Ehrenpreis bekämpfen – lieber nicht!

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Der Ehrenpreis (Veronica) gehört zur Familie der Wegerichgewächse. Manch Hobbygärtner möchte den Ehrenpreis bekämpfen, wenn er ihn zwischen seinem gepflegten Rasen entdeckt. Lesen Sie jetzt, warum Sie ihn wachsen lassen sollten.

Drei Gründe, warum Sie Ehrenpreis nicht bekämpfen sollten

1. Für die Bienen

Bienen und andere Insekten sind wichtig für unser Ökosystem. Sie haben es in den gepflegten Vorgärten und der menschlichen Landwirtschaft aber nicht leicht. Um dem Bienensterben entgegenzuwirken, sollten Sie davon absehen, den Ehrenpreis zu bekämpfen. Im Gegenteil: Pflanzen Sie ihn ruhig gezielt, denn er ist ein wahrer Bienenmagnet mit seinen vielen Blüten, die zum Sammeln von Nektar einladen.

2. Verwendung als Heilpflanze

Der Ehrenpreis wird auch Allerweltsheil genannt. Nicht ohne Grund, denn die Einsatzmöglichkeiten als Heilpflanze sind vielfältig. Besonders gut hilft er gegen Juckreiz und Hautkrankheiten, wie zum Beispiel Schuppenflechte. Daneben hilft er gegen zahlreiche weitere Beschwerden, so kann er zum Beispiel Erkältungssymptome lindern oder durch seine harntreibende Wirkung bei Blasenentzündungen helfen. Auch gegen Vergesslichkeit soll er Wunder wirken.

3. Zauberhafte Natur

Nicht zuletzt ist der Anblick der blühenden Ehrenpreis-Pflanzen ein zauberhafter Anblick im eigenen Garten. Sie sollten sich also gut überlegen, ob Sie den Ehrenpreis bekämpfen möchten. Zumal die Pflanzen sehr pflegeleicht sind. Die Staude ist frostbeständig und blüht jedes Jahr wieder. Schneiden Sie den Ehrenpreis vor dem Winter bis zum Boden runter und bedecken Sie ihn mit einer Schicht Mulch.

Ehrenpreis im Rasen - (Foto: iStockphoto/Robert Biedermann)
Ehrenpreis im Rasen – (Foto: iStockphoto/Robert Biedermann)

Übrigens: Der Ehrenpreis wird umgangssprachlich auch Gewitterblümchen genannt. Diesen Namen verdankt er dem Volksglauben, dass er besonders in gewitterreichen Jahren blüht. Auch das Pflücken der Pflanze soll das Aufziehen von Gewitter und Regen begünstigen.

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