Computer kaufen – 9 Dinge, auf die Sie achten sollten [2018]

Bevor Sie einen neuen Computer kaufen, sollten Sie sich einige Gedanken machen: Wozu brauche ich den PC, wo will ich ihn verwenden, was möchte ich damit machen? Nur wenn Sie sich vorbereitet haben, können Sie sicher sein, nicht den falschen PC zu erwischen. Lesen Sie hier, welche Entscheidungsgrundlagen wichtig sind und welche Mindestvoraussetzungen Ihr Computer erfüllen sollte.

1. Das richtige Betriebssystem

  • Das meist verbreitete Betriebssystem ist Windows. Sein Vorteil ist die gigantische Basis an verfügbarer Software. Sie finden für jeden Zweck zahlreiche Programme.
  • Sofern Sie mit Mac OS X arbeiten möchten, müssen Sie einen Mac kaufen (außer, Sie bauen einen Hackintosh selbst). Mac Computer von Apple sind in der Regel teurer, dafür aber entschädigen sie mit preisgünstiger Software und langer Haltbarkeit.
  • Linux schließlich ist das Open Source Betriebssystem. Auch hier gibt es viel Software, allerdings sollten Sie schon ein etwas tiefer gehendes Verständnis von Computern und Betriebssystemen haben. Dann leistet Linux gute Dienste.

2. Notebook oder Desktop?

  • Die Grundregel ist: Ein Notebook lohnt sich nur für unterwegs.
  • Ein Desktop ist für daheim besser geeignet und im Verhältnis zur gebotenen Rechenleistung deutlich günstiger.
  • Ausnahme: Bei sehr beengten Platzverhältnissen lohnt es, über ein Notebook nachzudenken.
Notebook Macbook Pro
Wenn Sie einen Computer kaufen und viel unterwegs sind, sollten Sie ein Notebook in Betracht ziehen.

3. Wieviel Speicher?

  • Bei Speicher gilt: Je mehr, desto besser.
  • 8 GByte sollte ein aktueller PC auf jeden Fall haben, um auch Windows 10 ausreizen zu können. Auch auf dem Mac sollten Sie nicht unter 8 GByte anfangen.
  • Noch besser sind 16 GByte Hauptspeicher, sofern Sie Grafiken oder Video bearbeiten wollen.
  • In der Regel können Sie Speicher nachträglich einbauen. Das lohnt bei vielen Computern. Aber Vorsicht: einige Modelle, wie die kleinen iMacs von Apple erlauben keinen nachträglichen RAM-Einbau.
Speicher nachträglich einbauen
In die meisten Windows-Computer und größere Mac-Rechner können Sie nachträglich Speicher einbauen.

4. Welcher Prozessor?

  • Je schneller desto besser – aber auch umso teurer und oft auch heißer und empfindlicher. Die Prozessor-Industrie ist darauf angewiesen, immer schnellere Modelle auf den Markt zu bringen, um die Nachfrage anzukurbeln.
  • Aber das müssen Sie nicht mitmachen. Falls Sie nicht gerade sehr rechenintensive Programme betreiben oder besten Spielgenuss haben wollen, reicht ein relativ langsames Modell.
  • Kaufen Sie so ein, dass Ihr Prozessor zwei oder Stufen unter dem aktuellen Spitzenmodell steht. Da bekommen Sie in der Regel das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Am besten orientieren Sie sich an einer Bestenliste, wie dieser hier von Computerbase.

5. Welche Grafik?

  • Für Büroarbeiten reicht ein Prozessor mit eingebauter Grafikeinheit.
  • Spieler und Benutzer von grafischen Spezialanwendungen brauchen richtig viel Grafikleistung: Zwei bis vier GByte Grafikspeicher dürfen es dann schon sein. Ebenso wichtig sind schnelle Grafikprozessoren. Eine Bestenliste von Grafikkarten finden Sie zum Beispiel bei PC Games Hardware.
  • Vielen ist eine nicht so gut ausgestattete Grafikkarte lieber, wenn Sie dafür ohne Lüfter auskommt. Denn kleine Grafikkartenlüfter drehen sich sehr schnell und werden zu nervenden Lärmquellen.
  • Wenn Sie es ruhig wollen, achten Sie beim Kauf der Grafikkarte auf eine passive Kühlung. Dann allerdings sollten Sie darauf achten, dass das Gehäuse gut gekühlt ist, etwa mit einem zusätzlichen Lüfter an der Rückseite.

6. Welche Festplatte?

  • 1 TB Festplattenspeicher sind aktuell das Minimum.
  • Betriebssystem und Anwendungen brauchen Speicher satt.
  • Mit 1 TB haben Sie Reserven für Bilder und Videos.
  • Wenn das Budget vorhanden ist, setzen Sie auf eine SSD statt einer Festplatte. Die ist deutlich schneller und leiser.

7. Welches Gehäuse?

  • Wenn Sie genug Platz haben, nehmen Sie ein großes Towergehäuse. Die haben nicht nur mehr Platz, sondern sind auch leichter zu kühlen.
  • In jedem Fall aber sollte es ein Midi-Tower sein. Die bieten noch genügend Platz für Erweiterungen und brauchen relativ wenig Platz.
  • Von kleinen Gehäusen ist abzuraten, wenn Sie Ihren Computer gerne weiter ausbauen möchten. Da bleibt nur wenig Raum für Erweiterungen.

8. Ausstattung

  • Mit zum Computer gehört mindestens ein DVD-Laufwerk mit Brenner. Ein Diskettenlaufwerk ist schon lange nicht mehr nötig.
  • Mindestens sechs USB-Anschlüsse sollte Ihr PC haben, mindestens zwei davon bequem zugänglich an der Gehäusefront.
  • Achten Sie darauf, dass alle Anschlüsse den Standard USB 3.0 erfüllen. Alles ältere ist zu langsam. (Drucker oder Scanner kommen auch mit USB 2 klar. Für externe Festplatten brauchen Sie aber USB 3).
  • Nach Möglichkeit sollte der Computer auch schon über USB-C-Schnittstellen verfügen, um für die Zukunft gerüstet zu sein.
  • Ideal ist ein 5 in 1 Kartenlesegerät, das unter anderem SD- und CF-Karten annimmt. So können Sie Fotos schnell auf Ihren Computer übertragen (und natürlich auch Videos).
  • Thunderbolt gehört inzwischen auch zur Standard-Ausstattung vieler Computer. Diese Schnittstelle ist besonders schnell.
  • Enorm wichtig ist ein Netzwerk-Anschluss. Achten Sie darauf, dass er ein Gigabit Übertragungsrate bringt.
  • Eingänge und Ausgänge für Sound sind ebenfalls wichtig. Falls das Motherboard Dolby-Klang beherrscht, sollte auch ein digitaler Audio-Ausgang vorhanden sein, um die Klangdaten an einen 5.1-Verstärker anzuschließen.
  • Bluetooth brauchen Sie für den Anschluss drahtloser Geräte, etwa Maus und Tastatur.
  • WLAN gehört ebenfalls zu jedem Computer, damit sie ihn – alternativ zum verkabelten Netzwerk – auch an ein WLAN anschließen können.

9. Zubehör

  • Der Monitor sollte mindestens HD-Auflösung haben, also 1920 x 1080 Bildpunkte.
  • Tastatur und Maus gehören ebenfalls zum PC. Beide sollten per USB oder Bluetooth angeschlossen werden.
  • Wer Ordnung auf dem Schreibtisch mag, setzt kabelloses Zubehör ein.

Weiterlesen: Was tun, wenn Windows 7 zu langsam wird?.

Wenn Sie diese 12 Apps kennen, sind Sie über 40!

Norton Commander: Das Dateiwerkzeug der 90er

Norton Commander, Lotus 1-2-3 oder dBase. In den 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts waren das die Standardprogramme auf fast jedem PC. Damals liefen viele PC noch ohne Windows und mit einer rein textbasierten Oberfläche. Hach. 😉

Unsere Kollegen bei Digisaurier erinnern an 12 Programme, ohne die damals nichts ging!