Vergiftung beim Hund: Symptome und Erste Hilfe

Leider kommt es immer wieder vor, dass Hunde vergiftet werden. Hierbei werden gezielt Giftköder so platziert, dass sie vom Hund gefressen werden. Meistens geht das so schnell, dass man es als Hundehalter nicht mehr verhindern kann. Lesen Sie jetzt, wie Sie eine Vergiftung beim Hund erkennen und was Sie tun können.

Vergiftung beim Hund: Symptome

Dalmatiner in einem Weidenkorb
Vergiftungen beim Hund treten leider immer wieder auf. – (Foto: Martin Goldmann)

Wie schnell sich Vergiftungssymptome beim Hund zeigen, ist abhängig davon, welches Gift verwendet wurde. Bei einer Vergiftung mit Rattengift treten in der Regel erst zwei bis drei Tage später Symptome auf. Bei der Verwendung von Betäubungsmitteln oder Schneckenkorn zeigen sich die Vergiftungssymptome schneller. Diese können je nach Giftart variieren. Grundsätzlich deuten folgende Symptome auf eine Vergiftung beim Hund hin:

  • Erbrechen
  • Würgen
  • starkes Speicheln
  • übermäßiges Hecheln
  • Zittern
  • Teilnahmslosigkeit
  • (blutiger) Durchfall
  • Atemnot
  • blasse Schleimhäute
  • veränderte Pupillen

Erste Hilfe

Zeigt ihr Hund Vergiftungssymptome, helfen Sie ihm am besten wie folgt:

  1. Rufen Sie Ihren Tierarzt an und kündigen Sie an, dass Sie mit einem vergifteten Hund kommen. Fahren Sie auf dem schnellsten Weg zum Tierarzt. Bleiben Sie dabei aber ruhig und halten Sie sich an die Verkehrsregeln. Sind Sie zu aufgeregt, bitten Sie lieber jemand anderes Sie zu fahren. Ein Unfall auf dem Weg zum Tierarzt hilft dem Hund auch nicht weiter.
  2. Wissen Sie womit der Hund sich vergiftet hat, teilen Sie das dem Tierarzt mit. Packen Sie den Giftstoff in eine Plastiktüte oder einen Plastiksack und nehmen Sie ihn mit. Achtung! Gefährden Sie sich dabei nicht selber. Tragen Sie Gummihandschuhe und achten Sie darauf, kein Gift einzuatmen oder zu schlucken.
  3. Auch angefresse Futterreste, bei denen Sie sich nicht sicher sind und Erbrochenes ebenfalls vorsichtig einpacken und mitnehmen. Hat der Hund ein Reinigungsmittel gefressen, packen Sie auch die Verpackung mit ein.
  4. Wissen Sie nicht, womit der Hund sich vergiftet hat, überlegen Sie, was in Frage kommt. Hat sich zum Beispiel etwas in der Umgebung geändert? Neue Pflanzen, eine neue Hundedecke oder neues Spielzeug? Auch eine Baustelle birgt viele Gefahren für den Hund. In Frage kommende Gegenstände sollten Sie vorsorglich einpacken und mitnehmen.
  5. Hat der Hund eine Flüssigkeit an sich oder ist mit Erbrochenem verschmiert, sollten Sie den Hund vorsichtig mit lauwarmem Wasser abwaschen, damit er die Giftstoffe nicht weiter aufschleckt.
  6. Ist der Hund mit einem eventuell giftigen Pulver eingestäubt, reinigen Sie den Hund mit einem Staubsauger und nehmen Sie den Staubbeutel gut verpackt mit.
  7. Versuchen Sie nicht dem Hund Milch, Öl, Eiweiß oder andere Hausmittel einzuflößen. Meist verschlimmern diese Mittel die Situation nur noch weiter, da sie die Verdauung anregen.
  8. Versuchen Sie nicht selber das Erbrechen auszulösen. Damit können Sie dem Hund eventuell schaden. Je nachdem welchen Giftstoff der Hund zu sich genommen hat, kann der Tierarzt das Erbrechen schonend mit Hilfe von Augentropfen auslösen.
  9. Vermitteln Sie dem Hund Ruhe und zeigen Sie ihm, dass Sie für ihn da sind. Seelischer Beistand ist für die meisten Hunde sehr wichtig.
  10. Ist der Hund bewusstlos, stellen Sie sicher, dass die Atemwege frei sind. Räumen Sie Erbrochenes aus der Maulhöhle und ziehen Sie die Zunge nach vorne, wenn sie nach hinten gefallen ist. Legen Sie den Hund flach auf die Seite und drehen Sie den Kopf so, dass Erbrochenes und Speichel aus dem Maul laufen können.

Übrigens: Auch vermeintlich harmlose Dinge können zur Vergiftung beim Hund führen. Hierzu zählen zum Beispiel Lebensmittel wie Weintrauben, Rosinen und Schokolade. Lassen Sie nichts stehen, was für Ihren Hund gefährlich werden könnte. Das gilt auch für Medikamente und Putzmittel, die außerhalb der Reichweite des Hundes aufbewahrt werden sollten.

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