So erkennen Sie, dass die Batterie des Autos kaputt ist

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Ist die Auto-Batterie defekt? Gute Frage, denn die häufigste Ursache für eine Autopanne ist eine entladene oder defekte Autobatterie. Gerade in der kalten Jahreszeit geht oft die Batterie kaputt.

Batterie defekt: Frühe Anzeichen

Auch für den Laien sind die Anzeichen einer schwächelnden Batterie bereits frühzeitig zu erkennen.

Ein erstes Anzeichen ist, dass der Anlasser den Motor beim Startvorgang nur unwillig dreht.

Springt der Motor gerade noch so an, ist es dringend Zeit – dann ist die Batterie kurz vor ihrem Ende.

Diese Startschwäche macht sich stärker bemerkbar, wenn es draußen richtig kalt ist.

Auto-Batterie - Sichtprüfung zeigt, ob Batterie defekt ist
Auch ein Blick auf die Batterie lohnt, um einen Batterie-Defekt zu erkennen – (Foto: Martin Goldmann)

Das sind alles alles typische Zeichen für eine schwache Batterie. Nach ein paar Minuten Fahrt lädt die Batterie durch die Motorleistung wieder auf.

Meist verschwinden die Probleme dann. Sie denken, alles ist wieder in Ordnung. Aber am nächsten Morgen kehren die gleichen Probleme zurück und verstärken sich von Tag zu Tag. Sie sollten diese Anzeichen zum Anlass nehmen, die Batterie einer Prüfung zu unterziehen.

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Batterie prüfen

Spannung der Batterie messen

Bringen Sie das Auto in eine KFZ-Werkstatt und fragen Sie dort nach, die Spannung in der Batterie mit einem Voltmeter durchzumessen.

Die Spannung einer intakten Batterie liegt im voll geladenen Zustand bei etwa 12,8 Volt. Sinkt die Spannung unter 12 Volt, könnte ein Defekt vorliegen.

Sichtprüfung der Batterie

Weitere Anhaltspunkte für drohende Probleme mit der Batterie offenbart ein Blick unter die Motorhaube.

Wenn die Kontakte an der Batterie mit Schmutz und Öl verklebt sind, bedroht das die Lebensdauer der Batterie. Schlimmstenfalls sind schon Spuren von Oxidation zu erkennen.

Reinigen Sie unverzüglich die Kontaktstellen der Batterie.

Die Verschmutzung hat sogenannte Kriechströme zur Folge. Kriechströme entladen die Batterie. Auf Dauer wird die Batterie dabei über Gebühr strapaziert. Im Extremfall verursacht die Verschmutzung einen Kurzschluss, welcher die Autobatterie zerstört.

Vor dem Kauf sollten Sie aber noch prüfen, ob die Schwäche vielleicht nur an fehlendem Säurespiegel liegt: Säurestand der Autobatterie kontrollieren.

Nicht immer ist die Batterie das Problem

Aber nicht in jedem Fall ist eine Batterie Schuld, wenn der Wagen nicht anspringt. Sollten die Probleme nach dem Austausch der Batterie bestehen bleiben, liegt es meist an der Lichtmaschine oder dem Anlasser. Deshalb ist eine Prüfung mit einem Voltmeter immer sinnvoll, bevor man unnötig Geld für eine neue Batterie ausgibt.

Es empfiehlt sich ein vorsichtiger Gebrauch von Stromverbrauchern im Auto. Wenn Sie weniger als eine halbe Stunde Fahrtzeit haben, sollten Sie nach Möglichkeit auf das Autoradio verzichten. Der Wagen verbraucht in dieser Phase mehr Strom als durch den laufenden Betrieb ersetzt werden kann.

Wenn das Auto länger stehen bleibt, insbesondere im Winter, können Sie die Batterie abklemmen, um sie zu schonen. Dazu brauchen Sie nur den Draht am Minuspol zu lösen. Kleine „Stromfesser“ wie etwa eine Uhr, die immer weiter Strom verbrauchen, sind dann stillgelegt.

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Wie lange hält eine Autobatterie?

Autobatterien halten im Durchschnitt rund 4 Jahre.

Bei vielen Kurzstreckenfahrten kann sie schon nach 3 Jahren zusammenbrechen.

Bei guter Pflege hält sie sogar 6-7 Jahre.

Autobatterie - (Foto: Markus Schraudolph)
Autobatterie – (Foto: Markus Schraudolph)
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Martin Goldmann

Martin ist seit 1986 begeistert von Computern und IT. Er arbeitete von 1986 bis 2011 als Autor und Redakteur für diverse Computer-Zeitschriften. Seit 2011 ist Martin Goldmann als Kameramann und Redakteur in der Videoproduktion tätig und hält Video-Schulungen. Doch das Thema Computer hat ihn nie los gelassen. Seine Schwerpunkte hier auf Tippscout.de: Apple-Software, Videoproduktion, Synthesizer.