Kein alter Bock: So pflegen Sie ihr Motorrad richtig!

, Stand: 26.08.2014  Tipp druckenDrucken Symbol Kommentare 5 Kommentare

Ein Motorrad ist dem technischen und optischen Verfall viel stärker ausgesetzt, als ein Auto. Durch die hohe Literleistung des Motors, Fahren im Grenzbereich und dem direkten Aussetzen der Technik der Witterung brauchen Zweiräder deutlich mehr Pflege und Wartung um technisch auf der Höhe zu bleiben und gut auszusehen. Das beeinflusst sowohgl Ihren Fahrspass als auch den Wiederverkaufswert positiv.

Mit unseren Tipps können Sie Ihr Motorrad regelmäßig prüfen, reinigen und gegebenenfalls kleine Mängel schnell selbst beheben.

Inhaltsverzeichnis:

Antrieb regelmäßig auf Abnutzung untersuchen

Sie sollten Kette und die beiden Kettenräder regelmässig auf Verschleiß prüfen. Denn die Folgen eines verschliessenen Antriebs sind gravierend: Die Kette kann abspringen oder gar reissen und teure Schäden am Motorrad verursachen. Noch schlimmer, wenn dabei Fahrer oder Sozius verletzt werden.

So prüfen Sie, ob die Zahnräder in Ordnung sind

Ganz einfach können Sie den Zustand der beiden Zahnräder, also dem kleinen Ritzel vorne und dem Kettenrad hinten beurteilen. Hier ist die Form der Zähne entscheidend.

Im folgenden Bild sehen Sie ein fast neues Kettenrad. Die Zähne haben oben eine deutlich sichtbare Abplattung von ca. 3 Millimetern Breite. Die Form jedes Zahns ist symmetrisch, also die beiden Flanken rechts und links von der Spitze haben dieselbe Form.

Kettenrad neu

Hier im Vergleich dazu ein Kettenrad, das dringend ausgetauscht werden muss. Die Flanken haben eine deutliche Assymetrie und die einzelnen Zähne laufen oben sehr spitz aus.

Kettenrad verschlissen

So prüfen Sie eine Kette auf Verschleiß

Bei einer Kette sind die Abnutzungserscheinungen nicht so deutlich zu erkennen. Generell sollte man am beim Tausch von Ritzel und Kettenrad auch gleich immer die Kette mit ersetzen.

Am Motorrad erkennen Sie eine verschlissene Kette durch Hin- und Herbewegen auf dem Kettenrad in Richtung der Hinterrachse, also von der Seite her. Während eine neue Kette sich nur minimal bewegen lässt, schlackert eine Kette am Ende Ihrer Lebenszeit einige Millimeter auf dem Rad.

Im ausgebauten Zustand prüfen Sie die Kette auf die Beweglichkeit der Glieder. Lassen sich manche der Gelenke ganz leicht, andere aber schwer bewegen, sollte eine neue Antriebskette verbaut werden.

Am besten Antriebssatz komplett tauschen

Es macht wenig Sinn, nur die am schlimmsten abgenutzte Komponente alleine auszutauschen. Denn Ritzel, Kettenrad passen sich der Kette an und umgekehrt. Tauschen Sie also zum Beispiel nur die beidel Räder, wird die gelängte Kette die Zahnräder schneller abnutzen als es eine neue Kette täte.

Also tauschen Sie immer alle drei Komponenten zusammen.

So schmieren Sie Ihre Motorradkette mit Öl statt Fett

Die klassische Methode, eine Kette am Motorrad zu schmieren ist der Einsatz eines speziellen Kettenfetts, meist aus der Sprühdose.

Diese recht teuren Schmierstoffe sind an sich zum Sprühen viel zu dickflüssig. Darum kommen Sie nicht in Reinform in die Dose, sondern als werden als Mischung abgefüllt.

Das eigentliche Fett wird dabei mit einem Lösungsmittel verdünnt. So ist es beim Aufsprühen dünnflüssig und gelangt in alle Ritzen.

Ist der Verdünner dann verflogen, bleibt das dicke Fett übrig, das sehr hartnäckig auf der Kette haftet und darum beim Fahren nicht weggeschleudert wird.

Motorradkette

Die Alternative: Dünne Öle

So logisch der klassische Weg klingt, viele Fahrer haben mit einer anderen Schmiermethode mehr Erfolg erzielt, sprich: Die Kette hält mit der Alternative mehr Kilometer durch, bis sie ausgetauscht werden muss.

Dazu schmieren Sie die Kette mit einem Allzwecköl wie WD-40 aus der Dose oder pinseln sie mit billigem Getriebeöl ein, das sich für diesen Zweck auch gut eignet.

Allerdings sollten Sie Ihrer Kette diese Pflege möglichst nach jeder längeren Ausfahrt zugute kommen lassen, denn die Schmierung hält nicht so lange wie bei der Methode mit Fett. Als Daumenregel gelten beim Einsatz auf der Strasse Schmierintervalle von 200-300 km. Beim Ausritt im Gelände sollten Sie die Schmierung am besten täglich durchführen.

Die Vermutung ist dabei, dass das zähe Fett auch Sand und andere Partikel an der Kette kleben lässt, die die Abnutzung verstärken.

Wollen Sie das ausprobieren, müssen Sie zuerst das vorhandene dicke Fett von der Kette abwaschen. Das geht am besten mit Petroleum. Stellen Sie dabei eine Schale unter die Stelle, wo Sie waschen, um das herunterfliessende Petroleum aufzufangen.

Schmiersysteme für Faule

Es gibt im Zubehörhandel automatische Schmiersysteme. Die geben beim Fahren ganz fein dosiert immer wieder ein Tröpchen Öl auf die Kette.

Damit können Sie sich also die regelmäßigen Schmierintervalle ersparen und laufen auch nicht Gefahr, die Kette durch vergessenes Ölen schneller altern zu lassen.

Die Schmiersysteme finden Sie am besten unter dem Stichword "oiler".

Felgen reinigen

Wer vom Frühling bis zum Herbst hinein mit seinem Motorrad unterwegs ist, der möchte auch, dass die Felgen glänzen und sauber sind.

Aber durch die verschiedenen Witterungen und auch die Straßengegebenheiten können die Felgen ihren Glanz verlieren, schmutzig werden und auch leichte Kratzer abbekommen. Damit man immer wieder strahlende Felgen an seinem Motorrad hat, ist eine Felgenreinigung und auch Pflege unbedingt notwendig.

So pflegen Sie die Felgen Ihres Motorrads

Beim Motorrad ist es immer so, dass gerade die Felge des Hinterrades sehr stark vom Schmiermittelschmutz angegriffen wird. Hier hilft ein Felgenreiniger, denn der hat die notwenige Reinigungskraft, um auch hartnäckige Verkrustungen zu entfernen.

Außerdem erreichen Sie damit auch Stellen an den Felgen, die schwer zugänglich sind. Wird ein spezielles Mittel für die Felgenreinigung empfohlen, ist es wichtig zu beachten, dass es säurefrei ist. Sind Reiniger mit Säure versetzt, greifen sie möglicherweise die Felgenoberfläche an. Außerdem kann die Säure auch Reifen und umliegende Teile angreifen. Bei Reinigungsmittel mit Säure, die mit den Bremsbelägen in Berührung kommen, wird zudem oft die Bremsleistung reduziert, was natürlich ein hohes Sicherheitsrisiko darstellt.

In der Regel aber sind empfohlenen Reinigungsmittel für die Felgenreinigung säurefrei, sodass man sich hier keine Sorgen machen muss. Die Felgen werden mit dem Reiniger flächendeckend eingesprüht. Den Reiniger muss man dann erst einmal einwirken lassen.

Es gibt Reiniger, die wechseln beim Einwirken langsam ihre Farbe. So erkennt man, dass der Reinigungsvorgang beendet ist und die Einwirkzeit ausreicht. Jetzt kann man die Felgen mit einem Hochdruckreiniger abspülen. Sind die Felgen gereinigt, wird in den meisten Pflegetipps für Motorradfelgen auch empfohlen, die Felgenreinigung mit einer Versiegelung abzuschließen. Hierfür gibt es eine spezielle Felgenversiegelung. Dadurch kann verhindert werden, dass Straßenschmutz und Bremsstaub an der Felge haften bleiben und sich einbrennen.

Es wird vor der Anwendung immer dazu geraten, die Pflegemittel auf Materialverträglichkeit an einer unauffälligen Stelle der Felge zu testen. Die entsprechenden Pflegemittel für die Felgenreinigung kann man sich in Internetshops bestellen oder auch in einem Fachhandel, Heimwerker- oder Baumarkt vor Ort kaufen.

So finden Sie undichte Stellen am Motor Ihres Motorrads

Wenn am Motor Ihres Motorrads etwas undicht ist, dann merken Sie das an Öltropfen, die unter dem Motorblock hängen und zu Boden tropfen.

Um Abhilfe schaffen zu können, müssen Sie herausfinden, wo genau das Öl austritt.

Das ist aber gar nicht so einfach, weil das Öl oft ungewöhnliche Wege nimmt, die nicht leicht nachzuvollziehen sind.

So finden Sie die Quelle eines Lecks heraus

Entfernen Sie allen Schmutz von Ihrem Motor. Das Ziel ist dabei, nicht nur losen Dreck zu entfernen, sondern auch alle öligen Ablagerungen.

Je nach Grad der Verschmutzung müssen Sie dabei eventuell mit einem Hochdruckreiniger und Reinigungsflüssigkeiten wie Kaltreiniger oder einem Spezialreiniger für Motorräder arbeiten. Beachten Sie dabei die Hinweise der Betriebsanleitung, nicht dass das Wasser Unheil anrichtet.

An den Stellen, wo Sie gut hinkommen, nutzen Sie am besten eine Bürste oder einen Schwamm, um die Verunreinigungen besser ablösen zu können.

Zahnpasta als Geheimtipp

Fertigen Sie aus Wasser und ganz normaler weisser Zahnpasta eine Lösung an. Als Daumenregel verwenden Sie eine halbe Tube pro Liter Wasser. Rühren Sie kräftig um, bis sich die Zahnpasta gut aufgelöst hat.

Bringen Sie diese Lösung auf Ihren halbwegs getrockneten Motor auf. Wenn Sie schon in etwa die Quelle lokalisiert haben, dann konzentrieren Sie sich auf diesen Bereich.

Am einfachsten geht Aufbringen mit einer Sprühflasche. Genauso funktioniert es aber auch mit Schwamm oder Pinsel.

Nun lassen Sie das ganze gut trocknen. Es bildet sich dabei der weisse Film, der im Waschbecken immer so hässliche Flecken macht, wenn man das Becken nach dem Zähneputzen nicht saubermacht.

Probelauf deckt Lecks auf

Starten Sie Ihren Motor ganz normal und bringen Ihn auf Betriebstemperatur. Das können Sie genauso im Stand machen, wie beim Fahren.

Ist der Motor warm, dann sollten sich der neue Ölfluss gut auf dem weissen Film abzeichnen, sowohl auf schwarz wie auf silber lackierten Motorenteilen.

Ölspur am Motorblock

Verfolgen Sie die Ölmarke bis zum höchsten Punkt.

Das ist nun die gesuchte Stelle, an der das Öl austritt. Je nachdem, ob das etwa die Dichtung des Seitendeckels oder der Zylinderfuß ist, können Sie nun der Ursache weiter auf den Grund gehen.

Motorrad-Helm: Visier zerkratzt - so retten Sie Ihr Helmvisier

Was für die Datenrettung bei CDs effektive Hilfe leistet, spart auch manchen Euro für ein neues Helmvisier. Ein solches kann schnell mal bis zu 40 Euro kosten.

Zerkratzte und leicht "erblindete" Visiere lassen sich nach dem gleichen Verfahren aufarbeiten wie auch zerkratze Compact Discs.

Kaufen Sie im Computer-Fachhandel einfach ein CD-Reparatur-Kit. Mit der enthaltenen Schleifpaste reinigen Sie die Außenseite Ihres Helmvisiers tiefgründig und polieren es danach mit einem der ebenfalls enthaltenen kleinen Poliertücher ordentlich auf.

Danach haben Sie für ziemlich lange Zeit wieder optimalen Durchblick.

So übersteht Ihr Motorrad den Winter

Bevor Sie Ihr Motorrad am Saisonende in den Winterschlaf schicken, sollten sie ihm etwas Aufmerksamkeit gönnen. Es wird Ihnen die gute Behandlung mit einem längeren Leben und sofortiger Einsatzbereitschaft im Frühjahr danken.

Folgendes ist zu tun:

  1. Volltanken und zwar bis zum Rand, damit der Tank innen keinen Rost ansetzen kann.
  2. Öl wechseln. Das ist notwendig, denn gebrauchtes Motoröl wirkt aggressiv und kann dem Motor und den Dichtungen während der Winterpause arg zusetzen. Zum Ölwechsel gehört natürlich auch der Austausch des Ölfilters und der dazugehörigen Dichtung. Auch die Dichtung an der Ölablasschraube sollte erneuert werden.
  3. Kette reichlich mit Fett einsprühen. Außerdem kann es nicht schaden auch gleich die Kettenspannung zu kontrollieren.
  4. Schwimmerkammern der Vergaser entleeren. Sonst droht Gefahr, daß das darin befindliche Benzin verharzt.
  5. Die Batterie ausbauen und warm und trocken lagern. Dabei gleich den Flüssigkeitsstand prüfen und bei Bedarf mit destilliertem Wasser auffüllen.
  6. Das Motorrad mit Konservierungsspray (Fachhandel) behandeln. So wird es über den Winter vor Rost geschützt. Chromteile nicht vergessen.
  7. Die Reifen aufpumpen und zwar etwas mehr als laut Bedienungsanleitung vorgeschrieben (rund 10 Prozent). Danach das Motorrad aufbocken. Dabei sollten beide Räder entlastet sein. Dabei hilft zum Beispiel eine Holzkiste unter dem Motorblock.

Übrigens: Auch der Lederkombi verträgt etwas Pflege vor der Winterpause. Nach einer Reinigung und Behandlung mit Lederfett sieht er in der neuen Saison aus wie neu.

Checkliste für den Frühling

Bevor Sie mit dem Motorrad zur ersten Ausfahrt in den Frühling starten, sollten Sie die Maschine überprüfen. Der AvD nennt hierfür folgende Punkte:

Prüfen Sie die Reifen. Hierbei kommt es auf Profiltiefe und den Reifendruck an. Außerdem sollten Sie die Reifen auf eventuelle Schäden untersuchen.

Überprüfen Sie die Bremsen und die Bremsanlage. Alle zwei bis drei Jahre sollte die Bremsflüssigkeit erneuert werden. Auch Bremsbeläge und Bremsscheiben sollten Sie untersuchen und gegebenenfalls erneuern lassen.

Prüfen Sie den Stand von Motoröl, Getriebeöl sowie der Kühlflüssigkeit. Außerdem sollten Sie alle Leitungen auf Dichtigkeit untersuchen.

Reinigen und schmieren Sie die Kette. Prüfen Sie die Kette auf die korrekte Spannung.

Stellen Sie sicher, dass die komplette Elektrik funktioniert, also

  • Abblendlicht
  • Fernlicht
  • Rückleuchte
  • Bremslicht
  • Blinker
  • Hupe
  • Kennzeichenbeleuchtung

Prüfen Sie den Ladestand und Säurestand der Batterie. Gegebenenfalls müssen Sie die Batterie erneuern.

Ölen Sie das Zündschloss und testen Sie schließlich den Killschalter.

Lackoberfläche pflegen

Die Lackoberfläche eines Motorrades ist Temperaturschwankungen und und der Witterung ausgesetzt. Durch die Witterungseinflüsse und die UV-Strahlen verwittert die Lackoberfläche mit der Zeit.

Aber es ist nicht unmöglich, verwitterte oder gar zerkratzte Stellen der wieder wie neu aussehen zu lassen. Mit ein paar wenigen Pflegetipps für das Motorrad und dessen Lackoberfläche kommt das Bike wieder in einen Top-Zustand.

So pflegen Sie den Motorrad-Lack

Rot lackierter Tank eines alten MotorradesZunächst geht es an die Glanzschleierentfernung. Mit einer sehr hochwertigen Politur für Lackoberflächen kann die matte und verschleierte Lackschicht wieder auf Glanz gebracht werden. Außerdem wird die matte Schicht geglättet.

Der Vorteil daran ist unter anderem, dass das Motorrad wieder glänzt, die tiefen und satten Farben wieder zum Vorschein kommen und auch das Licht nicht mehr gestreut wird.

Zu den Pflegetipps der Lackoberfläche gehört auch die Glanzsteigerung. Bei einer Lichtreflexion, bei der keine Streuung erfolgt, entsteht der Glanz. Um die Lichtreflexion zu erhöhen, kann eine Politur verwendet werden.

Natürlich muss ein Motorrad kratzerfrei sein. Die Kratzer der Lackoberfläche können mit einer guten Lackpolitur nicht nur überdeckt werden, denn die Politur entfernt auch die Kratzer.

Es wird ein feines Schleifmittel verwendet. Diese Mittel müssen aber abgestimmt werden, sodass die sehr feinen und kleinen Kratzer anhaltend entfernt werden, aber der Lack nicht angegriffen wird.

Lack-Versiegelung

Bei den Pflegetipps für das Motorrad und dessen Lackoberfläche wird auch oft von der Versiegelung gesprochen. Diegehört zu einer perfekten Lackpflege, so wie das Polieren auch, dazu.

Eine Versiegelung ist wie eine Schutzschicht , die Schmutz und feine Kratzer von der Lackoberfläche fernhält. Werden die Wachs- und Silikonkomponenten optimal abgestimmt, ist es möglich, eine einfache Verarbeitung und auch optimale Langzeitwirkung zu erreichen.

Die Lackoberfläche von einem Motorrad kann durch eine hochwertige Politur einen Hochglanz erhalten. Dadurch werden auch Kratzer und verwitterte Schichten am Lack entfernt. Die Lackoberfläche wird gleichzeitig mit Wirkung versiegelt.

Ölstand bequem kontrollieren

Den Ölstand kontrollieren und keiner ist in der Nähe, der mal das Bike gerade halten kann? Und das Schauglas ist auch zun ungünstig platziert als dass man es bequem ansehen könnte.

Da hilft nur: Das Motorrad gerade hinstellen. Aber selbst wenn das Motorrad sicher auf dem Haupt- oder Zubehörständer steht, hat der Gehweg vorm Haus oder gar der eigene Garagenhof meistens ein ordentliches Gefälle, welches eine genaue Messung kaum zulässt.

Abhilfe schafft ein simpler Holzkeil. Diesen schiebt man an der Gefälleseite unter den Ständer und nivelliert das Ganze einmal korrekt mit einer Wasserwaage aus (der Tankeinfüllstutzen ist dafür gut geeignet).

Am Holzkeil wird nun mit einem dicken Filzstift die Stelle markiert, an welcher der Ständer in Waage des Motorrades aufliegt. Den Holzkeil anschließend dauerhaft dort platzieren, wo auch das Motorenöl steht und sie müssen zukünftig keine Passanten mehr belästigen...

Tankuhr geht falsch - ein Widerstand kann helfen

Gerade mal 150 Kilometer gefahren und schon zeigt die Motorradtankuhr "Reserve" an, obwohl man noch mindestens 100 Kilometer fahren könnte?

Der Pessimismus eines solchen Instrumentes kann gehörig nerven – mich auf jeden Fall ;-)

Die Lösung bringt in vielen Fällen ein simpler elektrischer Widerstand, zum Beispiel bei Conrad Elektronik für nur einige Cent zu erwerben. Dieser (zwischen 400 und 600 Ohm / 0,5 Watt) wird parallel im Kabelverbinder zwischen Geber und Zuleitung geklemmt.

Meistens befindet sich der entsprechende Kabelverbinder unter oder in der Nähe des Tankes, weil der bei Demontage an solchen Stellen bei fast allen Motorrad-Modellen von allen Verbindungen zum Rahmen getrennt werden muss.

Es ist kein Löten und Basteln erforderlich. Einfach die Beinchen des Widerstandes mit einer kleinen Zange in der Breite des Kabelverbinders umbiegen und dessen Kontakte dann in die Steckerspalten des Verbinders mit einstecken.

Dann das Gegenstück des Kabelbinders wieder aufstecken, Zündung an und schauen ob die Wahl des Widerstandes Besserung gezeigt hat. Der Tank sollte dazu natürlich mal ausnahmsweise mal nicht voll sein ;-) Ist das Ergebnis noch nicht befriedigend, alles mit einem höheren oder niederen Widerstands-Wert wiederholen.

Optimal ist natürlich, wenn man vorher die Widerstandswerte für Voll und Leer für seinen Tank-Geber in Erfahrung bringen kann. Und es sollten immer einige verschiedene Widerstände für den Messbereich gekauft werden, weil jede Tankuhr, selbst bei identischen Modellen irgendwie immer "anders falsch" geht und auch vorher nicht genau bestimmt werden kann, wie groß der Ausgleich ausfallen müsste.

So kürzen Sie den Kinnriemen Ihres Motorrad-Helms

Wer kennt nicht die während der Fahrt plötzlich nervig flatternden und klopfenden, weil viel zu langen Kinnriemen.

Man kann sie "verklemmen" wie man will, irgendwie schaffen es die Dinger immer wieder sich zu befreien – welcher Dummie hatte da nur so einen dicken Hals?

Kürzen traut man sich die Riemen auch nicht, weil sie dann ausfransen und so nicht mehr durch die Metallschlitze der Weitenverstellung zu bringen sind.

Die Schnittkante schmelzen

Die Lösung – einfach sofort nach dem Kürzen mit der Flamme eines Feuerzeuges über die Schnittkante schwenken. Dabei verschmelzen die Kunstharzfasern miteinander zu einem festen Abschluß.

Achten Sie beim Kürzen unbedingt auf einen schrägen Schnitt, der erleichtert später bei Notwendigkeit das Wieder-Einfädeln in die schmalen Schlitze der Weitenverstellung erheblich.

Andreas Jannot ist Inhaber der Aufkleberwerkstatt -- starke Aufkleber für Motorrad und Auto.

5 Kommentare

Hi Leute,
das Thema Tankuhr ist endlich erledigt, ja nach so vielen jahren! (OK
ich hatte auch nicht ständig Zeit, mich darum zu kümmern.
Also ein Widerstand alleine hilft da nicht!
Man braucht, zumindest bei der Trude, eine Verstärkerschaltung, da
die nachgerüstete Tankuhr einen
anderen Messbereich hat als das Gebersignal.
Soll heissen, der Widerstand des gebers ist schon zu hoch für die
Tankuhr, daher zeigt sie nicht voll an.
Lösung:
Zwischenschalten einer Verstärkerschaltung, um das Geber-Signal zu
verstärken und somit an den Messbereich der Tankuhr anzupassen.
(schmitt-Trigger + 2 Regelpotis)
Man eicht dann den "voll" Zustand mit einem Poti. Danach Tank leeren,
oder einfach Schwimmer rausziehen und auf "leer" stellen. Dann mit dem
zweiten poti auf "leer" eichen!
Dazwischen ergibt sich alles automatisch.
Das Ganze hängt sicher von der Tankuhr ab. Ihr müsst dazu erst mal
deren Messbereich ermitteln.
Dann die Gebersignale bei voll und leer ermitteln.
Wenn der Widerstand des gebers höher ist, als der Messbereich der
Tankuhr, bringt der Widerstand nix, da muss der Verstärker ran!
Gruß,
Big-J.R.
[Big J.R. | 10.04.2014] Antworten

WD-40 ist natürlich sehr dünn, und wird entsprechend schnell
abgeschleudert. Eine gute Alternative ist auch noch Öl für
Sägeketten.
[Tourenschwuchtel | 12.03.2012] Antworten

Das Motorrad steht gerade, wenn man fast keine Kraft zum halten
aufwenden muß. Da braucht es keine Keile oder sonstigen Tricks. Schau
ob Öl drin ist, nicht zu viel und nicht zu wenig (zwischen max. und
min. hat man aber nicht ohne Grund etwas Spielraum), und vergiss nicht
Bremsflüssigkeit (Vorn und hinten!) zu kontrollieren, auch Wasser
sollte (bei Wasserkühlung) abundzu kontrolliert werden.
Ach, alle dazugehörigen Verbindungen sollten trocken sein. Am besten
man hat in der Garage einen weiß gestrichenen Boden, dann sieht man
sofort wenn was geleckt hat.
Oder man setzt sich drauf und fährt ;)
[anonymous | 02.06.2011] Antworten

Hallo Leute,
ich hab das selbe Tankuhr-Problem mit meiner 1500er Trude.
Ich hab das mit dem Widerstand ausprobiert und
ein neues Problem. Ich kann zwar die Tankuhr auf
"voll" eichen, allerdngs bleibt´s dabei.
Die Tankuhr rührt sich nicht mehr und zeigt immer
das an, was ich Ihr per Widerstand vorgebe.
Habt Ihr vielleicht einen Tipp, was da los sein könnte ? Ich muss
dazu sagen, ich habe die nervöse Tanklampe ausgebaut, weil sie immer
geblendet aber nichts gebracht hat.
Falls sich jemand damit auskennt, wäre ich über
einen gut gemeinten und fachmännischen Rat dankbar.
Gruß,
Jürgen
[Jürgen M | 09.04.2006] Antworten

Fast alles richtig ;-) aber:
- moderne Motorenöle zeigen keine aggressiven Eigenschaften und
werden sowie so in den regulären Wartungsntervallen erneuert. Sie
sind auch ziemlich teuer - schon aus diesem Grund würde ich mir den
extra-Wechsel nur für eine Winterstandzeit verkneifen.
- eine Batterie sollte kühl(!) und nicht warm gelagert werden.
- Eine Holzkiste unter dem Motor sollte schon sehr stabil sein um rund
200 Kilo dauerhaft zu tragen. Moderne Motoren haben sehr dünne und
leichte Motorengehäuse, die sicher nicht dafür ausgelegt sind, um
das gesamte Motorrad darauf lasten zu lassen. Wer es also so genau
nimmt mit seinen Reifen, sollte an den entsprechenden Ständern dann
doch nicht sparen - und bei korrektem Luftdruck nimmt ein moderner
Reifen auch nach 5 Monaten Standzeit selbst auf dem Seitenständer,
heutzutage keinen Schaden.
[Andreas Jannot | 26.01.2005] Antworten


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Aktualisiert am: 26.08.2014
Bildnachweis: Markus Schraudolph, iStockphoto/Jessica Morelli