Alte Tapeten entfernen – so klappt der Tapetenwechsel

Renovieren ist mit jeder Menge Arbeit verbunden. Stundenlanges Abkratzen von Tapetenresten muss aber nicht sein. Wir verraten Ihnen, wie Sie am besten alte Tapeten entfernen.

Alte Tapeten entfernen – so geht’s!

  • Tapeten lassen sich nicht immer gleich gut von der Wand ablösen. So testen Sie im Vorfeld, ob Sie leichtes Spiel haben: Befeuchten Sie einige Tapetenstellen mit Wasser. Nimmt die Tapete das Wasser auf und verfärbt sich dunkel, wird sich die alte Tapete leicht entfernen lassen. Perlt das Wasser hingegen ab, kann es schwieriger werden.
  • Wenn Sie Glück haben, handelt es sich um eine trocken abziehbare Tapete. Dies können Sie überprüfen, indem Sie ausprobieren, ob sich die feste Oberschicht der Tapete eventuell in einer Lage abziehen läßt.
  • Fangen Sie an der Ecke einer Bahn oben oder unten an und ziehen Sie schräg in Richtung Mitte der Bahn. Bei einer solchen Tapete verbleibt am Untergrund eine durchgehende Papierbahn, die in der Regel als Untergrund für die neue Tapete geeignet ist.
  • Lässt sich die Tapete nicht trocken abziehen, müssen Sie den Kleister aufweichen, um die Tapete zu entfernen.
  • Um den alten Kleister aufzuweichen, können Sie entweder einen Tapetenlöser  kaufen oder selbst einen herstellen: Fügen Sie einem Eimer Wasser ein paar kräftige Spritzer Geschirrspülmittel zu. Dann tragen Sie die Mischung mit einem Quast  großzügig auf der Tapete auf, die sie entfernen möchten.
  • Behandeln Sie ruhig gleich eine größere Fläche – eine ganze Wand oder auch zwei – ein. Denn das Aufweichen des Kleisters benötigt Zeit. Wiederholen Sie das Ganze bei Bedarf mehrmals, bis die Tapete gut durchgeweicht und durchgehend dunkel ist.
  • Jetzt können Sie in der Regel die Tapete in größeren Teilflächen oder gar in ganzen Bahnen abziehen. Danach noch verbleibende Teilstücke streichen Sie wieder ein und lassen sie gut durchweichen, bevor Sie sie entfernen. Eine flach gehaltene Spachtelklinge leistet dabei oft gute Dienste.
  • Es gibt allerdings Tapetenarten (zum Beispiel Vinyltapeten), durch die die Feuchtigkeit nicht bis zum Tapetenkleister vordringen kann. In diesem Fall reicht das Einweichen der Tapeten alleine nicht aus und die Tapetenoberfläche muss vorher angerauht werden.
  • Die einfachste und kostengünstigste Methode ist, die Oberfläche durch Überschleifen mit einem möglichst groben Schleifpapier (Körnung 60 oder gröber) aufzureissen.
  • Im Baumarkt gibt es hilfreiches Zubehör zum Aufrauhen der Tapeten. Das können Tapetenigel , Nadelwalzen oder gezahnte Kratzer sein, die mit messerartigen kleinen Klingen besetzt sind.
Tapeten werden von der Wand abgezogen - (Foto: iStockphoto/kadmy)
Tapeten werden von der Wand abgezogen – (Foto: iStockphoto/kadmy)

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Müssen alte Tapeten entfernt werden?

Manch einer will sich den Aufwand sparen und tapeziert die alte Tapete einfach über. Es macht aber Sinn im Vorfeld die Zeit zu investieren und die alten Tapeten zu entfernen. Denn die Feuchtigkeit aus dem Tapetenkleister, mit dem die neue Tapete geklebt wird, löst den Kleister der alten Tapete. Somit kann es sein, dass sich die Kanten- und Nahtbereichen oder sogar ganze Bahnen der Tapete lösen. Verstärkt wird dieses Problem durch das zusätzliche Gewicht der neuen Tapete. Außerdem führt das Überkleben der alten Tapete zu einem unschönen Ergebnis, wenn sich die Struktur auf die neue Tapetenschicht durchdrückt.

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