Bondic – eine Alternative zum Sekundenkleber

Für rund 20 Euro bekommen Sie im Baumarkt das Starterset eines Klebstoffes, der nicht trocknet oder mit der Luftfeuchtigkeit reagiert, sondern per mitgelieferter UV-Lampe aushärtet. Der Name des Klebers: Bondic (gibt es hier bei Amazon zu kaufen). Wir haben ihn ausprobiert.

Der ausgehärtete Kleber hat eine glasklare Farbe und die Konsistenz eines zähen Plastiks, wie etwa PVC.

Inhalt des Bondic-Sets

Das Starterset des Bondic für rund 20 Euro enthält eine stabartige Halterung mit eingebauter LED-Leuchte, eine schwarze Ampulle mit Klebstoff, eine Feile und Reinigungs-Pads.

Das ganze steckt in einer hochwertigen Kassette aus Aluminium, damit die Einzelteile nicht verloren gehen.

Bondic-Setinhalt - (Foto: Markus Schraudolph)
Bondic-Setinhalt – (Foto: Markus Schraudolph)

Bis auf die orange Halterung können Sie alle weiteren Bestandteile nachkaufen. Eine Kleberkartusche kostet zum Beispiel rund 8 Euro.

So funktioniert der Bondic-Kleber

Die Klebestellen müssen absolut fettfrei und sauber sein. Dazu verwenden Sie entweder das beigelegte Reinigungstuch oder ein Lösungsmittel wie reinen Alkohol. Je nach Oberfläche kann zusätzlich ein Aufrauen mit der Feile sinnvoll sein

Sie setzen die Klebstoff-Ampulle in die orangefarbene Halterung ein und verriegeln sie durch eine kleine Drehung.

Dann nehmen Sie die Kappe ab und tragen mittels der feinen Kanüle den Klebstoff auf. Er sieht etwa aus, wie Sekundenkleber, ist aber so dick, dass er nicht von alleine wegfliesst.

Auftragen des Bondic-Klebers - (Foto: Markus Schraudolph)
Auftragen des Bondic-Klebers – (Foto: Markus Schraudolph)

Nun verwenden Sie die andere Seite des Stabes und schalten per Fingerdruck die LED-Lampe an. In 4-8 Sekunden ist der Klebstoff ausgehärtet und bleibt dabei glasklar.

Bondic Aushärten - (Foto: Markus Schraudolph)
Bondic Aushärten – (Foto: Markus Schraudolph)

Weil der Kleber in mehreren Schichten aufgetragen werden kann, eignet er sich gut für eine Verarbeitung in zwei Schritten: Erst mit mimimaler Auftragsmenge die zu klebenden Objekte fixieren, und danach genügend Material auftragen, dass eine genügend stabile Verbindung zustandekommt.

Nach dem Aushärten können Sie die Klebestelle schneifen oder feilen. Dazu enthält das Set die Schleifeinrichtung in Art einer Nagelfeile.

Die Möglichkeiten der neuen Technik

Der neue Klebstoff ist recht universell einsetzbar, etwa beim Basteln oder für die schnelle Reparatur von allen möglichen Materialien. Weil er keine Lösungsmittel oder aggressiven Inhaltsstoffe besitzt, gibt es keine Einschränkungen bei den Materialien, wie etwa mit empfindlichen Kunststoffen oder Styropor.

Bondic eignet sich zum Kleben von Teilen, füllen von Löchern und Rissen oder dem Modellieren – zumindest im kleinen Maßstab.

Durch die Aushärtung schon dünner Schichten ist das Material außerdem auch gut dazu geeignet, Stellen mit einer Schutzversiegelung zu versehen, etwa nach kleine Beschädigungen.

Der gehärtete Kleber hat in etwa die Konsistenz von Hartplastik. Er wird also nicht so kristallartig hart, wie Sekundenbleber, sondern hat noch eine minimale Flexibilität. Das ist für Anwendungsgebiete nützliche, wo Vibrationen auftreten.

Die gezielte Aushärtung ist ein toller Vorteil. Mit Sekundenkleber erreichen Sie das nur mit einem teuren Aktivatorspray.

Weil der Klebstoff ohne UV-Licht nicht aushärtet, kann man ihn bedenkenlos lagern. Bei Sekundenkleber hat man ja oft das Problem, dass der Verschluss nicht ganz dicht ist, Feuchtigkeit eindringt und der Kleber in der Auslauftülle aushärtet.

Einschränkungen und Nachteile

Absolut wichtig ist, dass das Licht den ganzen Klebstoff erreicht. Teile, die im Schatten des UV-Lichts liegen, werden prinzipbedingt nicht hart. Er eignet sich also gut für punktförmige Verbindungen, nicht für flächiges Kleben.

Wenn Sie zum Beispiel eine leicht saugendes Material haben, wird die Aushärtung nur den Klebstoff an der Oberfläche erreichen und nur minimal in die Tiefe gehen.

Jede auch nur minimale Schmutz- oder Fettschicht auf dem Material stört die Festigkeit der Verklebung empfindlich.

Der Kleber wird derzeit nur von der Baumarktkette Bauhaus vertrieben und ist nicht ganz billig. Durch die Exklusivität wird wohl vorerst kein Preisdruck durch Konkurrenz entstehen.

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