Silber reinigen – so geht’s ganz einfach

Gegenstände aus Silber laufen schnell schwarz an. Diese sogenannte Patina bekommt man nur schwer wieder weg. Wir verraten Ihnen die besten Hausmittel, wie Sie Ihr Silber reinigen können.

Silber reinigen mit Alufolie

Der bekannteste Tipp, Silber schnell und einfach zu putzen, ist wohl die Reinigung mit Alufolie und Salz:

  1. Geben Sie den Silber-Gegenstand in eine Schüssel. Dazu kommen etwa ein Teelöffel Speisesalz und ein paar Schnipsel Alufolie.
  2. Anschließend übergießen Sie alles mit heißem Wasser.
  3. Je nach Verschmutzungs-Grad des Silbers dauert es ein bis zwei Minuten, bis sich die schwarze Schicht gelöst hat.
  4. Sie sollten das Silber nicht zu lange in dem Reinigungsbad lassen, da sich sonst eine neue, nur schwer zu entfernende, Schicht darauf bildet.
  5. Wird das Silber nicht auf Anhieb sauber, nehmen Sie es lieber heraus, waschen es ab und legen es in ein neues Bad. Denn die Reinigungskraft der Lösung ist begrenzt.
silber reinigen mit alufolie und salz
Silber reinigen mit Alufolie und Salz. (Foto: Nicole Bonholt)

Alternative Haushaltsmittel zum Reinigen von Silber

  1. Zahnpasta: Zahnpasta kann Wunder gegen angelaufenes Silber wirken – allerdings auch zu Beschädigungen führen, wenn es sich um einen empfindlichen Gegenstand handelt. Mit der Zahnpasta wird die schwarze Patina wegpoliert.
  2. Backpulver/Natron: Beim Putzen mit Hilfe von Backpulver ist zu bedenken, das die mechanische Reinigung zu Kratzern führen kann. Geben Sie etwas Backpulver auf eine feuchte Zahnbürste und entfernen Sie vorsichtig mit Bürstbewegungen die schwarzen Ablagerungen auf dem Silber-Gegenstand.
  3. Säure: Säure kann ebenfalls helfen, schwarze Beschichtungen von Silber zu lösen. Hierzu kann Zitronensaft, Zitronensäure oder Essig verwendet werden.

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Gut zu wissen: Der Aluminium-Trick

Wenn Gegenstände aus Silber (zum Beispiel Besteck oder Schmuck) längere Zeit nicht in Verwendung sind, laufen diese schwarz an. Für diese schwarze Schicht ist Silbersulfid zuständig, welches durch den Kontakt mit der Luft entsteht. Da das Silber bei dieser Reaktion Elektronen abgibt, spricht man davon, das das Silber oxidiert wird.

Um die schwarze Schicht zu entfernen, müssen also Elektronen angeboten werden, die die Verbindung zwischen Silber und Schwefel lösen. Je unedler ein Metall ist, desto leichter gibt es Elektronen ab. Da Aluminium sehr unedel ist, gibt es viel leichter Elektronen ab, als das recht edle Silber. Gibt man also beide Metalle gleichzeitig in eine Lösung wandern Elektronen vom Aluminium zum Silber, so entsteht eine geringe Spannung. Das Salz in der Lösung trennt sich in Ionen (geladene Teilchen) und erleichtert so den Transport der Elektronen.

Kommen die Elektronen am Silber an, trennt sich das Silber vom Schwefel und es entsteht wieder reines Silber. Genauer gesagt wird das Silber wieder reduziert und braucht daher den negativ geladenen Bindungspartner Schwefel nicht mehr.

Der Schwefel und das oxidierte Aluminium bleiben in der Lösung zurück. Da das Aluminium nicht beliebig viele Elektronen abgeben kann und die Lösung auch nicht beliebig viele der entstehenden Ionen aufnehmen kann, kommt diese Reaktion zum erliegen. Das heißt die Lösung ist verbraucht. Ist das der Fall, können sich die Ionen auch am Silber niederschlagen, was wieder zu unangenehmen Niederschlägen führt.

Übrigens: Das warme Wasser dient nur dazu, die Reaktion loszutreten und zu beschleunigen. Theoretisch geht es auch mit kaltem Wasser, dann dauert es aber deutlich länger, bis sich der schwarze Film auflöst. Sie brauchen also etwas Geduld beim Silber putzen.

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