Sehnsucht nach Grün: Pflanzen auf der Fensterbank vorziehen

Schon ab Februar können Sie damit beginnen, ihre Gemüsepflanzen im Haus vorzuziehen. Der Lohn der Mühe ist ein früher Start in die Gartensaison mit bereits groß gewachsenen Pflanzen, die frühen und langen Ertrag bringen.

Nicht alle Gemüsesorten sind für das Vorziehen auf der Fensterbank geeignet

Für die Anzucht im Haus eignen sich nicht alle Gemüsesorten, da manche besser gedeihen, wenn sie an Ort und Stelle ins Freiland gesät werden. So ist zum Beispiel bei Radieschen, Möhren, Erbsen und Bohnen eine Aussaat im Freiland vielversprechender und zumeist als wesentlich ertragreicher als eine Vorzucht im Haus.

Anders sieht es bei Tomaten, Paprika, Gurken, Kürbissen, Kohlrabi sowie Kopfsalat aus. Hier lohnt sich der Aufwand die Pflanzen frühzeitig in Töpfen oder Schalen auszusäen auf jeden Fall.

Gemüse vorziehen - (Foto: iStockphoto.com/withgod)
Gemüse vorziehen – (Foto: iStockphoto.com/withgod)

Sie benötigen für die Anzucht von Gemüsesorten

  • das Saatgut,
  • viele Schalen oder Töpfe, die ausreichend Platz und Standfestigkeit bieten (etwa acht Zentimeter hoch und sechs bis acht Zentimeter Durchmesser),
  • passende Untersetzer, damit das Gießwasser abfließen kann, ohne etwas zu beschmutzen,
  • Anzuchterde oder durchgesiebte, sandige Komposterde,
  • ein kleines Pflanzholz,
  • eine Handschaufel,
  • Arbeitshandschuhe,
  • und ein helles Fenster in einem frostfreien, etwa zwanzig Grad Celsius warmen Raum.

Noch vor dem Frühling dürfen Sie die Anzucht im Haus starten

Bereits ab Ende Februar können Sie mit der Aussaat von Tomaten- und Paprikapflanzen im Haus beginnen.

Ab März darf die Anzucht von Gurken, Kürbissen, Kohlrabi und Salat los legen.

Bereiten Sie zunächst die Pflanzgefäße vor

Verteilen Sie zunächst die Anzuchterde gleichmäßig in einen Teil der Gefäße, sodass das jedes Gefäß etwa einen Zentimeter bis unter den Rand mit Erde gefüllt ist. Die anderen, zu Beginn noch leeren Töpfe werden erst später gebraucht, um die Jungpflanzen zu vereinzeln, bevor sie ins Freiland verbracht werden.

Geben Sie ausreichen Wasser in die Töpfe, so dass die Erde gut durchfeuchtet aber nicht nass ist. Vor allem Staunässe sollte dabei nicht entstehen.

Pflanzen ziehen im Mini-Treibhaus

Wollen Sie Pflanzen für den Garten selber ziehen, lohnt es sich, in ein kleines Treibhaus zu investieren. Treibhäuser aus Plastik für die Fensterbank gibt es schon für weniger als zehn Euro.

Das Treibhaus sorgt für das richtige Klima zum Keinem und für die Jungpflanzen. Unter der durchsichtigen Haube herrschen höhere Temperaturen und eine größere Luftfeuchtigkeit. Das beschleunigt die Keimung und das Wachstum der Pflanzen.

Füllen Sie den unteren Teil des Treibhauses drei bis vier Zentimeter hoch mit Erde. Verteilen Sie die Samen nach den Anweisungen auf der Packung über die Erde. Wollen Sie mehrere Pflanzenarten ansähen, sollten Sie dies in Reihen tun und die Reihen beschriften. Siehe auch: Aussaaten beschriften.

Stellen Sie das Treibhaus an ein sonniges Fenster oder in den Wintergarten. Halten Sie die Erde feucht, bis die Samen austreiben.

Sprühflasche ist zum Befeuchten ideal

In diesem Fall ist eine Sprühflasche oder Blumenspritze eine gute Alternative zur Gießkanne. Durch den feinen Sprühnebel wird das Wasser besser verteilt und schwemmt die empfindlichen Wurzeln nicht frei.

Außerdem lässt sich das Wasser so besser dosieren. Die Gefahr, die Pflänzchen versehentlich zu ertränken, sinkt.

Gießen Sie nicht zu viel. Ist die Erde nass, fangen die Samen schnell an zu schimmeln. Dann klappt die Aussaat nicht mehr.

Haben die Samen gekeimt, halten Sie die Erde weiterhin feucht. Haben die Pflänzchen eine Größe von etwa vier bis fünf Zentimeter sollten Sie diese vereinzeln und in kleine Töpfchen umpflanzen, damit sie sich gut weiterentwickeln können.

Jetzt darf der Samen in die Erde

Legen Sie jetzt die Samen im Abstand von etwa zwei Zentimetern einzeln in den Töpfen und Schalen aus und bedecken Sie sie leicht mit Erde. Eine Ausnahme bilden Lichtkeimer die nur auf die Erde gelegt werden dürfen. Achten Sie deshalb auf die Angaben auf der Verpackung.

Lediglich Gurken und Kürbisse, die aus sehr großen Kernen gezogen werden, können sofort einzeln in Töpfe ausgelegt werden. Dadurch erspart man sich das spätere Vereinzeln der Pflanzen und kann Sie später direkt auspflanzen.

Lesen Sie hier mehr Tipps zum Blumen pflanzen.

Die jungen Pflänzchen dürfen nur vorsichtig gegossen werden

Nach dem Aufgehen der Saat darf nur noch vorsichtig gegossen werden, wenn die Erdoberfläche trocken ist.

Besser für die anfangs noch sehr empfindlichen Wurzeln ist es, die Töpfe und Schalen von Zeit zu Zeit in eine Schale mit Wasser zu stellen, bis sich Feuchtigkeit an der Erdoberfläche zeigt.

Mit dieser Vorgehensweise wird zum einen zu viel Feuchtigkeit vermieden, die die Erde schnell faulen und die jungen Pflänzchen leicht absterben lässt. Zum anderen werden die Jungpflanzen keiner unnötigen mechanischen Belastung ausgesetzt.

Vereinzeln: Jetzt heißt es auf eigenen Beinen stehen

Nach etwa zwei bis drei Wochen müssen die jungen Pflanzen vereinzelt werden, damit sie kräftige Wurzeln entwickeln. Hierfür werden die Ballen der alten Töpfchen vorsichtig geteilt und die Pflänzchen freigelegt.
Anschließend wird jede einzelne Pflanze in einen Einzeltopf umgesetzt.

Kürzen Sie dabei die Wurzeln etwas ein. Das klappt am besten wenn Sie sie mit den Fingernägeln vorsichtig abknipsen.

Achten Sie darauf die Pflänzchen anschließend genauso tief einzusetzen, wie sie vorher gestanden haben.

Machen Sie jetzt mit dem Pflanzhölzchen ein kleines Pflanzloch von der Größe und Länge der Wurzel und setzen sie die Pflanze hinein. Danach wird das Loch mit Erde geschlossen. Dann stechen Sie nochmals neben der Pflanze mit dem Pflanzholz vorsichtig in die Erde und bewegen es in Richtung Wurzel, damit die Erde auch die Wurzeln gut umschließt.

Gießen Sie weiterhin nur mäßig.

Endlich geht es an die frische Luft

Ende Mai (Achten Sie auf den Wetterbericht und warten Sie bis nach den letzten Nachtfrösten.) dürfen Sie endlich die Pflanzen nach draußen ins vorbereitete Beet auspflanzen.

Lösen Sie die Topfballen vorsichtig aus den Töpfen und setzen Sie sie so wie sie sind an die gewünschte Stelle. Drücken Sie die Erde rund herum gut fest und gießen Sie sie.

Aussaaten beschriften

Gerade im Frühling ist es praktisch, Blumen, Kräuter und Gemüse für den Garten und Balkon aus Samen zu ziehen.

Säen Sie mehr als nur eine Pflanzensorte an, sollten Sie die Saatreihen beschriften. Denn die Keimlinge der verschiedenen Pflanzen sehen sich sehr ähnlich und sind so nur schwer von einander zu unterscheiden.

Damit Sie beim vereinzeln die Pflanzen nicht durcheinander bringen, reicht ein kleines Schild mit dem Namen der angesäten Pflanze.

Schneiden Sie zum Beispiel etwa 3 x 5 cm große Papierechtecke aus und beschriften Sie diese. Fädeln Sie die Papierstückchen dann jeweils auf einen Zahnstocher und stecken Sie diesen einfach an die Stelle, an der Sie die Samen angepflanzt haben.

Beschriftung von Sprösslingen
Beschriftung von Sprösslingen

Achten Sie beim Kauf von Saatgut auf das Haltbarkeitsdatum

Samen für Blumen und Gemüse gibt es mittlerweile in nahezu jedem Supermarkt. Allerdings sollten Sie beim Einkauf etwas vorsichtig sein. Denn hinter vermeintlichen Schnäppchen können sich auch Blindgänger verbergen.

Achten Sie beim Kauf von Samen unbedingt auf das Haltbarkeitsdatum, denn nicht immer ist das Sortiment optimal gepflegt. Zu alte Samen können ihre Keimfähigkeit verlieren. Sie sind dann nicht mehr zu gebrauchen.

Das Haltbarkeitsdatum ist entweder auf die Tüte aufgedruckt oder im Verschluss eingeprägt. Im Zweifel lassen Sie lieber die Finger vom Billig-Saatgut und versorgen sich anderweitig.

Wenn Sie die Samen und Zwiebeln noch nicht gleich ausbringen wollen, sollten Sie die kühl und trocken lagern.

Halt die Klappe, Alexa! 😤

So, Schluss, aus. Alexa ist abgestöpselt. Stecker aus der Dose, ab ins Regal. Warum? Weil mir das Amazon Echo dauernd reinquatscht. Und weil es mich nicht versteht.

Warum ich von einem simplen „Plop“ so begeistert bin 🎛

VCV-Rack

Ok, es ist mehr, als ein „Plop“ – es ist auch ein „Wi-UUU-Wi-UUU“ und so vieles mehr. Ich spreche von einem modularen Synthesizer. Fast hätte ich mir so ein Ding als Hardware gekauft für über 500 Euro. Doch dann habe ich ein Programm entdeckt, das einen modularen Synthesizer auf dem Computer simuliert.