Windows 7, 8, 10: Screenshot machen

Ein Screenshot in Windows ist schnell gemacht. Wir zeigen in diesem Beitrag alle Wege um in Windows ein Bildschirmfoto anzufertigen. Diese Screenshot-Anleitung gilt für alle Windows Versionen, also Windows XP, und Windows 7 bis 10. Wo es Abweichungen zwischen den Versionen gibt, haben wir es vermerkt.

Screenshot über die Zwischenablage

Um in Windows einen Screenshot aufzunehmen, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Drücken Sie die Taste [Druck] oder [Print Screen] auf Ihrer Tastatur. Jetzt hat Windows ein Abbild Ihres Bildschirmes in der Zwischenablage gespeichert. (Wenn Sie nur ein einzelnes Fenster fotografieren wollen, verwenden Sie die Kombination [AltGr – Druck] bis Windows 7 und [Alt – Druck] ab Windows 8.1)

    Screenshot
    Screenshot
  2. Um dieses Bild wiederzubekommen, müssen Sie in einer beliebigen Anwendung, zum Beispiel Word, die Tastenkombination [Strg – V] betätigen. Falls Sie das Bild einfach nur speichern möchten, starten Sie das Zeichenprogramm Paint, das auf jedem Windows vorhanden ist. Fügen Sie darin das Bild aus der Zwischenablage ein und speichern Sie das Bild als PNG, Jpeg oder in einem anderen Format Ihrer Wahl.

In manchen Bildbearbeitungsprogrammen finden Sie auch einen Menüpunkt wie Datei, Neu aus Zwischablage, um den Screenshot einzufügen, zum Beispiel bei Adobe Photoshop Express.

Screenshot sofort als Datei speichern

Mit Windows 8 und 10 können Sie einen Screenshot auch sofort speichern.

  1. Drücken Sie die Windows-Taste und gleichzeitig die Taste [Druck]. Ein kurzes Abdunkeln des Monitors zeigt Ihnen, dass das Foto geschossen wurde.
  2. Rufen Sie den Windows Explorer auf, zum Beispiel mit der Tastenkombination [Windows – E].
  3. Unter dem Ordner Bibliotheken aus der linken Randleiste finden Sie den Ordner Bilder. Rufen Sie ihn auf und gehen zum Unterverzeichnis Screenshots.

    Screenshots unter Windows 8
    Screenshots unter Windows 8

Wie Sie im Bild sehen, werden auf einem System mit zwei Monitoren die Inhalte beider Bildschirme als eine Grafik abgespeichert.

Mehr Komfort mit dem Snipping Tool

Mit dem „Snipping Tool“ von Windows können Sie frei definierte Bildschirm-Ausschnitte abfotografieren und speichern. Das Snipping Tool gibt es in allen Windows-Versionen seit Windows Vista, also auch in 7, 8 und 10.

  1. Um das Programm zu starten, klicken Sie in Windows 7 auf die Start-Taste. Falls Sie dann nicht schon Snipping Tool im Startmenü sehen, geben Sie im Suchfeld darunter „snip“ ein. In den Suchergebnissen erscheint dann Snipping Tool. Klicken Sie einmal darauf, um das Programm zu starten.
  2. In Windows 8 wechseln Sie auf die Kacheloberfläche und geben dort als Suchbegriff Snip ein. Auch hier erscheint als Ergebnis das Snipping Tool. Sobald Sie es starten, bringt Sie Windows 8 zum Standard-Desktop zurück.
  3. In Windows 10 starten Sie ebenfalls die Suchfunktion (falls das Suchfeld in der Taskleiste nicht ohnehin zu sehen ist) und geben Snip ein.
  4. Nach dem Start des Snipping Tool können Sie sich in Ruhe die Funktionen ansehen. Wenn Sie einmal auf das kleine, nach unten gerichtete, Dreieck neben Neu klicken, sehen Sie die Ausschnitt-Optionen. Sogar einen Freihand-Modus gibt es hier. Für das Beispiel hier bleiben wir aber bei Rechteckiges Ausschneiden.

    Auswahl des Ausschneidmodus im Snipping Tool
    Auswahl des Ausschneidmodus im Snipping Tool
  5. Jetzt starten Sie die Anwendung, aus der Sie ein Bildschirmfoto machen wollen. Sobald das Programm geladen ist, wechseln Sie in das Snipping Tool und klicken darin auf Neu.
  6. Der Bildschirm färbt sich dann so, also ob eine Milchglasscheibe davor wäre. Mit der Maus ziehen Sie dann bei gedrückter rechter Maustaste ein Rechteck auf, das den zu fotografierenden Bereich eingrenzt.
  7. Nach dem Loslassen der Maustaste erscheint der abfotografierte Bereich in einem kleinen Fenster. Mit einem Klick auf das Disketten-Symbol können Sie das Bildschirmfoto dann speichern.

    Ein mit dem Snipping Tool angefertigtes Bildschirmfoto
    Ein mit dem Snipping Tool angefertigtes Bildschirmfoto

Screenshot von Menüs

Wollen Sie mit dem Snipping Tool ein Menü, wie etwa ein Kontextmenü oder das Startmenü fotografieren, klappt das nicht ohne weiteres. Denn die Aktivierung des Screenshot-Tools bringt in der Regel das Menü zum Verschwinden.

Doch das Snipping Tool beherrscht diese Disziplin:

  1. Starten Sie das Programm entweder aus der Programmgruppe Zubehör oder durch Eingabe seiner Anfangsbuchstaben im Suchfeld.
  2. Das Hilfsprogramm wäre nun schon schussbereit. Per [Esc] beenden Sie diesen Modus aber.
  3. Wechseln Sie zum Programm, von dem Sie einen Screenshot machen möchten und lassen Sie das gewünschte Menü anzeigen
  4. Die Tastenkombination [Strg – Druck] reaktiviert nun das Snipping Tool ohne das Menü verschwinden zu lassen.
  5. Je nach dem eingestellten Modus (Rechteck, Vollbild, freier Bereich, Fenster) holen Sie sich nun den gewünschten Bildausschnitt per Mausklick oder durch das Aufziehen eines Bereichs.
Menüs per Snipping Tool fotografieren
Menüs per Snipping Tool fotografieren

Screenshot-Ordner finden

Eine Alternative, um das Verzeichnis mit den Bildschirmfotos aufzurufen funktioniert so:

Öffnen Sie per [Win] + [R] das Fenster Ausführen.

Geben Sie dort ein

%UserProfile%PicturesScreenshots

und drücken auf OK. Nun sollte sich der Explorer öffnen und Ihre Screenshots zeigen.

Screenshot platzsparend speichern

Wer eine Webseite betreibt oder Bildschirmfotos per E-Mail versenden möchte, sollte die Bilder möglichst platzsparend speichern.

Um bei Fotos Platz zu sparen, verwendet man in der Regel das Format Jpeg. Bildschirmfotos jedoch sollten Sie nie als Jpeg speichern, da sich ansonsten unschöne Artefakte ergeben.

Also speichert man Screenshots im Format PNG. Da dieses allerdings verlustfrei komprimiert werden die resultierenden Daten umso größer, je höher die Farbtiefe der Bilder ist.

Nur 8 Bit Farbtiefe

Selten beachtet ist allerdings, dass es möglich ist, PNG-Bilder mit nur acht Bit Farbtiefe zu speichern. Das entspricht 256 Farben. Die Farben sind dabei nicht von vornherein fest gelegt, sondern werden anhand der im Bild gefundenen Farben in einer Palette abgelegt. Bei den meisten Bildschirmfotos reicht die Farbanzahl locker aus.

Um Screenshots im Format PNG 8 zu erzeugen, verwenden Sie zum Beispiel das Freeware-Programm Paint.NET. nehmen Sie die Bilder zunächst wie gewohnt auf.

Kopieren Sie die Bilder dann aus der Zwischenablage in Paint.NET und bearbeiten Sie die noch, falls notwendig.

Klicken Sie auf Datei – Speichern unter, geben Sie einen Dateinamen ein, wählen Sie die Endung png und klicken Sie auf Speichern.

Anschließend erscheint ein Dialog, in dem Sie die Eigenschaften der Datei einstellen können. Über dem Bild sehen Sie eine Information über dessen Dateigröße.

Paint.NET: Dialog zum Einstellen der PNG-Parameter
Paint.NET: Dialog zum Einstellen der PNG-Parameter

Schalten Sie unter Bit-Tiefe auf 8-Bit und sehen Sie nach, ob sich daraus eine geringere Dateigröße ergibt (das ist nicht immer der Fall).

Justieren Sie bei Bedarf noch das Dithering. Mit einem Wert von 6 oder 7 sparen Sie nochmals ein paar Kilobyte ein.

Sobald Sie mit der Dateigröße zufrieden sind, klicken Sie auf Ok und das Bild wird gespeichert.

Nie als Jpeg speichern

Wenn Sie Screenshots verwenden, etwa um sie in einer Publikation zu drucken, dann speichern Sie diese keinesfalls im Jpeg-Format. Denn Jpeg ist ein verlustbehaftetes Kompressionsverfahren. Sprich, es ermittelt Bilddetails, die vermeintlich für das Auge ohnehin nicht erkennbar sind. In der Tat funktioniert das bei Fotos auch hervorragend.

Doch bei den scharf konturierten Bildschirmfotos sind diese Kompressionsspuren deutlich zu erkennen. Das Bild verliert deutlich an Qualität und ist für die Reproduktion in einem Print-Medium oft unbrauchbar.

Verwenden Sie Screenshots deshalb grundsätzlich als BMP, TIFF oder im auf 256 Farben begrenzten GIF-Format. Vergessen Sie aber nicht, BMP und TIFF noch zu packen.

Gerade Presseabteilungen in Software-Unternehmen sollten diesen Tipp beherzigen, denn für die Redaktionen sind Jpeg-Screenshots kaum zu gebrauchen.

Screenshot mit Word

Word erlaubt Ihnen, einen Screenshot anzufertigen und direkt in ein Dokument einzufügen. Das ist ideal, um beispielsweise Bedienungsanleitungen zu bebildern oder schnell Informationen aus mehreren Quellen in einem Dokument zusammenzutragen.

Um ein Bildschirmfoto anzufertigen, klicken Sie auf Einfügen – Screenshot.

Screenshot anfertigen mit Word
Screenshot anfertigen mit Word

Jetzt zeigt Ihnen Word die geöffneten Fenster. Per Klick auf eines der Fenster fügen Sie es als Bildschirmfoto in Ihr Dokument ein.

Falls Sie selbst einen Ausschnitt wählen wollen, klicken Sie auf Bildschirmausschnitt und wählen Sie danach mit der Maus einen Ausschnitt, der dann in Ihren Text übernommen wird.

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