So waschen Sie Ihr Auto in einer guten Waschstraße

Ein in der Auto Waschanlage oder Waschstraße gereinigtes Auto ist nicht nur hübscher, sondern auch sicherer als ein von Dreck starrendes Fahrzeug. Nach der Wäsche ist Ihre Sicht nach außen besser und das Auto wird dank sauberer Scheinwerfer und Rücklichter besser erkannt.

Tipps für die Auto-Waschanlage

Auto Waschanlage
Mit den richtigen Tipps klappt die Autowäsche schneller und sicherer – (Foto: Markus Schraudolph)

1. Wählen Sie einen ruhigen Tag

Am ersten sonnigen Samstag des Frühlings sollten Sie Waschstraßen und Waschanlagen möglichst meiden. Denn dann wird es dort sehr voll. Ähnliches gilt grundsätzlich an Samstagen, vor allem, wenn die Sonne scheint. Wählen Sie für die Fahrt in die Waschanlage besser eine Zeit, zu der nicht alle anderen Autofahrer auf die gleiche Idee kommen – Montag vormittag zum Beispiel, oder Nachmittags auf dem Rückweg aus der Arbeit.

2. Kümmern Sie sich um Ihre Antenne

Denken Sie daran, rechtzeitig vor der Waschanlage, die Antenne einzufahren oder abzuschrauben. Besser, Sie erledigen das vor dem Waschen, statt dann die Warteschlange aufzuhalten.

3. Achten Sie darauf, dass Fenster und Türen richtig geschlossen sind

Richtig unangenehm wird es, wenn bei der Fahrt durch die Waschanlage Wasser in den Innenraum dringt. Das passiert entweder über nicht richtig geschlossene Fenster oder durch halb offene Türen. Gehen Sie deshalb noch einmal rund ums Auto und schauen Sie darauf, dass Türen und Fenster fest verschlossen sind.

4. Legen Sie Geld bereit

Nehmen Sie das Geld für die Waschanlage möglichst passend mit – vergessen Sie nicht ein freundliches Trinkgeld.

5. Wählen Sie rechtzeitig Ihr Waschprogramm

Wenn Sie an der Reihe sind, sollten Sie schon wissen, welches Waschprogramm Sie möchten – wenn Sie das Geld dann noch passend haben, geht es richtig flott weiter.

6. Richtig in die Anlage einfahren

Jetzt müssen Sie nur noch auf das Transportband kommen. Dabei helfen Ihnen die Mitarbeiter der Waschstraße und in der Regel auch Warnlampen. Steht alles auf grün, sind Sie auf dem Band. Jetzt nehmen Sie den Gang heraus, schalten den Motor aus und achten darauf, dass die Handbremse nicht angezogen ist. Auch die Scheibenwischer sollten sicher abgeschaltet sein.

7. Und wieder heraus

Haben Sie es durch die Waschanlage geschafft, werden Sie irgendwann vom Band befördert. Achten Sie dann auf die Ampel an der Ausfahrt. Sobald die auf Grün schaltet, starten Sie Ihr Auto, legen den Gang ein und verlassen die Anlage. Denken Sie daran, dass die Bremsen noch nass sind und auf den ersten Metern möglicherweise nicht wie gewohnt greifen.

Nach der Waschanlage können Sie sich daran machen, das Auto innen zu reinigen.

Scheibenwischer in der Waschanlage

In der Regel gibt es keine Probleme mit den Scheibenwischern, wenn Sie in eine Waschanlage fahren. Damit das so bleibt, können Sie ein paar Vorkehrungen treffen.

Scheibenwischer sind bewegliche Teile und können daher abgerissen werden, wenn es schlecht läuft. Als erste Vorbeugungsmaßnahme achten Sie darauf, dass die Scheibenwischer in Normalposition stehen und abgeschaltet sind.

Sind die Wischer in der Anlage im Betrieb oder nicht auf der üblichen Ruheposition, kann es passieren, dass sie abgerissen werden. In dem Fall wird es wohl keinen Schadenersatz geben (siehe Urteil des LG Essen zu Scheibenwischern in der Waschanlage).

In vielen Waschstraßen gibt es günstig Halterungen, die Sie vor dem Einfahren in die Anlage anbringen können. Die fixieren die Scheibenwischer zusätzlich und geben weitere Sicherheit.

Außerdem bieten viele Waschanlagen Plastiküberzüge für die Heckwischer an. Die schützen gegen das Abreißen, da sich dank der Tüte Borsten oder kleine Lappen nicht so leicht im Wischer verfangen und ihn abreißen.

Nachbehandlung nach Auto-Waschstraße

Kaum eine Auto-Waschanlage schafft es, den Autolack beim Durchfahren der Gebläsezone restlos zu trocknen. Wenn Sie sich folgender kleinen Mühe unterziehen, werden Sie mit dem Waschergebnis noch zufriedener sein. Zudem vermeiden Sie Korrosionsschäden, die bei dem gegenüber Regen deutlich höheren Wasserdruck auftreten könnten:

Gute Waschstraßen bieten an der Ausfahrt kostenloses Rollenpapier an (ersatzweise bringen Sie Küchenkrepp mit). Reißen Sie zwei Bahnen von einem guten Meter Länge ab und fahren Sie den Wagen beiseite.

  • Knüllen Sie eine Papierbahn locker zusammen und nehmen Sie sich eine Wagenhälfte vor. Nehmen Sie mit dem Papierknäuel stehen gebliebene Wassertropfen auf und arbeiten Sie dabei von oben nach unten. Dies deswegen, weil die Gefahr nicht restlos beseitigter Verschmutzungen von oben nach unten zunimmt.
  • Jetzt öffnen Sie die Seitentüren und den Kofferraum-Deckel. Wischen Sie die Türfalze ab, wobei Sie sich die Einstiege zuletzt vornehmen, weil diese erfahrungsgemäß am schmutzigsten sind.
  • Zum Schluß säubern Sie die Falze des Kofferraumes. Diese liegen meist ziemlich horizontal und sind deshalb extrem schmutzbehaftet.
  • Spätestens jetzt können Sie das nasse und schmutzige erste Papierknäuel in den Abfalleimer werfen und sich mit der zweiten Papierbahn der anderer Wagenhälfte zuwenden.

So erkennen Sie eine gute Waschstraße

Wenn Sie wissen möchten, ob eine Waschstraße empfehlenswert ist, oder nicht, müssen Sie auf Kleinigkeiten schauen.

  • Ganz wichtig ist die Vorreinigung. Gut, wenn angeboten wird, vor der Wäsche mit einem kostenpflichtigen Hochdruckreiniger den groben Schmutz zu entfernen – noch besser, wenn das automatisch ein Mitarbeiter mit jedem Fahrzeug macht, bevor es durch die Anlage fährt. Denn einerseits schädigen bei starken Verkrustungen die enthaltenen Partikel den Lack beim Abbürsten und andererseits wird das Auto so einfach sauberer.
  • Sehen Sie sich die Fahrzeuge an, die die Anlage verlassen. Sind die Autos ganz trocken geworden? Sind sie auch dort sauber, wo die Bürsten kein leichtes Spiel haben? Sehen Sie sich also genau die typischen Stellen an, wie um die Spiegel herum, an der unteren Kante der Frontscheibe und um die Stoßfänger herum.
  • Fragen Sie, ob die Anlage ein DEKRA-Prüfsiegel trägt. Die Sachverständigen prüfen dabei die Wartung, die Funktion sowie die Umweltverträglichkeit. Ein solches Siegel ist also ein Zeichen, dass dem Betreiber die tatsächliche Funktion am Herzen liegt.
  • Ein Zeichen für guten Service ist die Bereitstellung von kostenlosen Reinigungstüchern, um die Frontscheiben von Silikonresten zu befreien und Papiertüchern für die Trockenlegung der Falze von Türen und der Heckklappe.

Schaumstoff ist am besten

Auto Waschanlagen mit Schaumstoff sind besser als Textil- und Bürstenanlagen. Das schreibt die ADAC Motorwelt. Grund: Wegen der geschlossenen Poren nimmt der Schaumstoff weniger Schmutzpartikel auf, die den Lack eines Autos zerkratzen können.

Kann ich im Winter mein Auto waschen?

Ob Sie mit Hand oder in der Anlage waschen. Das Auto sollten Sie nur reinigen, wenn das Thermometer mehr als 0 Grad anzeigt. Ansonsten drohen die Dichtungen zu vereisen.

Wichtig ist auch, dass das Auto nach dem Waschen trocknen kann, ohne dass die Wasserreste festfrieren. Deshalb solten Sie auch bei geringen Plusgraden vorsichtig sein. Warten Sie lieber ab, bis das Thermometer fünf oder mehr Grad im Plus anzeigt.

Wenn Sie zu den Glücklichen gehören, die ihr Auto in einer Garage oder Tiefgarage parken, können Sie den Wagen natürlich auch bei Kälte waschen. Danach sollten Sie aber möglichst bald das Auto abstellen und in der Garage gut trocknen lassen.

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