Warum mich Nvidias Registrierungszwang zu einem Umweg zwingt ☹️

Als ich nach vielen Jahren Windows-Pause mein neues Laptop in Betrieb nahm, kam bald die Meldung, ich möge mich doch bei Nvidia einloggen. Ansonsten gibt es keine Treiber-Updates. Wie bitte?

Registrieren für Treiber?

Also, mal der Reihe nach:

  1. ich kaufe ein Notebook
  2. das Notebook hat eine Grafikkarte
  3. die Grafikkarte braucht Treiber
  4. für neue Treiber soll ich mich anmelden
  5. „Whaaaat?“

Was soll das denn? Für Treiber-Updates ein Login? Ich habe die Grafikkarte gekauft, bezahlt. Und dann soll ich mich anmelden, damit das Ding auf längere Sicht fehlerfrei läuft? Irgendwie passt das in das Konzept, dass Windows mich an allen Ecken und Enden anbaggert, Daten herzugeben, Virenscanner zu abonnieren, in den Microsoft Store einzuloggen, Werbung zu akzeptieren.

Ok, nein, falscher Vorwurf: Microsoft und Windows können nur etwas für die Werbung und das Betteln um den Login in den Microsoft Store. Den Virenscanner hatte ich ja schon an anderer Stelle abgehandelt. Aber es ist das Ökosystem, das Windows umgibt. Ständig warte ich auf die nächste Falle, auf den nächsten Dienst, der mich zu irgend etwas verleiten will. Ein unangenehmes Gefühl. Mag ja sein, dass ich mich bei Apple in einem goldenen Käfig befinde (ich empfinde das übrigens nicht so). Aber bei Apple habe ich meine Ruhe.

Wozu also der Nvidia-Login-Zwang?

Warum also will Nvidia meinen Login? Ich kann es mir nur so erklären: man will meine Daten, wissen, welches Spiel ich wie lange spiele und welche Apps ich nutze. Keine Ahnung, wie weit Nvidia mein System ausspäht und analysiert. Aber das hinterlässt doch einen faden Beigeschmack. Die Gamestar zitiert einen Nvidia-Vertreter damit, dass man das Benutzererlebnis verbessern wolle. Abgesehen davon, dass mir der Begriff „Benutzererlebis“ die Zehennägel hoch rollt: Was ist, wenn mir dieses Erlebnis egal ist, weil ich mit dem Rechner arbeiten will und einfach nur aktuelle Treiber brauche?

Ich finde diesen Zwang eine Unverschämtheit. Punkt.

TinyNvidiaUpdateChecker gegen Login-Zwang
Der TinyNvidiaUpdateChecker installiert neue Nvidia-Treiber ohne, dass man sich zuvor registrieren muss.

Doch es gibt da ein kleines Tool

Also habe ich mich umgesehen und bin auf das Programm TinyNvidiaUpdateChecker gestoßen. Hierbei handelt es sich um eine kleine Kommandozeilen-Anwendung, die noch 7Zip oder Winrar auf dem System braucht.

Dann aber reicht es, den Checker zu starten und den Anweisungen zu folgen. Schwupps habe ich einen aktuellen Nvidia-Treiber.

Schade, dass man solche Umwege gehen muss, weil ein Unternehmen wie Nvidia nicht von den Nutzern aus denkt.

Halt die Klappe, Alexa! 😤

So, Schluss, aus. Alexa ist abgestöpselt. Stecker aus der Dose, ab ins Regal. Warum? Weil mir das Amazon Echo dauernd reinquatscht. Und weil es mich nicht versteht.

Warum ich von einem simplen „Plop“ so begeistert bin 🎛

VCV-Rack

Ok, es ist mehr, als ein „Plop“ – es ist auch ein „Wi-UUU-Wi-UUU“ und so vieles mehr. Ich spreche von einem modularen Synthesizer. Fast hätte ich mir so ein Ding als Hardware gekauft für über 500 Euro. Doch dann habe ich ein Programm entdeckt, das einen modularen Synthesizer auf dem Computer simuliert.

Rant: Scareware nervt!

Ja, ich habe es getan – endlich steht wieder ein Windows-Computer in meinem Büro. Nach gut zehn Jahren Windows-Abstinenz habe ich mir für rund 600 Euro ein Gaming-Notebook geschossen. Vorweg: das Notebook ist seinen Preis definitiv wert – bei Apple bekomme ich dafür gerade mal ne Uhr. Aber es gibt etwas, das mich wahnsinnig macht!