Mit unseren Tipps putzen und saugen Sie Ihre Wohnung schneller

Wer sein Haus oder seine Wohnung schnell, richtig putzen möchte, sollte sich an ein Prinzip halten: Von oben nach unten.

Das bedeutet: Zunächst wischen Sie Regale, Tische und alle Flächen oberhalb des Bodens. Erst, wenn all das erledigt ist, machen Sie sich an die Wischarbeit oder das Staubsaugen auf dem Boden.

Grund: Beim Putzen von Regalen, Tischen, Stühlen, Kommoden und so weiter fällt auch immer etwas Schmutz auf den Boden. Wenn Sie den vorher wischen oder absaugen, wird er gleich wieder schmutzig.

Übrigens, bevor Sie einen Boden wischen, sollten Sie ihn vorher mit dem Staubsauger oder Besen von losem Schmutz befreien. Denn der stört beim Wischen nur.

Erst aufräumen, dann Staub saugen

Der Staubsauger braucht eine Menge Strom. Je länger er in Betrieb ist, desto teurer wird der Stromverbrauch. Dabei gibt es ein einfache Mittel, um beim Staub saugen Strom zu sparen:

Auf Parkett und Fliesen erst fegen, dann saugen. So sind Sie mit dem Saugen schneller fertig. Außerdem schont das den Staubbeutel.

Erst aufräumen, dann saugen. Häufig räumt man beim Saugen noch Sachen weg. Der Sauger bleibt derweil an. Besser ist es, erst den Weg frei zu machen und dann zu saugen.

Fegen Sie vor dem Staubsaugen groben Schmutz mit dem Besen weg

Es mag ein wenig unsinnig klingen: Aber wenn Sie vor dem Staubsaugen einmal mit dem Besen über den Boden fegen, wird das Staubsaugen angenehmer und preiswerter. Denn der Schmutz, den Sie wegfegen, landet nicht mehr im Staubbeutel.

Dabei müssen Sie nicht allzu gründlich fegen. Das wichtigste ist, dass Sie den groben Schmutz und größere Partikel erwischen. Denn die führen ohnehin nur dazu, dass Sie den Bodenaufsatz des Saugers abnehmen müssen.

Besen auf Bodenfliesen - (Foto: iStockphoto/Jim Jurica)
Besen auf Bodenfliesen – (Foto: iStockphoto/Jim Jurica)

Das Fegen ist in ein paar Minuten erledigt. Sie werden sehen, dass Sie dem Staubsaugerbeutel eine Menge Schmutz erspart haben. Außerdem sollte das Saugen nun auch bequemer und schneller gehen.

Flächen putzen ohne Kratzer

Küchenschränke, Anrichten, Tische – all das sind Oberflächen, die regelmäßig geputzt werden müssen. Manche der Flächen sind allerdings empfindlich: Bei falscher Behandlung drohen Kratzer. Hier ein paar Richtlinien, wie Sie Kratzer vermeiden können.

1. Sanft anfangen

Gehen Sie nicht gleich mit schwerem Gerät auf die Fläche los. Fangen Sie mit den sanften Mitteln an.  Als Reinigungsmittel starten Sie mit Wasser – wenn das nicht reicht, nehmen Sie einen Schuss Spülmittel dazu. Lassen Sie das Wasser ein wenig einweichen – auch ein feuchtes Baumwolltuch kann Schmutz schon hervorragend lösen.

Mit diesem Mitteln bekommen Sie schon einen Großteil des Schmutzes los, ohne die Fläche chemisch anzugreifen.

2. Lesen Sie Pflegeanleitungen

Viele Geräte oder Möbel kommen mit Pflegeanleitungen. Dort steht beschrieben wie und womit Sie die Gegenstände am besten sauber bekommen, ohne sie zu beschädigen. Halten Sie sich an diese Anleitungen.

3. Richtig schrubben

Nehmen Sie zunächst einen weichen Schwamm oder ein weiches Wischtuch – eventuell auch eine Bürste mit weichen Borsten. Erst wenn diese sanften Schrubber nicht weiterhelfen, greifen Sie zu härterer Ware. Je sanfter das Werkzeug, desto geringer ist die Gefahr etwas zu verkratzen.

Schrubben Sie die Fläche immer in kleinen Kreisen mit wenig Druck. Zu viel Druck hilft auch nicht unbedingt weiter und kann zu Beschädigungen führen.

4. Wasser wirkt

Verwenden Sie ausreichend viel Wasser – bei hartnäckigen Verschmutzungen auf ebener Fläche hilft es zum Beispiel oft, den Schmutz mit ein wenig Wasser anweichen zu lassen. Das Wasser können Sie zum Beispiel aus Ihrem Putzschwamm heraus auf die verschmutzte Stelle träufeln und einwirken lassen.

5. Einwirken lassen

Wenn Sie fertig sind mit dem Schrubben der Oberfläche, machen Sie eine kurze Pause. Lassen Sie Ihre Putzaktion nachwirken. Nach ein paar Minuten sollte sich auch der letzte Schmutzklumpen gelöst haben.

Zum Schluss nehmen Sie sich einen sauberen Schwamm und klares Wasser, um die Fläche abzuspülen. Mit einem Handtuch wischen Sie dann die Fläche trocken.

Kleinteile vor dem Staubsauger bewahren

Manchmal möchte man gern Schubladen mit vielen Kleinteilen oder auch Werkzeugkisten gründlich mit dem Staubsauger reinigen.

Nur – egal wie niedrig man die Saugstufe einstellt – werden dann auch Dinge aufgesaugt, die man eigentlich noch behalten wollte.

Hält man dagegen ein Teesieb oder ähnliches vor die Düse, wird der Staub, Sand oder Krümelkram aufgesaugt. Alles andere bleibt am Sieb hängen. Da kann man dann benötigte Dinge wie Schrauben, Nägel oder andere Kostbarkeiten abpicken, bevor man den Dreck in den Eimer oder zunächst einmal auf ein bereitliegendes Papier entsorgt.

Auf Desinfektionsmittel verzichten

Sofern es nicht medizinisch notwenig ist, sollten Sie im Haushalt auf Desinfektionsmittel verzichten. Grund laut BgVV: Die Mittel haben in der üblichen Konzentration von 1:1000 keinen Einfluss auf das Reinigungsergebnis. Dafür belasten sie unnötig die Umwelt. Auch Kombipräparate aus Reinigungs- und Desinfektionsmittel seien lauf BgVV unwirksam und nicht zu empfehlen.

Bereits bei der normalen Reinigung in Küche und Bad mit einem normalen Reiniger würden 90 Prozent aller Oberflächenkeime entfernt.

Ausnahmen sind Haushalte, in denen beispielsweise Dauerausscheider von Salmonellen leben oder wenn die Desinfektion vom Arzt verordnet ist.

So bleibt ein Besen länger haltbar

Neue Besen kehren gut — und Sie kehren länger, wenn Sie Ihren neuen Besen nicht auf dem Boden stehen lassen. Denn das Eigengewicht des Besens drückt die Borsten nach unten und auseinander.

Das Resultat: Beim Kehren stehen die Borsten nicht mehr senkrecht auf dem Boden und der Besen kehrt schlechter.

Besser ist es, Besen immer aufzuhängen. Dann gibt es keinen Druck auf die Borsten und der Besen bleibt länger brauchbar.

Zum Aufhängen brauchen Sie einen Haken – ein Selbstklebehaken an einem Schrank reicht, ansonsten schlagen Sie einen kleinen Haken oder Nagel in die Wand.

Mit etwas Geschick befestigen Sie oben am Stil eine kleine Schlaufe und hängen daran den Besen auf. Alternativ dazu können Sie den Besen auch mit den Borsten nach oben in eine Ecke stellen. Das ist zwar nicht ganz optimal, aber besser als die Borsten auf dem Boden zu lassen.

Pausen nutzen

Das Aufheizen der Espressomaschine dauert vielleicht zwei Minuten – das ist genug Zeit, um schon ein paar Handgriffe auszuführen. Beispielsweise können Sie damit anfangen, die Spülmaschine auszuräumen. Oder sie räumen die Arbeitsplatte ein wenig auf oder bringen den Müll nach draußen.

Danach können Sie auch schon Ihren Kaffee genießen und haben gleichzeitig schon ein paar Handgriffe im Haushalt erledigt.

Das gleiche gilt für Wartezeiten beim Kochen. Oft müssen Sie hier fünf oder zehn Minuten auf den nächsten Arbeitsschritt warten. Das ist ideal, um schon einmal benutztes Geschirr in die Spülmaschine einzuräumen oder den Bioabfall aus der Zubereitung des Essens nach draußen zu bringen.

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