Hunde im Schnee – so kommen Sie gut durch den Winter

Die meisten Hunde mögen Schnee und freuen sich, wenn sie auf einer zugeschneiten Wiese ausgiebig herumtollen können. Damit die Freude anhält, finden Sie nachfolgend unsere besten Tipps, wie Ihr Hund gut durch den Winter kommt.

Hunde im Schnee: Das müssen Sie beachten

1. Die richtige Pfotenpflege im Winter

Während wir im Winter warme Stiefel tragen, läuft der Hund auf seinen Pfoten durch den Schnee. Es gibt zwar Winterschuhe für Hunde, in der Regel sind diese aber unnötig. Allerdings sollte man die Pfoten und die Pfotenballen des Hundes in der Winterzeit gut pflegen.

  • Schnee und Eis können die Pfotenballen des Hundes austrocknen und rissig machen.
  • Streusalz greift die Ballen zusätzlich an und kann im schlimmsten Fall Entzündungen begünstigen.
  • Wählen Sie für Spaziergänge daher möglichst Wege aus, die nicht mit Salz gestreut wurden.
  • Manchmal lässt sich der Gang über gesalzte Straße nicht vermeiden. Spülen Sie in diesem Fall die Pfoten zuhause mit warmen Wasser ab, um das Salz zu entfernen.
  • Kürzen Sie das Fell zwischen den Pfoten des Hundes, um zu vermeiden, dass sich hier Eisklumpen festsetzen, die beim Laufen stören.
  • Aber Achtung: Schneiden Sie das Fell nicht komplett heraus, denn die Haare helfen die Pfoten gegen Kälte zu isolieren.
  • Ist die Haut an den Pfotenballen rissig, können Sie etwas Melkfett oder Vaseline auftragen. Im Zoofachhandel gibt es auch spezielle Pfotenschutzcremes.
  • Tragen Sie das Fett am besten auf, bevor Sie Ihre Gassi-Runde antreten. Dann schützt es die Pfoten beim Laufen durch den Schnee.
  • Nach der Runde können Sie den Schutz erneuern und die Pfoten noch mal eincremen.
Zwei Hunde spielen im Schnee - (Foto: Martin Goldmann)
Zwei Hunde spielen im Schnee – (Foto: Martin Goldmann)

2. Winterbekleidung für den Hund

Viele Hunderassen benötigen keine Winterbekleidung. Sie haben ein dickes Fell, das sie warmhält, während sie im Schnee herumtollen. Einige Rassen, die aus wärmeren Regionen stammen, haben aber nur kurzes Fell und auch keine schützende Unterwolle. In diesem Fall macht es Sinn, ihnen etwas anzuziehen.

  • Generell gilt: Achten Sie darauf, ob Ihr Hund im Schnee friert. Ist das der Fall, spricht nichts dagegen, ihm einen Mantel zu besorgen.
  • Wichtig ist, dass Sie einen Mantel aus wasserabweisendem Material wählen. Denn wenn der Stoff nass wird, sorgt dies dafür, dass der Hund zusätzlich friert.
  • Aus diesem Grund sind auch Pullover nicht geeignet, um den Hund im Schnee vor Kälte zu schützen.

3. Winter-Tipps für Hundesenioren

Ältere Hunde laufen nicht mehr so schnell wie jüngere Tiere. Aus diesem Grund kühlen sie schneller aus. Folgende Tipps sorgen dafür, dass auch Hundesenioren Freude am Schnee haben:

  • Kürzen Sie Ihre Gassi-Runde, wenn es draußen schneit. So verhindern Sie, dass der Hund auskühlt.
  • Ältere Hunde sollten im Winter einen Hundemantel tragen, wenn sie draußen frieren.
  • Bei Hunden, die an Rückenschmerzen oder ähnlichem leiden, können die Beschwerden durch die Kälte schlimmer werden. Auch hier hilft ein wärmender Mantel.

4. Tipps für die Hunderunde im Schnee

  • Behalten Sie Ihren Hund im Blick: Wenn er beginnt zu zittern, sollten Sie die Gassirunde abbrechen und ggfs. einen Hundemantel anschaffen.
  • Wenn Ihr Hund nach einer Weile im Schnee hinkt, hat sich vermutlich Schnee zwischen seinen Zehen festgesetzt. Halten Sie den Hund an und entfernen Sie mit der Hand vorsichtig den Schnee aus den Pfoten. Danach sollte der Hund wieder normal laufen.
  • Hunde mit langem Fell werden im tiefen Schnee Eisklumpen im Fell sammeln. Die Klumpen können relativ schnell groß werden und sind dem Hund dann lästig. Wenn Sie nach Hause kommen, sollten Sie darauf achten, dass der Hund die Eisklumpen nicht selbst entfernt, ansonsten kann er Magenprobleme bekommen, weil er eine Menge Eiswasser schluckt. Falls Ihr Hund zu viel Eis im Fell sammelt, können Sie es mit Schweifspray probieren. Das eigentlich für Pferde gedachte Produkt kann die Bildung von Eisklumpen im Hundefell verringern.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Hund keinen Schnee frisst. Die Verlockung kann sehr groß sein, aber der kalte Schnee kann Magen-Darm-Beschwerden, wie zum Beispiel Durchfall und Erbrechen, zur Folge haben.
  • Aus diesem Grund sollten Sie auch keine Schneebälle werfen, denen ihr Hund hinterherjagt.
Hund mit Schneekluempchen an der Schnauze - (Foto: Martin Goldmann)
Hund mit Schneekluempchen an der Schnauze – (Foto: Martin Goldmann)

5. Tipp: Der Leckerli-Schneemann

Mit dem Hund muss man im Winter jeden Tag an die Luft. Auch bei Schnee. Was also liegt näher, als das beste aus dem Schnee zu machen.Wie wäre es, wenn Sie dem Hund im Schnee eine besondere Herausforderung bieten. Bauen Sie einen Schneemann. Schon beim Bauen wird der Hund bei Ihnen sein und neugierig beschnüffeln, was Sie da eigentlich tun. Dann kommt aber der eigentliche Spaß für den Hund.

Hund im Schnee an einem Schneemann mit Leckerli - (Foto: Martin Goldmann)
Hund im Schnee an einem Schneemann mit Leckerli – (Foto: Martin Goldmann)
  1. Für Augen, Nase und Mund des Schneemanns verwenden Sie Leckerli.
  2. Halten Sie den Hund zunächst noch davon ab, die Leckerli zu nehmen, während Sie noch an Ihrem Meisterwerk arbeiten.
  3. Erst wenn Sie den Schneemann freigeben, darf der Hund ran.
  4. Falls der Hund die relativ hoch gelegenen Leckerli nicht sofort sieht, helfen Sie ihm noch mit einer Knopfreihe auf die Sprünge: stecken Sie auf Kopfhöhe des Hundes ein paar Leckerli in den Schneemann und deuten Sie darauf.
  5. Loben Sie den Hund, wenn er die Leckerli findet und frisst und ermuntern Sie ihn, weiterzusuchen.
  6. Achten Sie darauf, dass der Hund möglichst keinen Schnee frisst.

 

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