Kater loswerden: Das hilft Ihnen nach einer langen Partynacht

Alkoholgenuss ohne Reue gibt es nicht. Ein Kater mit Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen und Durst ist den meisten von uns schon im Morgengrauen begegnet und den ganzen Tag treu geblieben.

Der Grund: Alkohol wird in der Leber zunächst zu Acetaldehyd abgebaut, das die Blutgefäße erweitert und Kopfschmerzen auslöst. Ein in der Leber begrenzt vorhandenes Enzym baut Acetaldehyd zu Essigsäure ab. Ist es verbraucht, verstärken sich die Vergiftungssymptome.

Verkaterter Mann mit Kaffee - (Foto: iStockphoto/biffspandex)
Verkaterter Mann mit Kaffee – (Foto: iStockphoto/biffspandex)

Kater vermeiden

Wenn Sie auf alkoholische Getränke nicht verzichten möchten, können Sie den Kater folgendermaßen in Schach halten:

  • Schaffen Sie eine gute Grundlage. Jetzt darf es ruhig etwas Fettreiches sein.
  • Nicht soviel durcheinander trinken! Die Ausnahme: Nichtalkoholisches – am besten Wasser – tut dem Flüssigkeitshaushalt gut. Schlecht sind dagegen warme, zuckerreiche oder kohlensäurehaltige Getränke.
  • Vor dem Schlafengehen: Heizung aus und Fenster auf.
  • Eine aufgelöste Alka-Seltzer trinken
  • Das klassische Katerfrühstück mit Rollmops und Gurken gleicht den Mineralstoffverlust aus. Gegen den Flüssigkeitsverlust viel Mineralwasser oder Fruchtsaftschorlen. Auf schwarzen Kaffee lieber verzichten. Er wirkt – wie Alkohol – dehydrierend.
  • Und danach an die frische Luft – ein Spaziergang wirkt jetzt Wunder.
  • Übrigens: Auch Trinken will gelernt sein:
    • Bleiben Sie bei einer Sorte Alkohol
    • Meiden Sie stark zuckerhaltige Alkoholika (Liköre, Punsch, süßen Wein), warme Getränke (Grog, Glühwein) und kohlesäurehaltiges (Sekt, Prosecco)
    • Verzichten Sie außerdem soweit wie möglich aufs Rauchen, denn Nikotin und Alkohol haben zusammen eine verheerende Wirkung
    • …und vor allem: Trinken Sie wenig!

Und wenn es Ihnen immer noch schlecht geht? Kamillen- und Pfefferminztee beruhigen den aufgebrachten Magen und helfen gegen die Übelkeit.

Gegen den schweren Kopf am Morgen helfen eventuell auch ein paar Tropfen ätherisches Pfefferminzöl, die auf der Stirn und Schläfe eingerieben werden.

Gesichtskompressen versprechen ebenfalls einen Energieschub. Dazu einfach ein Frotteetuch in heißes Wasser tauchen und für 30 Sekunden auf das Gesicht pressen.

Danach den Vorgang mit einem kalten Tuch wiederholen. Ist die Prozedur dreimal durchlaufen, hat das Gesicht seinen rosa Teint zurück.

Isotonische Getränke und Wasser

Die Hammer-Methode für alle, die unbedingt zur Arbeit müssen:

Eine Flasche stilles Mineralwasser und ein Isostar-Getränk zu sich nehmen, eine halbe Stunde später eine Kopfschmerztablette. (Nicht gleichzeitig einwerfen!!!) Während der halben Stunde nochmal ins Bett. Das Mineralwasser und die in dem isotonischen Getränk enthaltenen Mineralstoffe bringen Ihrem Körper, die durch den Alkohol entzogenen Mineralien und die Flüssigkeit zurück. Das geschieht in Ruhe am besten. Manchmal erübrigt sich danach sogar die Kopfschmerztablette.

Falls Sie am Vorabend zusätzlich auch noch ausgiebig geraucht haben sollten, empfiehlt sich für den weiteren Tagesverlauf die Einnahme von Vitamin C haltigen Getränken oder Nahrung, also O-Saft oder Südfrüchte. Das Verlangen nach Rollmops, sauren Gurken und salzigem Mineralwasser ist übrigens ganz natürlich, es erklärt sich durch den hohen Salzverlust nach Alkoholgenuß.

Für den nächsten feuchtfröhlichen Abend sollten Sie indes Vorsorge treffen:

Essen Sie vor dem Trinken ausgiebig vitamin-, mineralstoffreiche Kost, Trinken Sie zu jedem Glas Alkohol ein Glas Mineralwasser. Essen Sie auch während des Abends immer wieder eine Kleinigkeit und trinken Sie einfach etwas weniger. Das ist auf jeden Fall gesünder.

Christina Medla ist Heilpraktikerin in Fürth

 

Ähnliche Tipps

Schreibe einen Kommentar