vergrauen.

Es empfiehlt sich, die Kunststoffteile mit einem guten Reiniger aus dem Autozubehörhandel nach Gebrauchsanleitung vorzubehandeln. In der Regel geschieht dies durch Auftragen mittels eines angefeuchteten Schwammes und anschließendes kräftiges Abreiben.

Der gelöste Schmutz wird mit dem ausgewaschenen Schwamm und mit einem Stofflappen von der Kunststoffoberfläche entfernt.

Die gereinigten Flächen werden dann mit einem Kunststoffpflegemittel eingelassen und nach Trocknung nachpoliert.

Jetzt haben Sie Ihr Auto von außen rundherum gepflegt und geschützt und können sich beim nächsten Regen darüber freuen, dass das Regenwasser in kleinen Perlen auf der Lackierung stehen bleibt.

Wollen Sie, dass Ihr Auto auch von innen tiptop aussieht? Dann helfen Ihnen die folgenden Tipps: So reinigen Sie gründlich und effektiv Ihr Auto von innen

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