Die richtige Kochzeit: Wie lange soll man ein Ei kochen?

, Stand: 25.08.2014  Tipp druckenDrucken Symbol Kommentare 228 Kommentare

Viele essen gerne ein gekochtes Ei zum Frühstück oder im Salat. Und das ist auch gut so. Denn Eier enthalten viele wichtige Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Egal, ob als gekochtes Ei, als Spiegelei oder als Rührei: Hühnereier fehlen selten auf der Speisekarte. Und ein gutes Sonntagsfrühstück ist nichts ohne ein weiches oder hart gekochtes Ei.

Hier eine kurze Beschreibung wie Sie das perfekte Frühstücksei kochen.

So kochen Sie Eier

Verwenden Sie zum Kochen möglichst Eier mit Raum-Temperatur. Bei Eiern, die Sie frisch aus dem Kühlschrank holen, werden Sie mehr Kochzeit einrechnen müssen.

Bringen Sie einen Topf mit Wasser zum kochen. Das Wasser sollte so hoch stehen, dass das Ei komplett bedeckt wird. Alternativ können Sie es ausprobieren, nur etwa einen Finger breit Wasser zum Kochen zu bringen. Dann die Eier hineinlegen und den Deckel auf den Topf setzen. Dann garen die Eier im Dampf. Allerdings müssen Sie dann aufpassen, dass nicht das ganze Wasser verdampft, bevor Sie die Eier vom Herd nehmen. Sonst gibt es eine riesige Sauerei.

Braune Eier in kochendem Wasser

Muss man das Ei anstechen?

Ob Sie das Ei anstechen wollen, bleibt Ihnen überlassen. Falls Sie es anpieksen möchten, stechen Sie das Ei an der flacheren Seite mit einem Eierpick an. Wer keinen Eierpick hat kann auch eine Stecknadel verwenden, muss aber sehr vorsichtig sein. Weitere Informationen dazu haben wir in einem Extra-Tipp: Soll man Eier nun anpieksen oder nicht?

Kochzeiten für weiche, wachsweiche und harte Eier

Kochzeit für Eier
Weiches Ei ca. 3-5 Minuten
Wachsweich ca. 5-8 Minuten
Hart > 9 Minuten

Für ein weiches Ei sollte das Ei drei Minuten kochen. Für ein wachsweiches Ei sollte die Kochzeit fünf bis acht Minuten betragen und ein hartes Ei sollte etwa neun Minuten kochen.

Die optimale Kochzeit hängt von der Ausgangstemperatur (siehe oben) und der Größe der Eier ab. Je kleiner das Ei, desto kürzer sollten Sie die Kochzeiten ansetzen. Natürlich spielt die Ausgangstemperatur der Eier auch noch eine Rolle. Wenn das Ei aus dem Kühlschrank kommt, braucht es etwas länger, um durchzugaren.

Das Ei in den Topf legen

Kocht das Wasser, das Ei vorsichtig in den Topf legen. Nach dem Kochen das Ei mit einem Löffel wieder aus dem Wasser fischen und unter dem Wasserhahn mit kaltem Wasser abschrecken. Halten sie das Ei solange unter das Wasser, bis sich die Schale kühl anfühlt.

Das Abschrecken verhindert bei weichen Eiern, dass sie schnell weiter garen. Denn falls Sie ein weiches Ei aus dem Topf nehmen und einfach liegen lassen, wird sich das Eigelb im Inneren noch weiter verfestigen. Das Abschrecken bremst diesen Vorgang.

Was tun, wenn Eier öfter platzen?

Falls Ihnen immer wieder Eier platzen, könnte es möglicherweise an einem zu großen Temperaturunterschied zwischen Ei und Wasser liegen. Probieren Sie es dann, die Eier so zeitig aus dem Kühlschrank zu holen, dass sie sich auf Zimmertemperatur erwärmen können.

Alternativ können Sie die Eier auch unter fließend lauwarmen Wasser vorwärmen. 

Essig oder Salz im Kochwasser helfen bei einer schnellen Gerinnung, so dass geplatzte Eier nicht auslaufen. Falls Ihnen also öfters Eier platzen, geben Sie Essig oder Salz zum Wasser.

Die Eier servieren

Jetzt können Sie das Ei servieren. Durch das Abschrecken wird das Ei übrigens nicht kalt, da im Inneren immer noch genug Hitze ist, um das ganze Ei wieder aufzuwärmen.

Bedenken Sie, dass trotz Abschrecken die Eier noch ein wenig weitergaren. Wenn Sie weiche Eier zum Frühstück wollen, sollten Sie die zeitnah zum Verzehr kochen und servieren. Zur Not gibt es Eierwärmer, mit denen sich die Temperatur ein Weilchen halten lässt. Richtig gut jedoch schmeckt nur ein wirklich frisch gekochtes Ei.

Zum Servieren eignet sich ein Eierbecher. Falls Sie harte Eier anbieten, kommen Sie auch ohne Becher aus. Dann holt sich jeder sein Ei auf den Teller, schält es und isst mit ein paar Bissen. In jedem Fall lohnt es sich, eine kleine Schüssel für die Eierschalen beizustellen.

Wie lange halten harte Eier?

Hart gekochte Eier halten im Kühlschrank zwei Wochen, meist sogar länger. Allerdings gilt es darauf zu achten, dass die Schale der Eier intakt ist. Bei Rissen in der Schale dringen Keime ein und sorgen dafür, dass das Ei schneller verdirbt. Wir würden dazu raten, auch harte Eier nicht länger als ein paar Tage aufzubewahren. Denn schließlich sind die Eier schnell gekocht und es gibt nur wenig Gründe, gekochte Eier aufzubewahren.

Das Eidotter ist grün

Wenn sich das Eidotter grün verfärbt, so haben Sie die Eier zu lange gekocht. Diese Verfärbung kommt oft auch bei gekochten Eiern vor, die Sie im Supermarkt kaufen. Denn diese Eier werden aus hygienischen Gründen besonders lang gekocht, um Erreger zuverlässig abzutöten.

Die grünliche Schicht auf dem Eidotter ist Eisensulfid. In der im Ei vorkommenden Konzentration ist das harmlos, Sie können die Eier mit dem gefärbten Dotter also verzehren (so lange sie nicht anderweitig verdorben sind).

Wie kann man gekochte und rohe Eier um Kühlschrank auseinander halten?

Kochen Sie gelegentlich harte Eier auf Vorrat? Dann standen Sie vielleicht schon einmal vor dem Problem, gekochte von rohen Eiern zu unterscheiden, wenn beide im Kühlschrank nebeneinander stehen.

Abhilfe schafft ein kleiner Punkt mit dem Filzstift auf den gekochten Eiern. Achten Sie sicherheitshalber darauf, dass es ein ungiftiger Filzer ist, den beispielsweise auch Kinder verwenden dürfen.

Ei markieren

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@rawi: Eine interessante Beobachtung. Wie allgemein bekannt ist, hat
die Lebensmittelindustrie längst das Ei entdeckt und bietet die
Beeinflussung der Dotterfarbe über Futterbemischungen an. Denkbar
wäre nun auch, dass man eine Produktionserhöhung erreicht, indem man
für Verzehreier die Konsistenz des Eiweiß reduziert ("verwässert"),
was eine längere Garzeit bedeuten könnte.
[Wilhelm Tell | 23.11.2014] Antworten

Gekochte und ungekochte kann man auch darin unterscheiden indem man
sie dreht wie einen Kreisel. Rohe Eier drehen sich nicht und fallen
um.
[Lehmy | 16.11.2014] Antworten

@rawi: wenn Du früher am Meer oder in einer tieferen Region gewohnt
hast, war der Siedepunkt auf 100 Grad Celsius. Dh. Das Ei wurde
schnell hart gekocht je höher die Region desto tiefer ist der
Siedepunkt, dh. Du bringst den Siedepunkt vielleicht noch auf 95 - 97
Grad Celsius. Also braucht das Ei länger. Zb. auf de Mont Everest
könntest Du gar kein Ei hart kochen, da es für die gerinnung des
Eiweisses einen Siedepunkt von 84.4 braucht aber auf dieser Höhe ist
der Siedepunkt bei 70 Grad :)
[Babsy | 26.10.2014] Antworten

@rawi: Die geographische Hoehe hat einen Einfluss. Bist Du etwa 1500,
2000m hoeher gezogen?
[bla | 21.10.2014] Antworten

@rawi: ;-) das ist mir auch schon aufgefallen, allerdings kann ich es
mir auch nicht erklären.
[Jens | 03.10.2014] Antworten

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Aktualisiert am: 25.08.2014
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