So frieren Sie Fleisch ein und machen es lange haltbar

Fleisch einfrieren ist ideal, um immer einen Vorrat zu haben. Wichtig ist allerdings zu beachten, dass das Fleisch grundsätzlich frisch und fettarm sein sollte. Außerdem sollten Sie eventuell vorhandene Knochen erst auslösen und dann das Fleisch in den Gefrierschrank legen.

Fleischstuecke - (Foto: iStockphoto/Doug Cannell)
Fleischstuecke – (Foto: iStockphoto/Doug Cannell)

So frieren Sie Rindfleisch ein

Fleisch eignet sich sehr gut zum Einfrieren. Dies lohnt sich vor allem, wenn man nicht täglich zum Metzger seines Vertrauens gehen kann oder will.

Während Rindfleisch bei guter Kühlung maximal eine Woche im Kühlschrank hält und Hackfleisch sogar kaum mehr als einen Tag, kann eingefrorenes Frischfleisch bei höchstens minus 16°C bis zu sechs Monate gelagert werden, ohne zu verderben. Mariniertes oder gewürztes Fleisch sollte schneller verbraucht werden.

Rindfleisch für die Gefriertruhe sollte stets gut abgehangen sein. Je magerer das Rindfleisch, desto besser ist es zum Lagern im Gefrierfach geeignet. Fettränder sollten bei der Vorbereitung zum Einfrieren entfernt werden, denn Fett wird schneller schlecht als andere Fleischbestandteile. Durch die Entfernung wird die Haltbarkeit des Gefriergutes erhöht.

Innereien werden daher ebenfalls entfettet und von Haut und Sehnen weitmöglich befreit. Rindfleisch zum Einfrieren sollte keine Knochen enthalten, da sie die Verpackung beschädigen können. Knochen können jedoch separat eingefroren werden. Am Fleisch kann man Knochen mit Alufolie umwickeln, um Beschädigungen zu vermeiden.

Mehrere Einzelstücke, die zusammen eingelagert werden sollen, legt man zunächst nebeneinander in das Gefrierfach und lässt sie gut anfrieren. Sind sie hart geworden, können sie zusammen in Gefrierbeutel gefüllt werden. Flache Stücke wie Steak können mit Alu- oder Frischhaltefolie getrennt werden, damit sie später einzeln leicht entnommen werden können.

Einige Gefrierschränke verfügen über Vorfrost-Fächer, die besonders kalt sind und wo das Gefriergut schnell runtergekühlt wird. Anschließend kommt es in den normalen Bereich des Gefrierschranks. Andere Geräte verfügen über Schalter, damit kurzfristig besonders tiefe Temperaturen zum Einfrieren erreicht werden. Bei normalen Eisschränken oder Gefrierfächern legen Sie die Fleischstücke zum Einfrieren direkt auf den Boden, wo die Kälte am größten ist. Danach können sie umgepackt werden.

Rindfleisch sollte luftdicht verpackt werden. Legen Sie zur Vorbereitung Gefrierbeutel, Alufolie und einen Filzstift zum Beschriften bereit. Eine Alternative zu Gefrierbeuteln sind dicht schließende, frosttaugliche Kunststoffdosen, die den Vorteil haben, wiederverwendet werden zu können.

Eingefrorenes Rindfleisch sollte möglichst langsam auftauen. Am besten legt man es zum Auftauen in den Kühlschrank. Kleine Stücke müssen vor der Verwendung nicht komplett auftauen, wobei sich die Garzeit allerdings verlängert und man auf starkes Anbraten verzichten sollte, damit das Fleisch außen nicht zu dunkel wird. Soll es einmal schnell gehen, kann man das Rindfleisch in kaltes Wasser legen und bei Raumtemperatur auftauen. Niemals dagegen darf man es in warmes Wasser legen, weil sonst die Fleischqualität stark leiden würde.

Frisches Schweinefleisch sollten Sie schnell einfrieren

Wenn Sie Schweinefleisch einfrieren möchten, so sollten Sie die folgenden Punkte beachten:

Größere Körperteile, wie zum Beispiel das Viertel oder die Hälfte des Schweines oder eine Keule können nach der Schlachtung & Reifung (das sogenannte “Abhängen lassen”) sofort im Ganzen und ohne jegliche Verpackung eingefroren werden. Allerdings brauchen Sie dafür einen geeigneten Kühlraum.

Lende sollte zum Einfrieren möglichst frisch sein

Einzelne Fleischteile – wie die Lende oder der Schinken – müssen möglichst frisch oder zumindest zeitnah sachgerecht verpackt und eingefroren werden.

Drei Schweineschnitzel - (Foto: iStockphoto/moniaphoto)
Drei Schweineschnitzel – (Foto: iStockphoto/moniaphoto)

Generell gilt: Je frischer das Fleisch ist, desto besser eignet es sich zum Einfrieren. Nach einer normalen Kühllagerung bei 4 – 8 °C muss Schweinefleisch nach spätestens einer Woche eingefroren werden.

Waschen Sie das Fleisch gut mit Salzwasser ab

Frischfleisch, egal ob es zwischengelagert wurde oder nicht, müssen Sie immer vorher mit Salzwasser abwaschen und abtrocknen, wobei sich für Letzteres Küchenpapier am Besten eignet. Dies gilt auch für gekaufte und eingepackte Ware, denn trotz der Hygienevorschriften während des gesamten Produktionsablaufs kommt das Fleischstück trotz aller Bemühungen spätestens bei Ihnen zu Hause mit Bakterien in Kontakt.

Das einzufrierende Stück wird anschließend verpackt: Frischhaltefolie eignet sich dafür genauso wie spezielle Gefrierbeutel oder frosttaugliche Plastikbehälter.

Beachten sollten Sie aber immer, dass Sie das Fleisch möglichst luftdicht verpacken, um es vor einem Gefrierbrand (dabei wird Gewebe zerstört, was zwar nicht gesundheitsschädlich ist, aber nach dem Auftauen nicht mehr sehr appetitlich aussieht) geschützt ist.

Fertige Speisen zunächst komplett abkühlen lassen

Zubereitete Speisen mit Schweinefleisch müssen von Knochen befreit sein. Sonst besteht die Gefahr, dass diese während des Einfrierens splittern und kleine Splitter im Fleisch stecken bleiben, die man dann beim Verzehr nicht sieht.

Außerdem muss das Essen erst richtig abgekühlt sein, sonst erstickt das Fleisch während des Gefriervorgangs! Um die Saftigkeit zu erhalten, sollten Marinade, Soße und Co. zusammen mit dem Fleisch eingefroren werden.

Prinzipiell sollten Sie die Packung/ den Behälter beschriften mit Inhalt, Menge und dem Gefrierdatum. Fertigspeisen sind dann eingefroren 2 Monate haltbar, Rohware dagegen bis zu 6 Monate.

Je tiefer die Lagertemperatur dabei ist, desto länger hält sich das Fleisch: Bei den üblichen Gefrierschränken für den Heimbedarf (mit 3 Sternen) sollte diese mindestens -18 °C betragen (im Handel sind es bis zu – 40 °C).

Wenn Sie ihr Fleischstück schockfrosten können, so ist der beschleunigte Gefriervorgang durchaus von Vorteil, wobei Sie allerdings immer auf die Leistung Ihres Gefriergerätes achten sollten, denn wenn der Einfriervorgang an sich länger dauert, geht die Saftigkeit beim Auftauen verloren, wodurch das Schweinefleisch eher austrocknet.

Die Leistung ist in der Gebrauchsanleitung zu finden und wird in Kilogramm pro Stunde angegeben, also: 1 kg Lebensmittel gefriert bei Schockfrost (- 40/ – 30 °C) innerhalb einer Stunde.

Lammfleisch einfrieren: Mit magerem Lamm geht das am besten

Lammfleisch lässt sich sehr gut einfrieren, wenn Sie ein paar Punkte dabei beachten.

Zunächst sollte das Fleisch frisch sein und einen möglichst geringen Fettanteil enthalten, den Sie gegebenenfalls entfernen sollten. Dann hält das Fleisch dann länger im Tiefkühler. Auch empfiehlt es sich, eventuell vorhandene Knochen auszulösen.

Je dünner das Fleischstück ist, desto schneller läuft der Gefriervorgang ab. Teilen Sie das Lamm in portionsgerechte Stücke, die Sie später auf einmal verbrauchen können: aufgetautes Fleisch sollte wegen des damit verbundenen Qualitätsverlustes nicht noch einmal eingefroren werden.

Zwischen in Scheiben geschnittenes Fleisch – wie Lammkoteletts oder Beinscheiben – wird Folie gelegt, damit die einzelnen Stücke zum Auftauen leichter getrennt oder auch einzeln entnommen werden können.

Lammsteaks - (Foto: iStockphoto/Ursula Alter)
Lammsteaks – (Foto: iStockphoto/Ursula Alter)

Zum Verpacken sind Gefrierbeutel oder feste Alufolie am besten geeignet. Achten Sie unbedingt darauf, dass das Fleisch fest und luftdicht verpackt und die verbliebene Luft aus dem Beutel ausgestrichen wird, damit das Fleisch nicht an der Oberfläche Eiskristalle – den sogenannten Gefrierbrand – ausbildet und dadurch austrocknet.

Beschriften Sie das Gefriergut

Gefrierbecher oder –schalen eignen sich aus diesem Grund nicht zum Einfrieren von frischem Lamm. Vergessen Sie nicht, das Gefriergut zu beschriften, damit Sie beim Auftauen keine unliebsamen Überraschungen erleben. Auch das Einfrier-Datum sollten Sie angeben, damit Sie wissen, wie lange das Fleisch bereits im Tiefkühlgerät gelagert wird.

Der Gefriervorgang muss so rasch wie möglich ablaufen, damit das Fleisch so wenig Saft wie möglich ziehen kann. Die ideale Gefriertemperatur beträgt -18 bis –20°C. Das Gerät sollte rechtzeitig vorher auf diese Temperatur herunter gekühlt und das Gefriergut in Nähe des Kühlaggregats gelagert werden, bis es gut durchgefroren ist. Dann kann das Lammfleisch bis zu einem Jahr im Gefriergerät aufbewahrt werden.

Auftauen sollten Sie Fleisch möglichst schonend nur im Kühlschrank, je nach Dicke kann dies bis zu 24 Stunden dauern. In Ausnahmefällen können Sie den Vorgang auch beschleunigen, indem Sie das Gefriergut im Beutel unter fließendes kaltes Wasser halten. Allerdings wird hierbei viel Flüssigkeit freigesetzt, und die Fleischqualität dadurch gemindert. Auf keinen Fall darf das Fleisch in gefrorenem Zustand gebraten oder gebacken werden, da es dabei austrocknet und dadurch sehr zäh werden kann.

Hackfleisch nur einfrieren, wenn Sie es ganz frisch beim Metzger gekauft haben

Hackfleisch ist ein Alleskönner. Ob als Frikadelle, in Soßen, oder als Braten, schnell verarbeitet und preisgünstig ist Hackfleisch sehr beliebt beim Verbraucher.

Doch leider ist Hackfleisch auch am verderblichsten und man sollte gewisse Punkte beachten, damit es nicht zu unerwünschten Erkrankungen kommt, insbesondere, wenn das Fleisch zuvor eingefroren wurde.

Wenn Sie Hackfleisch einfrieren möchten, sollten Sie es beim Fleischer kaufen und direkt vor Ihren Augen durch den Fleischwolf drehen lassen, um auszuschließen, dass es älteren Datums ist. Die bei der Zubereitung stark zerstörte Zellmembran und die vergrößerte Oberfläche macht Hackfleisch sehr anfällig für Keime.

Hackfleisch - (Foto: iStockphoto/uwe mayer)
Hackfleisch – (Foto: iStockphoto/uwe mayer)

In der heißen Jahreszeit sollten Sie eine kleine Isoliertasche mit Kühlakkus mit zum Metzger nehmen, damit die Kühlkette bis nach Hause nicht unterbrochen wird.

Gefrierbeutel sollten eng am Hackfleisch anliegen

Wenn Sie Gefrierbeutel bevorzugen, achten Sie darauf, dass Ihr Hackfleisch eng am Beutel anliegt, damit möglichst wenig Luft zwischen Fleisch und Beutel ist. Etikettieren Sie den Beutel oder notieren Sie mit einem Folienschreiber das Datum der Einlagerung, damit Sie es nicht zu lange in der Truhe belassen.

Das Gleiche gilt natürlich für Gefrierbehälter. So eingefroren können Sie Ihr Hackfleisch unbedenklich vier bis sechs Monate lagern. Doch nach dem Auftauen darf das Fleisch auf keinem Fall noch einmal eingefroren werden und sollte zügig verarbeitet werden.

Sollten Sie einmal gezwungen sein, im Supermarkt Fleisch zu kaufen, achten Sie auf den Frischegehalt Ihres Hackfleischs. Frisches Hackfleisch riecht nach Fleisch und ist zartrosa bis Rot. Hat das Hackfleisch eine Graufärbung oder trockene Stellen und riecht säuerlich sollten Sie es in der Fleischtheke lassen.

Achten Sie auf das angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum und die Lagertemperatur und halten Sie sich streng daran. Sollten Sie auf bereits eingefrorenes Hackfleisch zurückgreifen, müssen Sie bedenken, dass es nach dem Antauen nicht wieder eingefroren werden darf, legen Sie deshalb die Fleischtheke an das Ende Ihres Einkaufs, damit die Kühlkette nicht unnötig unterbrochen wird.

Halt die Klappe, Alexa! 😤

So, Schluss, aus. Alexa ist abgestöpselt. Stecker aus der Dose, ab ins Regal. Warum? Weil mir das Amazon Echo dauernd reinquatscht. Und weil es mich nicht versteht.

Warum ich von einem simplen „Plop“ so begeistert bin 🎛

VCV-Rack

Ok, es ist mehr, als ein „Plop“ – es ist auch ein „Wi-UUU-Wi-UUU“ und so vieles mehr. Ich spreche von einem modularen Synthesizer. Fast hätte ich mir so ein Ding als Hardware gekauft für über 500 Euro. Doch dann habe ich ein Programm entdeckt, das einen modularen Synthesizer auf dem Computer simuliert.